"Misch dich ein!"

26. März 2018 07:32; Akt: 26.03.2018 07:45 Print

Anleitung zu Protest gegen Regierung aufgetaucht

Eine Broschüre ruft Österreicher dazu auf, ihre Stimme gegen unliebsame Vorhaben der Regierung zu erheben. Es kommen auch Ex-Politiker zu Wort.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). (Bild: Helmut Graf)

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). (Bild: Helmut Graf)

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Die Organisation "#aufstehn" hat anlässlich der ersten 100 Tage Schwarz-Blau die Anleitung "Misch dich ein!" veröffentlicht. Es handelt sich um eine Art Anleitung zum Protest gegen unliebsame Vorhaben der Regierung. Das Dokument soll zeigen, wie Österreicher "die Politik" direkt ansprechen, beeinflussen und überzeugen können.

Umfrage
Sind Sie mit der Arbeit der Regierung zufrieden?
36 %
12 %
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43 %
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Insgesamt 30205 Teilnehmer

"Wir haben in den ersten 100 Tagen mit Kürzungen im Sozial- und Integrationsbereich, Nazi-Skandalen und Umfärbungsaktionen schon einen Vorgeschmack erhalten, was uns in den kommenden Jahren blühen könnte. Gleichzeitig haben wir in den vergangenen Wochen hunderte Anfragen von Menschen erhalten, die aktiv werden und sich für ihre Anliegen einsetzen wollen", so Maria Mayrhofer, Geschäftsführerin von "#aufstehn".

"Ein lebendes Dokument"

Die Anleitung erklärt parlamentarische Prozesse von innen, stellt die Personen und Abläufe in Ministerien vor, präsentiert Taktiken und zeigt anhand von Beispielen, wie Engagement von Bürgern zu politischer Veränderung geführt hat. Dabei kommen auch ehemalige Mitarbeiter im politischen Betrieb sowie ehemalige Abgeordnete selbst zu Wort.

Unter anderem haben Sigrid Maurer, Sonja Ablinger und Marco Schreuder aus ihrer Zeit als Abgeordnete beschrieben, wie Bürgerkontakt ihrer parlamentarischen Arbeit und ihrer Meinungsbildung geholfen hat. "Die Anleitung ist ein lebendes Dokument, das laufend weiter wächst und mit dem Wissen von Personen mit Erfahrung auf unterschiedlichen politischen Ebenen ergänzt wird", erklärt Mayrhofer.

Gratis downloadbar ist das Dokument auf hwww.aufstehn.at/misch-dich-ein.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michael Liebe am 26.03.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Wahlen sind nicht so

    ausgefallen, wie Sie sich das gewünscht haben? Dann protestieren Sie! Sie müssen die neue Regierung nicht akzeptieren, auch wenn sie regulär gewählt ist. Und gleich gegen Putin, Russland und Trump mit demonstrieren. Demokratie ist nur schön, wenn sie den eigenen Bedürfnissen entspricht.

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  • AuchneMeinung am 26.03.2018 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Bei den Namen

    der "Prominenten" geht einem gleich das bekannte Licht auf!

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  • Anna-Maria am 26.03.2018 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es zählt doch nur die Farbe?

    Wo war das Engagement, als Rot-Grün unser Leben für immer veränderte?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 27.03.2018 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Krankes Demokratiebild....

    Ich bin zwar kein FPÖ Wähler, aber ich finde, man sollte bei einem eventuellen nächsten SPÖ, Grüninn Wahlsieg ebenso reagieren, Sofort gewaltsame Demonstrationen, Anleitungen veröffentlichen, wie man der neuen Regierung das Leben möglichst schwer machen kann, permanent den Rassimus, Sexismus der selbsternannten Obermoralisten aufzeigen....

  • Calimero am 26.03.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aussage

    "Man könnte auch einen Hydranten als Finanzminister hinstellen und würde ein ausgeglichenes Budget zustande bringen." Weil die Steuereinnahmen "wie arabische Ölquellen" sprudeln, meint Neos-Chef Matthias Strolz.

  • Max Mustermann am 26.03.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Danke, aber nein Danke

    Danke liebe "Heute" für die Info. Nachdem Ihr auch erwähnt, wer aus seiner Zeit als Abgeordneter die parlamentarische Arbeit beschreibt, weiss ich, um welchen Schmarren es sich bei "#aufstehn" nur handeln kann. Die Stinkefinger-Maurer meldet sich dort auch zu Wort. Da weiß ich dann schon, woher der Wind weht.

  • ray becker am 26.03.2018 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so schauts aus

    das volk ist aufgestanden und hat sich eingemischt. das zauberwort heisst wahl. und wenn ich sigi maurer schon lese.....

  • Moritz Prühl am 26.03.2018 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Patriot liebt sein Land, aber ....

    Ein Patriot liebt sein Land - aber das heißt nicht automatisch, dass er die Regierung auch lieben muss. In einer wirklichen Demokratie muss sich die Regierung vor dem Volk "fürchten" und nicht das Volk fürchtet sich vor der Regierung. Wie das dann aussieht kann sehr gut in Russland oder seit einiger Zeit in der Türkei beobachtet werden - das sind aber Ein-Mann-Demokratien mit pseudodemokratischen (früher volksdemokratischen) Wahlen als "demokratische" Inszenierungen