Er war es nicht

29. Mai 2018 13:26; Akt: 29.05.2018 13:27 Print

"Quotenmohr": Kurzmann bläst zur Gegenoffensive

In der "Aula" wurde Cesar Sampson als "Quotenmohr" betitelt. Kurzmann will klagen, aber weiter für das Blatt schreiben.

Der steirische FPÖ-Politiker Gerhard Kurzmann (Bild: picturedesk.com)

Der steirische FPÖ-Politiker Gerhard Kurzmann (Bild: picturedesk.com)

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Der steirische FPÖ-Politiker Gerhard Kurzmann will den Radiosender "Ö1" und die Tageszeitung "Die Presse" klagen, weil sie - seiner Meinung nach - den falschen Eindruck erweckt hätten, Kurzmann sei für den Ausdruck "Quotenmohr" verantwortlich.

Die FPÖ-nahe Zeitschrift "Aula" sorgte zuletzt für Aufsehen, weil sie Österreichs ESC-Teilnehmer Cesar Sampson als "Quotenmohr" bezeichnete. Strache entschuldigte sich persönlich bei Sampson.

Gerhard Kurzmann im Kreuzfeuer
In derselben Ausgabe fand sich unter anderem auch ein vierseitiger Text des Dritten Landtagspräsidenten der Steiermark, dem FPÖ-Politiker Gerhard Kurzmann. Er schrieb über die Verwendung der deutschen Sprache, was ihm eine Rüge von FPÖ-Minister Norbert Hofer einbrachte.

Klagt und will weitermachen
Kurzmann jedenfalls holt nun zur Gegenoffensive aus. Weil der Radiosender "Ö1" und die Zeitung "Die Presse" den falschen Eindruck erweckt hätten, er selbst hätte die Bezeichnung "Quotenmohr" verwendet. Dabei sei es ein anderer "Aula"-Autor gewesen. Entsprechende Briefe sollen bereits verschickt worden sein.

Mit dem "Quotenmohr"-Beitrag habe Kurzmann überhaupt nichts zu tun: "Ich würde keinesfalls so einen Ausdruck verwenden", sagt er.

Will weiter publizieren
Reumütig ist Kurzmann nach der Aufregung aber keinesfalls. Er will weiter in der "Aula" publizieren: Er sei zwar nicht mit allem, was dort gedruckt wird, einverstanden, sehe aber keinen Grund, dort künftig nicht weiterhin zu schreiben.

Das geht klar gegen die jüngsten Vorgaben der FPÖ-Spitze. Wer weiter in der Zeitschrift publiziert, hätte seine Chance auf eine FPÖ-Karriere verwirkt, sagte etwa Norbert Hofer. Strache relativierte das zwar, aber auch er bezeichnete es als "unerwünscht", für die Zeitschrift zu schreiben. Für Kurzmann schien es nach seinem jüngsten Artikel keine Konsequenzen zu geben.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 29.05.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Redefreiheit

    spricht für die Aula.

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  • Lupo am 29.05.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Offiziel sind

    die blaunen Spitzen gegen die Aula, aber in Wahrheit tolerieren sie das nicht nur, sondern heißen es auch noch lächelnd für gut. Aber von einer verlogenen Bagagerie ist selten was Gutes zu erwarten.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 29.05.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Redefreiheit

    spricht für die Aula.

    • K. Ahnung am 29.05.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

      Und 'Der Stürmer'?

      Frechheit, dass den nicht mehr gibt? Sie sind einfach nur peinlich

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  • Lupo am 29.05.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Offiziel sind

    die blaunen Spitzen gegen die Aula, aber in Wahrheit tolerieren sie das nicht nur, sondern heißen es auch noch lächelnd für gut. Aber von einer verlogenen Bagagerie ist selten was Gutes zu erwarten.

    • Kurt am 29.05.2018 17:58 Report Diesen Beitrag melden

      Lupo

      Zu welcher Bagage mag wohl Lupo gehören?

    • Rudolf S am 29.05.2018 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt

      ist sicher kein Geheimnis

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