Bildungspolitik

28. Dezember 2018 06:00; Akt: 29.12.2018 16:31 Print

2.222 Kinder werden heuer zuhause unterrichtet

Die Grünen wollten wissen, wieviele Kinder daheim unterrichtet werden. Minister Faßmann hat Daten geliefert – und eine Schnapszahl als Antwort.

Eine Kindheit ohne Schule: Heimunterricht wird immer populärer. (Bild: iStock)

Eine Kindheit ohne Schule: Heimunterricht wird immer populärer. (Bild: iStock)

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In Österreich ist häuslicher Unterricht im Staatsgrundgesetz verfassungsrechtlich garantiert. Im heurigen Schuljahr werden genau 2.222 Schüler zuhause unterrichtet, geht aus der Beantwortung einer Anfrage des grünen Bundesrats David Stögmüller durch Bildungsminister Faßmann (VP) hervor.

Niederösterreich Spitzenreiter bei Heimunterricht

Die mit Abstand meisten dieser Kinder stammen aus Niederösterreich mit 589 (s. Tabelle). Exakt 1.014 der Kinder sind noch Volksschüler. In dieser Kategorie kommen die meisten aus Wien (295) vor Nieder (249) und Oberösterreich (122).

Viele bestehen Externistenprüfung nicht

Am Ende jedes Schuljahres müssen Schüler, die zuhause unterrichtet werden, eine Prüfung an einer öffentlichen Schule ablegen. In welcher sie das machen, bleibt den Eltern überlassen.

Im Schuljahr 2017/18 haben 1.362 Schüler diese Externistenprüfung "bestanden", 17 nicht. Daten aus Salzburg und der Steiermark sind laut Ministerium nicht verfügbar.

Stögmüller kritisiert "Externisten-Tourismus", da nicht alle Länder gleiche Standards für die Prüfung hätten. Außerdem müsse der Gesetzgeber darauf achten, dass die Zahl der Kinder in häuslichem Unterricht nicht ausarte.

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(bob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 28.12.2018 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Notwehr !

    Wer es sich leisten kann, gibt seine Kinder in Privat-Kindergärten -und Schulen oder unterrichtet diese eben zuhause, um sie nicht dem gesellschaftlichen Bodensatz auszusetzen !

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  • AuchneMeinung am 28.12.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Zuhause sicher

    sicherer als in so mancher "Wiener" Schule!

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  • Mister XY am 28.12.2018 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sektenbildungen

    Es gibt einige Sekten in denen sich die Eltern zusammentun, um ihre Kinder selbst zu erziehen. Die Kinder dürfen nicht allweltliches tun. Kein TV usw. um nicht in Verführung zu geraten.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nälolalu am 08.01.2019 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann es verstehen

    Wundert mich nicht. Es wird den Kindern mit Problemen (zb Legasthenie) in den Schulen sehr schwer gemacht.... obwohl gesetzlich festgelegt, wird keine Rücksicht genommen. Es gäbe noch einige Gründe mehr weshalb ich dem Hausunterricht nicht negativ gegenüber stehe.

  • Christina Braun am 29.12.2018 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Dr.

    Sehr geehrte 'Heute' Redaktion, Basierend auf der Antwort zur parlamentarischen Anfrage, stimmt Ihr Artikel leider nicht. Für das Schuljahr 2017/18 bestanden 1362 Externisten die Prüfung, 1,25 bis max. 5,58% jedoch nicht. Letzteres fasst 'nicht bestanden' und 'nicht angetreten' zusammen. Die Zahlen sind über die letzten 3 Jahre stabil, davor fehlen von 4-5 Bundesländern Angaben. Stögmüller's Aussage(n) sind anhand der Daten nicht nachvollziehbar u. werden von Ihnen nicht kritisch beleuchtet. Eine Richtigstellung erscheint angebracht, eine Verlinkung zur Parlamentsseite hilfreich.

  • Dagmar Rehak am 29.12.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    vorsätzliche Bildunsgverweigerung durch Schulbehör

    Bei der Beantwortung wurde nicht berücksichtigt, dass die Schulbehörden, die diese Prüfungen abnehmen sollten, sie oft verweigern, einfach nur, um das Kind durchfallen zu lassen. Ja, das kann ich beweisen.

  • Vorstadtmama am 28.12.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlen der Sonderschulen

    Aus verschiedensten Gründen (Vorgabe der UNO) wird versucht, alle Kinder mit besonderen Bedürfnissen in den Regelunterricht zu integrieren. Das kann aber für dieses Kind zu einer großen Belastung werden, weil es die sozialen Kompetenzen für den Regelunterricht nicht mitbringt - und es die Mitschüler das auch spüren lassen. Insofern halte ich es für möglich, dass sich viele Betroffene deshalb für den Hausunterricht entscheiden. Dass solche Kinder die Prüfungen nicht schaffen können, ist eigentlich vorprogrammiert. Das würde die oben genannten Zahlen erklären. Angst vor Mobbing.

  • AuchneMeinung am 28.12.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Zuhause sicher

    sicherer als in so mancher "Wiener" Schule!

    • Korbi am 29.12.2018 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @AuchneMeinung

      aber offensichtlich nicht so lehrreich. außerdem lernen Kinder in der Schule auch soziales verhalten. Das kann man Zuhause schwer unterrichten

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