400 Mio. alleine in Immobilen

18. Juli 2018 06:00; Akt: 17.07.2018 16:53 Print

AUVA verfügt über 1,1 Mrd. Euro an Rücklagen

Eine parlamentarische Anfrage der Liste Pilz deckt auf: Die österreichischen Sozialversicherungen haben fast sechs Milliarden Euro in Rücklagen.

Die AUVA, im Bild die Hauptstelle in Wien-Brigettenau, hat etwas mehr als eine Milliarde Euro für Investitionsabsicherungen und unerwartete Kosten zurückgelegt. (Bild: Wikipedia)

Die AUVA, im Bild die Hauptstelle in Wien-Brigettenau, hat etwas mehr als eine Milliarde Euro für Investitionsabsicherungen und unerwartete Kosten zurückgelegt. (Bild: Wikipedia)

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Die österreichischen Sozialversicherungen und Krankenkassen sitzen auf Rücklagen in Höhe von fast sechs Milliarden Euro. Das zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Liste Pilz durch Sozialministerin Hartinger-Klein (FP).
Das meiste Geld auf der hohen Kante hat die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) mit rund 1,5 Milliarden Euro, gefolgt von der (AUVA), die 2017 immerhin 1,1 Milliarden Euro in Reserve behielt (s. Grafik).

Umfrage
Soll die AUVA aufgelöst werden, oder nicht?
30 %
68 %
2 %
Insgesamt 2338 Teilnehmer

Immobilen, Wertpapiere und Bargeld formen die Rücklagen

Wie Rücklagen aufgebaut werden, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. So verzichten die Gebietskrankenkassen im Burgenland und in Vorarlberg komplett auf Bargeld-Rücklagen. Die AUVA dagegen verfügt über knapp 120.000 Euro in bar. Bei Immobilien-Vermögen ist die Unfallversicherung mit mehr als 400 Mio. Euro klarer Krösus. Bei den Wertpapieren liegt sie mit 342 Mio. Euro immerhin auf Platz zwei.
Die einzige Kasse, bei der die Rücklagen negativ sind, ist die Wiener Gebietskrankenkasse mit minus 41 Mio. Euro. Allerdings: Sie verfügt über Immobilien im Wert fast 53 Mio. Euro.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pigadia am 18.07.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    gestzlich!

    Dass diese Rücklagen gesetzlich gebildet werden MÜSSEN, steht nirgendwo im Artikel. Und man munkelt ja, dass das ein Mitgrund ist, warum die AUVA aufgelöst werden soll. Einfach um an die Rücklagen heranzukommen.

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  • Seitenblick am 18.07.2018 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alles Gold was glänzt

    Liebes Heute-Team ihr seid ein bisserl uninformiert. Macht euch schlau. Die Rücklagen sind zumeist keine Geldwerte sondern Liegenschaften die von Schuldnern als Abgeltung an die Sozialversicherungsträger abgetreten wurden und dienen für die Besicherung von günstigen Krediten da der Bund seinen Verpflichtungen erst mit Verspätung nachkommt. Wenn jetzt alle Liegenschaften verkauft werden würde das für den Steuerzahler eine enorme Belastung bedeuten da es keine günstigen Überbrückungskredite mehr gäbe. Abgesehen davon steigt der Wert der Liegenschaften im Laufe der Jahre. Also ein Vorteil

  • Ehklar am 18.07.2018 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Abgesehen davon, dass Rücklagen betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, wäre eine "Auflösung" ein billiger Schmäh (auf Sicht leider ein teurer!) SO hat bisher jede Diskussion begonnen, die mit "Privatisierung" geendet hat. In Wahrheit ein Raubzug! Und wenn Die Träger dann Mieten zahlen, soll's billiger werden?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • nau JOOO am 20.07.2018 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    da könntesn die von der regierung

    vorgeschriebenen 500 millionen an einsparungen doch aus der portokasse zahlen und nicht auf die arbeitenden menschen abschieben.

  • Lupo am 18.07.2018 23:51 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt ist auch

    klar, warum diese Chaosregierung mit dieser "auffälligen" Sozialministerin alles privatisieren will. Die wollen sich einen riesigen Reibach machen bzw. für ihre Freunderl ein patziges Geschäft herausschlagen. Und in paar Jahren haben wir dann wieder so einen Fall KHG mit jahrelangen Gerichtsverfahren bzw. mit enormen Schulden statt einer Kasse, die den Versicherten gehört.

  • petzi am 18.07.2018 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Betroffener

    Aus diesem Grund und da wir in Wien immer mehr werden, wäre es nicht gut Krankenhäuser wie das BÖHLER zu schließen. Damit man als kranker Mensch noch länger warten muss,und schon gar nicht eine Zusammenlegung mit einen Krankenhaus das in Freundlichkeit und Geschwindigkeit nicht an das BÖHLER heran kommt.

  • maverick am 18.07.2018 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbedienungsladen?

    Rücklagen sind natürlich wirtschaftlich sinnvoll. Wenn es dann aber um solche Beträge geht, frage ich mich schon, warum dann dauernd die Gebühren und Abgaben erhöht werden? Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.

    • Lupo am 18.07.2018 23:54 Report Diesen Beitrag melden

      Die Beiträge

      zu den Kassen wurden schon ewig nicht mehr erhöht ! Sie behaupten Unsinn/Dumpfsinn !!

    einklappen einklappen
  • Angel66 am 18.07.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Männer können nicht wirtschaften...oder?

    Also ich denke, dass jeder eine Rücklage/Sparbuch hat, für magere Zeiten, oder für Anschaffungen!...aber, dass ich meine Kinder hungern lasse, damit mein Sparbuch fetter wird....auf die Idee käme ich als Mutter/Hausfrau nicht!!! Typische Männerwirtschaft! ...löchrige Socken, Unterhosen, aber einen HUMMER fahren... kicher...