Kritik an Flüchtlingbetreuung

19. Juni 2018 14:32; Akt: 19.06.2018 17:34 Print

'Politik will an Missständen nichts ändern'

"Ärzte ohne Grenzen" und das Betreuungszentrum "Hemayat" kritisieren Missstände im Umgang mit Flüchtlingen – und den "politischen Unwillen" etwas zu ändern.

Die Situation in Libyen sei

Die Situation in Libyen sei "unmenschlich". (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Verein "Hemayat" in Wien-Alsergrund hat 415 Flüchtlinge, darunter 88 Minderjährige, auf der Warteliste für einen Therapieplatz stehen. Alle von ihnen haben Kriegsgräuel oder Folter am eigenen Leib erlebt. Für dringend nötige psychische Betreuung fehlt jedoch das Geld.

Barbara Preitler vom Betreuungszentrum Hemayat sagt am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Weltflüchtlingstags, der am Mittwoch begangen wird: "Wir würden uns wünschen, dass es sowas wie ein Screening gibt, damit besonders schutzbedürftige Flüchtlinge als solche erkannt werden und es sofort adäquate Behandlung gibt."

Inhumane Zustände

Die Abschottungspolitik von der Europäischen Union wird scharf kritisiert, allen voran die Zustände in Massenlagern wie etwa auf der griechischen Insel Lesbos. Monika Gattinger-Hohlböck von "Ärzte ohne Grenzen" sagt dazu: "Für mich war es schockierend und ziemlich unerträglich zu sehen, dass es bei uns in Europa einen Ort gibt, wo Menschen so unmenschlich behandelt werden und dieser Zustand von Politikern offensichtlich so gewollt ist."

Beide Vereine sehen den Grund für fehlende Kompetenzen bei der Flüchtingsbetreuung allen voran im fehlenden politischen Willen.

Am Mittwoch gehen in Österreich zahlreiche Menschen gegen die türkis-blaue Asylpolitik auf die Straße. Die "Plattform für eine menschliche Asylpolitik" ruft zum Protest auf. Im Zuge dessen soll auch das Sommerfest von Kanzler Kurz gecrasht werden.

Die Bilder des Tages:
Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Lüdin am 19.06.2018 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Dass...

    andere europäische Staaten, besonders in Osteuropa, sauer auf Deutschland, Frankreich oder Österreich sind die Millionen Muslime unkontrolliert reingelassen haben bzw. nicht abschieben, verwundert in der Tat nicht. Denn diese Staaten haben durch die offene EU die Radikalen auch bald am Hals.

  • Hades am 19.06.2018 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufräumpartie

    Man hätte es erst gar nicht soweit kommen lassen dürfen. Türkis-Blau können nun hinter Rot-Grün herräumen

  • Meinunsager_von heute am 19.06.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Ende mit der Willkommen-Kultur

    Die Menschen in Europa haben es auch nicht mehr so leicht. Entweder sind sie von der Arbeitslosigkeit oder von einem zu geringen Einkommen geplagt. Besonders die heutigen Familien sind Armutsgefährdet. Den Flüchtlingen muss vor Ort geholfen werden!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Trinchen am 19.06.2018 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe einen

    Vorschlag zu machen. Wenn es um diese armen Menschen geht und nicht nur ums Geld, dann gibt es immer noch die Möglichkeit ehrenamtlich tätig zu sein.

  • Laura am 19.06.2018 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zweierlei Maß?

    Es gibt auch für Österreicher nicht genug Therapieplätze. Das ist ein generelles Problem nicht nur das von Flüchtlingen

  • Meinunsager_von heute am 19.06.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Ende mit der Willkommen-Kultur

    Die Menschen in Europa haben es auch nicht mehr so leicht. Entweder sind sie von der Arbeitslosigkeit oder von einem zu geringen Einkommen geplagt. Besonders die heutigen Familien sind Armutsgefährdet. Den Flüchtlingen muss vor Ort geholfen werden!

  • Hades am 19.06.2018 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufräumpartie

    Man hätte es erst gar nicht soweit kommen lassen dürfen. Türkis-Blau können nun hinter Rot-Grün herräumen

  • Peter Lüdin am 19.06.2018 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Dass...

    andere europäische Staaten, besonders in Osteuropa, sauer auf Deutschland, Frankreich oder Österreich sind die Millionen Muslime unkontrolliert reingelassen haben bzw. nicht abschieben, verwundert in der Tat nicht. Denn diese Staaten haben durch die offene EU die Radikalen auch bald am Hals.