"Hakenkreuz-Sympathisanten"

15. Mai 2019 10:12; Akt: 15.05.2019 10:25 Print

"Muslime in Österreich" mit Nazi-Keule gegen FPÖ

Neben dem Fasten bedeutet der Ramadan für Muslime auch Mitmenschlichkeit und Versöhnung. Wenig versöhnlich geht es derzeit allerdings auf Facebook zu.

"Hakenkreuz Sympathisanten": Auf Facebook setzt es einen Rundumschlag gegen die FPÖ.

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Die neu aufgeflammte Diskussion um das Kopftuchverbot und ein mögliches Verschwinden des Kreuzes sowie der Mail-Verkehr von "Identitären"-Chef Martin Sellner und dem Christchurch-Attentäter Brenton T. lassen derzeit die Wogen auf der Facebook-Seite "Muslime in Österreich" mit über 6.500 Mitgliedern hochgehen. Das Hauptfeindbild: Die FPÖ.

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Bei der Kritik der Freiheitlichen und deren Koalitionspartner ÖVP nehmen sich die Seitenbetreiber kein Blatt vor den Mund. "Das ist die ÖVP, die mit Hakenkreuz-Sympathisanten gemeinsam eine Koalition führt", heißt es etwa zu einem Statement von ÖVP-Staatssekretärin Karoline Edtstadler darüber, dass das Kreuz "absolut nicht zu Diskussion" stehe.

"Verhakenkreuzte Sicht"

Weiters wird ein Beitrag über die "zehn Gebote für Zuwanderer", die in den vergangenen Tagen aus den Reihen der FPÖ für Aufsehen sorgten, geteilt. Darin wird vom ursprünglichen Poster der FPÖ eine "verhakenkreuzte Sicht" unterstellt, es gehe den "rechtsrechten Schlechtmenschen" nur darum, "andere zu erniedrigen".

Heftige Worte gibt es auch für den österreichischen Verfassungsschutz in Hinblick auf die Identitären und die Spende des Christchurch-Attentäters. "Wieso zahlen wir diese Steuern, wenn der Verfassungsschutz seine Arbeit nicht macht und Menschen in Österreich in Gefahr bringt?", fragen die Betreiber.

Und: "War es nicht von Anfang an absehbar dass dieser Hetzer kranke Leute dazu motiviert, Anschläge zu verüben? Auf was warten wir noch?! Dass wieder ein Nazi aus Österreich Europa in Leid und Krieg führt?", so der Text. In einem weiteren Posting wird ebenfalls Identitären-Kopf Sellner angesprochen: "An den Händen dieses Hetzers klebt Blut. Wir werden es nicht vergessen!"

Islamisierungs-Posts des Vizekanzlers

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zeigte sich in den jüngsten Tagen auf Facebook auch nicht zimperlich. Mehrmals schreib er von einem "Bevölkerungswechsel"in Anlehnung an den rechten Kampfbegriff "Bevölkerungsaustausch" oder "Großen Austausch", den auch die rechtsextremen Identitären oder der Attentäter von Christchurch verwendeten.

Geteilt wurden etwa zwei Berichte über Fälle muslimischer Vielehe. "Aber eine Islamisierung findet nicht statt - es gibt auch keinen Bevölkerungswechsel... nicht in Europa, nicht in Österreich, und schon gar nicht im rot-grün regierten Wien: Bestimmt sind im (bislang noch) christlich geprägten Österreich auch schon vor Jahren Viel-Frauen-Ehen aufgrund liberaler bzw. christlicher Grundwerte gefordert worden...", schreibt Strache.

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(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 15.05.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot in allen öffentlichen Gebäuden

    Wie in der Türkei gehört das Verbot von Kopfbedeckungen in KiGa, Schulen bis zur Uni. Die Trennung von Staat und dem Rest (Sport/Kultur/Glaube/etc,) ist ja auch verfassungstechnisch festgelegt. Auch für Lehrerinnen muss dieses Verbot dann gelten. Und endlich #GLAUBENSFREIHEIT statt Religionsfreiheit. Nichts und Niemand steht über dem GESETZ!!! Österreich ist und bleibt hoffentlich ein Rechtsstaat für die nächsten 1000000000 Jahre

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  • Crack666 am 15.05.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Radikale

    Tja. Man sieht dass da die Radikalen daheim sind und nicht in der IB.

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  • Kannitverstan am 16.05.2019 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Würde man auch so stark

    gegen den Erhalt der österreichischen Lebensweise vorgehen, hätte es die Geburt welche die Welt fast zerstörte 1889 nicht gegeben?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 16.05.2019 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Würde man auch so stark

    gegen den Erhalt der österreichischen Lebensweise vorgehen, hätte es die Geburt welche die Welt fast zerstörte 1889 nicht gegeben?

  • silver. am 15.05.2019 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Na servas

    Wenn das die Edtstadtler gesagt haben soll, kann sie gleich den katholischen Gottesstaat ausrufen oder als Lakaie im Vatikan arbeiten gehen. Jemand soll ihr mal die Trennung von Kirche und Staat erklären, dass seit dem 19. Jahrhundert üblich ist.

  • Alex am 15.05.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot in allen öffentlichen Gebäuden

    Wie in der Türkei gehört das Verbot von Kopfbedeckungen in KiGa, Schulen bis zur Uni. Die Trennung von Staat und dem Rest (Sport/Kultur/Glaube/etc,) ist ja auch verfassungstechnisch festgelegt. Auch für Lehrerinnen muss dieses Verbot dann gelten. Und endlich #GLAUBENSFREIHEIT statt Religionsfreiheit. Nichts und Niemand steht über dem GESETZ!!! Österreich ist und bleibt hoffentlich ein Rechtsstaat für die nächsten 1000000000 Jahre

    • Rosa am 15.05.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Alex

      In der Türkei gibt es jetzt unter Erdogan kein Kopftuchverbot Da sind Sie leider schlecht informiert.

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  • Crack666 am 15.05.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Radikale

    Tja. Man sieht dass da die Radikalen daheim sind und nicht in der IB.

    • Mal ehrlich am 15.05.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

      solche einfach ignorieren

      Verstehe bis jetzt nicht was so eine Mini-Gruppe auf Facebook zu sagen haben soll! Ich hatte Spaß-gruppen, die 10 mal so viele Mitglieder hatten. Die können gerne wieder in ein muslimisches Land gehen, wenn es ihnen dort besser gefällt. Insbesondere die Frauen sollen schauen wo es besser ist für sie. Sollen sich an unsere Bräuche und Traditionen anpassen, wir haben es uns nicht ausgesucht, dass sie hier sind

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