Große Aktion für Mitglieder

02. März 2018 14:28; Akt: 02.03.2018 14:51 Print

AK und ÖGB fragen jetzt: "Wie soll Arbeit?"

"Wie soll Arbeit ?", fragen AK und ÖGB ganz nach dem Vorbild so mancher Werbe-Slogans. Aus den Antworten soll ein Aktionsplan geschmiedet werden, um die Arbeitswelt zu verbessern.

Norbert Schnedl, Erich Foglar, Rudolf Kaske und Erwin Zangerl (v.l.) (Bild: Fischer)

Norbert Schnedl, Erich Foglar, Rudolf Kaske und Erwin Zangerl (v.l.) (Bild: Fischer)

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Die Arbeiterkammer (AK) und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) starten gemeinsam die „größte Kontaktoffensive der Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten“. Münden soll die Befragung in ein Aktionsprogramm, wie AK-Präsident Rudolf Kaske in einer Pressekonferenz am Freitag erklärte.

Umfrage
Glauben Sie, dass sich durch solche Befragungen etwas ändert?
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8 %
38 %
Insgesamt 213 Teilnehmer

Unterstützung erhielt Kaske von ÖGB-Präsident Erich Foglar, Erwin Zangerl, dem Präsidenten der AK Tirol und von Norbert Schnedl, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Sie wollen nun „eine neue Art einer Initiative starten, die es in dieser Form in einer Interessenvertretung noch nie gegeben hat“.

Sieben Schwerpunkte

Laufen wird die Kampagne unter dem grammatikalisch durchaus bedenklichen Titel „Wie soll Arbeit?“ und sieben Schwerpunkte haben: Arbeitszeit, Lohn- und Sozialdumping, Gleicher Lohn für gleiche Leistung, Wohnen, Digitalisierung, Pensionen und Soziale Sicherheit.

Gefragt wird, ob der 12-Stunden-Tag auch künftig die Ausnahme bleiben und sämtliche Zuschläge erhalten bleiben sollen, ob die gleiche Entlohnung von Frau und Mann in ganz Österreich durchgesetzt werden soll oder ob eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters „abgewehrt“ werden soll. Enthalten ist auch ein Serviceteil, in dem die AK fragt, welche Leistungen der Kammer den Mitgliedern besonders wichtig sind.

Der Fragebogen

Eingeladen sind alle ArbeitnehmerInnen in Österreich – auch wenn sie sich gerade in Karenz befinden, auch wenn sie gerade eine andere Stelle suchen. In den Mitgliederzeitschriften von AK oder ÖGB wird dazu aufgerufen, einen Fragebogen auszufüllen – egal ob auf einer Postkarte oder auf der Webseite www.wie-soll-arbeit.at oder unter #wiesollarbeit auf Twitter.

Dass nicht eruiert wird, ob den Arbeitnehmern die Höhe der AK-Umlage (0,5 Prozent) recht ist, verteidigte Kaske damit, dass man erst jüngst eine repräsentative Umfrage unter 5.000 Personen durchgeführt hatte und keine der befragten Gruppen dabei gemeint habe, dass der Beitrag nicht passe. Diese Frage hat insofern Relevanz, als die Regierung den Kammern vorgegeben hat, hier Einsparungen vorzunehmen. Ansonsten könnte gesetzlich eingegriffen werden.

Erste Ergebnisse im Juni

Die Fragebögen werden von Ifes analysiert. Der Input, der aus anderen Kontakten mit den Beschäftigten stammt, wird ebenfalls berücksichtigt. Erste Ergebnisse sollen bereits im Juni beim ÖGB-Bundeskongress und bei der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer präsentiert werden.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • t & f am 02.03.2018 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    die leiharbeitsfirmen, also

    - die menschenhändler könntet ihr dann auch gleich verbieten wenn ihr schon dabei seid. deren existenz ist wirklich in keiner weise begründbar.

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  • t & f am 02.03.2018 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    also ein ganzer, vollständiger

    satz hätte es schon sein können. ich kann euch sagen wie arbeit geht: - massive verkürzung der arbeitszeiten sowohl täglich als auch in der lebensarbeitszeit. - stärkung der rechte der arbeiter, rücknahme einer vielzahl von verschlechterungen - einführung eines BGE's und trennung von werktätigkeit und einkommen - bildungspflicht für alle staatsbürger bis zum 21. lebenjahr - herabsenkung des pensionsalters für männer und frauen - beendigung einseitiger arbeitsrechttlicher und arbeitspolitischer bevorzugung von frauen zum zwecke der schaffung von schlechteren bedingungen für alle arbeit"nehmer"

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  • Angel66 am 03.03.2018 00:35 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wird rückgezahlt!

    Jedes Jahr im Frühherbst raunzen die Unternehmer/Arbeitgeber wie schleeeecht die Wirtschaftslage seu..und dass sie kurz vor dem zusperren wären...bei den darauf folgenden Lohnverhandlungen erpressen sie die Arbeitnehmervertreter mit Kündigungen der Arbeitnehmer wenn Gehalt/Lohn steigen soll. Nach den Lohnverhandlungen, meist um die Weihnachtszeit..wenn alles unterschrieben ist (1 oder 2% Lohnerhöhung) ..urplötzlich wieder Rekordumsätze und Rekordgewinne, der Tourismus überschlägt sich fast wegen RekordNächtigungszahlen..jedes Jahr das selbe Theaterstück. 6std.Arbeitstag ohne Lohnabzug!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gikosch am 05.03.2018 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Wie soll man AK und GBÖ ernst nehmen, wenn sie nicht einmal einen vollständigen Satz zustande bringen?

    • Alter Sack am 05.03.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

      leses sie mal die anderen Postings

      Es genügt wenn es einer erwähnt, warum müssen sie alle diesen blöden unvollständigen Satz erwähnen, haben sie einen Beitrag zum Thema? Daß die FPÖ der Feind der Werktätigen und deren Vertretungen ist weiß inzwischen jedes Kleinkind.

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  • Auchnemeinung am 04.03.2018 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Grammatikalisch von dem

    Roten Verein so formuliert, dass es auch ANDERE verstehen.

  • GS 4 am 04.03.2018 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    AK und ÖGB

    Scheixx Gewerkschaft hat uns beim Sicherheitsdienst die Mehrfachverwendung eingebrockt, eine Verschlechterung für den Wachmann weil er für alles und überall verwendet werden kann, die falschen Läuse die Verantwortlich waren sind jetzt in Pension und lachen sich eines, wer weiß was sie dafür bekommen haben, Verräter!!!!

    • t & f am 05.03.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

      hättens was anständiges gelernt

      wachdienstler sind ohnehin überbezahlt, ein loserjob für jene die mal abgestürzt sind.

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  • Poidinger am 04.03.2018 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prädikat

    Da braucht es noch ein Wort am Ende.

  • Fred von Jupiter am 03.03.2018 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaub's nicht

    Haben die beiden Vereine aufgrund der vielen Rechtsfälle, mit welchen sie tagtäglich konfrontiert sind, selber genug Antworten? Oder ist ihnen der Begriff Arbeit innerhalb ihrer geschützten Werkstätten fremd?