TV-Konfrontationen

09. Mai 2019 06:54; Akt: 10.05.2019 09:30 Print

"Warum sind Sie so ein grantiger Mensch?"

Gestern gingen die ersten TV-Duelle zur EU-Wahl im ORF über die Runde. "Heute.at" analysiert die acht direkten Duelle der Spitzenkandidaten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kogler gegen Voggenhuber – Viel Vergangenheit und Ärger über „Wordrap“

Genervt waren die Ex-Parteifreunde Voggenhuber (Jetzt) und Kogler (G) vom Thema gemeinsame Vergangenheit. Bei den Punkten Umwelt und Soziales konnte sich Kogler den Seitenhieb nicht verkneifen, dass Voggenhuber seit zehn Jahren nicht mehr im EU-Parlament sitzt. Voggenhuber wiederum missfiel die kurze Antwortmöglichkeit.

Gamon gegen Vilimsky – Ein intensives Duell der zwei „Lieblingsgegner“

Vilimsky (FP) und Gamon (Neos) „schätzen“ einander. Bei der Frage, wie sie die EU verändern würden, war davon aber nur wenig zu spüren. Gamon fordert „Vereinigte Staaten von Europa“, Vilimsky will EU-Kompetenzen „zurückholen“. Lustig: Gamon schenkte Vilimsky ein „EU-Groupie“-Shirt. So hatte sie FP-Chef Strache genannt.

Schieder gegen Kogler – Rot-grüne Differenzen beim Thema Migration

Das Duell Schieder (SP) gegen Kogler drehte sich nur um Migration. Schieder nützte das für Kritik an Türkis-Blau. Kogler hielt der SP aber die Zeit unter Kanzler Faymann und die rot-blaue Koalition im Burgenland vor: „Es gibt eine Plakat-SPÖ: links blinken, rechts abbiegen.“ Schieder: „Ich verstehe nicht, warum er die Unterschiede hervorstreicht.“

Karas gegen Gamon – Gamon und Karas im Paarlauf der Solisten
Karas gegen Gamon – Gamon und Karas im Paarlauf der Solisten.

"Da steh' ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“, schreibt Goethe im Faust. Der Mann muss das Duell Gamon gegen Karas (VP) gesehen haben. Beide sind Parade-Europäer, beide wollen liberale Demokratie. Nur beim EU-Urheberrecht gab’s Differenzen. Die junge Wilde Gamon ist dagegen, Väterchen Karas dafür.

Voggenhuber gegen Schieder – EU-Krise und die Rolle der Sozialdemokratie

Ruppig zur Sache ging es im Duell Schieder gegen Voggenhuber. Letzterer nutzte Fragen zu Brexit und Griechenland für Angriffe auf die „mitverantwortliche“ SP. Schieder reagierte beleidigt: „Warum sind Sie so ein grantiger Mensch geworden?“ Einig war man sich bei EU-Volksabstimmungen: Beide wollen diese künftig bei „großen Reformen“.

Vilimsky gegen Kogler – Unmoralisches Angebot und Putin als Financier

Beim Punkt Klimawandel schlug Vilimsky Kogler eine „gemeinsame Achse“ in Sachen Tiertransporte vor. Das stieß bei Kogler auf verhaltenes Interesse. Untergriffig wurde es beim Block Energie und Atom. Da warf Kogler der FP vor, von Russlands Präsident Putin und der Gaswirtschaft abhängig zu sein. Vilimsky: „Unfair. Aber gut, es ist Wahlkampf.“

Schieder gegen Gamon – Zankapfel Neutralität und der Mindestlohn

Die Liberale gibt den Militärfan: Gamon fordert eine EU-Armee. Schieder beschwört stattdessen die Neutralität: An ihrem Wesen soll Europa genesen. Schieder will eine Sozial-Union mit Mindestlöhnen, Gamon nicht. Sie will dafür mehr Jobs schaffen. Der Mindestlohn verleite Unternehmer, nicht mehr als gerade nötig zu zahlen.

Voggenhuber gegen Karas – Karas’ Parteispenden und eine Abwesende

„Ich habe keine Parteispenden bekommen“, gestand Karas beim Thema Lobbying und Transparenz. Voggenhuber ging darauf ein, dass ursprünglich Staatssekretärin Edtstadler – Vertreterin der türkisen VP – als Duellantin vorgesehen war: „Die Riege hinter Karas steht nicht hinter Karas. Das ist ja die Tragödie seiner Kandidatur.“

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(mr)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pathfinder am 09.05.2019 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Blick zurück in der Geschichte

    lehrt uns dass Anfangs immer der Zusammenschluss stand um dann im Krieg mit Tausenden Toten zu enden. Das war bei Karl dem Großen, bei Napoleon, bei Schickelgruber und bei den Habsburgern so. Ich fürchte mich vor den Ideen von Fr. Gamon.

    einklappen einklappen
  • Blaumann am 09.05.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Alle gegen blau

    Vilimski wurde wie immer weniger Redezeit gegeben auch bei diesem duell

    einklappen einklappen
  • GJK am 09.05.2019 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Das war nix...

    Ganz schwaches Format der Sendung. Absolut überflüssig, kaum irgendwelche Information. Claudia Gamon hat substanziell nichts zu bieten, nur idealistische Phrasen.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • rudi am 09.05.2019 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grantig

    was wohl die vielen "spezialisten " kommentatoren kosteten ? wenn überhaupt schaue ich mir sowas auf oe24 an , nicht zeitgebunden weil in 4 tagen alle stunden wiederholt wird , voggenhuber sieht auch immer weg wenn er mit jemand diskutiert

  • Rudi16 am 09.05.2019 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Voggenhuber, Schieder einfach unnötig!!!

    Solche abgehobenen, hat die Welt noch nicht gesehen!!! Voggenhuber soll in ein Pensionistenheim gehen, und der Schieder soll sich zu seiner Wehsely vertschüssen!!! Solche Leute braucht niemand in der EU!!! Beide sind nur Schädlinge, die dem Ansehen Österreichs in der Welt schaden!!!

  • Judge Dredd am 09.05.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Justice

    Ach die Neos wollen die Vereinigten Staaten von Europa ? Wow das Projekt schreitet ja toll vorran (Griechenland, England, Gelbwesten Halbe Bürgerkriege durch Links Rechts Fraktionen) Das wird ein Tolles Projekt viel Spaß dabei es Funktioniert nur leider nicht und ist Lug und Betrug unter dem Decknamen Friedensprojekt ich sehe keinen Frieden in Zukunft in Europa !

  • Django am 09.05.2019 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der 30ig jährige Krieg

    wurde auch nicht durch einen Sieg, sondern durch einen Europa Vertag beendet. Und warum brauchen wir jetzt schon wieder eine neue EU die sowieso wieder zum scheitern verurteilt und ist?

  • Seiler am 09.05.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    unwählbar

    Dieser Vilimsky sieht so unsympatisch aus. Und sobald er anfängt zu reden wird man vom ersten Eindruck nur bestätigt. Was qualifiziert ihn eigentlich zum Politiker? Er hat nicht gerade die beste Bildung.

    • Motz am 09.05.2019 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Seiler

      Der Schieder und die seinesgleichen sind auch sehr unsyphatisch

    • Kritischer Geist am 09.05.2019 11:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Seiler

      Wenn Sie die Qualität eines Politikers nach dessen Sympathie beurteilen, machen Sie schon den ersten Fehler. Es geht bei einem Politiker immer noch primär darum, für welches politische Programm er steht.

    • franka am 09.05.2019 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Seiler

      im Gegenteil, er ist einer der sympathischsten.

    • Balduin am 09.05.2019 16:51 Report Diesen Beitrag melden

      Vilimsky ist zu dumm um sein

      Inneres nicht nach aussen dringen zu lassen. Unsympathisch ist eine Untertreibung, der Mensch ist unmöglich.

    • Wm am 09.05.2019 21:50 Report Diesen Beitrag melden

      Wm

      Woher kennen sie seinen Bildungsweg, Glaskugel, oder ähnliches wie Falter

    einklappen einklappen