Gewaltbereitschaft steigt

17. Juli 2018 06:00; Akt: 17.07.2018 06:14 Print

Attacken auf Polizisten: Anstieg um 55% seit 2000

Im Vorjahr verletzten sich 2.289 Polizisten im Dienst. 1.099 dieser Verletzungen passierten durch Fremdeinwirkung. Im Jahr 2002 waren es erst 707 Fälle.

(Symbolbild) Die Zahl der Attacken auf Polizisten steigt an. (Bild: picturedesk.com)

(Symbolbild) Die Zahl der Attacken auf Polizisten steigt an. (Bild: picturedesk.com)

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Die Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten steigt. Das zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Innenminister Herbert Kickl (FPÖ): 2016 und 2017 überstieg die Zahl der durch Fremdeinwirkung verletzten Beamten jeweils die 1.000er-Marke. Negativer Höhepunkt waren im Vorjahr 1.099 Fälle.

Umfrage
Brauchen Österreichs Polizisten mehr Schutz?
91 %
8 %
1 %
Insgesamt 164 Teilnehmer

Wien ist Spitzenreiter bei Gewalt gegen Polizisten

Mit Abstand die meisten davon passierten wenig überraschend in Wien: Die 44 schwer verletzten Polizisten in der Bundeshauptstadt machten 60 % aller derartigen Fälle aus. Keine schwer Verletzten gab es nur im Burgenland und in Kärnten (s. Tabelle).
Nach dem ersten Quartal 2018 mit 262 Verletzten dürfte die 1.000er-Marke heuer leider erneut erreicht werden.
Die Zahl der durch Fremdeinwirkung getöteten Beamten beträgt seit 2000 übrigens 14. Einzig erfreulich: Nach zwei Todesfällen 2016 gab es im Vorjahr keine Toten.

Zu den Suiziden innerhalb der Polizei werden laut Innenministerium keine entsprechenden Statistiken geführt.

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(bob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wachmann am 17.07.2018 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    umdenken und härter werden

    Bei dokumentierten Widerstand gegen die Staatsgewalt müsste beim Ersten Mal eine unbedingte Haft von 6 Monaten erfolgen, beim Zweiten Mal 12 usw..... da würden man sehen wie schnell sich diese Unart wieder legen würde. Ein Anzeige auf freien Fuß ist für solche Täter ein Scherz, wenn es eine Geldstrafe oder bedingte Haft gibt lachen die sich natürlich krumm, bei uns sind bis zu 22 Vorstrafen sowieso wie tägliches Brot.

  • Unbekannt am 17.07.2018 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird noch schlimmer weden

    Man kann täglich lesen wer die grawalmacher sind.

  • Soldat am 17.07.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Polizei, ein Schatten seiner selbst

    Da stecken Halbwüchsige in einer Uniform, die trotz Gewichten an der Hüfte vom Wind davon gtragen werden können und vom Leben keine Ahnung haben. Sie stehen einer fremden Kultur gegenüber, die weder einen Rechtsstaat akzeptierten noch weibliche Beamte als Autoritätsperson respektieren. Kein Wunder, dass die jungen Polizisten hier völlig überfordert sind. G'standene Mannsbilder, 2 m groß, 100 kg schweres Muskelpaket und ausgestattet mit wesentlich mehr Durchgriffsrechten, das würde der Exekutive gut tun!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Weilswahris am 18.07.2018 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz normal....

    Der freie Fuß von den "TäterschutzrichterInnen" macht es möglich. Tauscht die endlich aus, zum Schutz unserer Polizei.

  • Andre am 17.07.2018 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Handhabe für die Polizei

    Man sollte der Polizei mehr rechte einordnen denn diese verböte sowie zu wenig Handhabe dass gehört geändert

  • Grüne Verweigerer am 17.07.2018 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Warum das so ist?

    Weil noch immer die rotgrüne Kuscheljustiz da ist. Ich habe den Eindruck, dass die seit vielen Jahren ganz gezielt gegen Innenminister und Polizei arbeiten.

  • Paul am 17.07.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    "Wien ist Spitzenreiter"

    Wien wird doch immer sichererer!? Oder etwa doch nicht?

    • Korbi am 18.07.2018 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paul

      Dort wo viele Menschen auf engen Platz Leben passiert immer mehr. Das ist nichts untypisches

    • Kritischer Geist am 18.07.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Korbi

      Nur ist Gewalt gegen Polizisten eben NICHTS untypisches mehr. Das war es vielleicht einmal vor 20 Jahren. Zwischenzeitlich ist aber einiges in die falsche Richtung gelaufen in Wien und in ganz Österreich. Und was das war, wissen Sie ganz genau.

    • Korbi am 18.07.2018 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kritischer Geist

      Polizisten sind Berufsbedingt an Orten, in denen eher beteiligte Angriffen und verletzt werden. Es ist jeder Angriff schade und sollte nicht sein. Dennoch ändert es nichts daran, dass sie generell einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

    • Alex am 22.07.2018 10:35 Report Diesen Beitrag melden

      an Korbi

      Und warum nimmt die Gewalt gegen Feuerwehr und Rettungsfahrer zu? Ist das für sie auch typisch? Oder gegen Ärzte und Krankenschwestern...

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  • Ernesto am 17.07.2018 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Besser ausstatten

    Jeder Polizist sollte zusätzlich mit einen Taser und einen Schlagstock ausgerüstet sein und gleich einsetzen dürfen.

    • Pewi am 18.07.2018 07:36 Report Diesen Beitrag melden

      wehrlose Polizei!!

      Absolut gute Einschätzung. Der Gummiknüppel wurde vor langer Zeit eingezogen, die nunmehrige mindergefährliche Waffe der Pfefferspray bietet für ca. 2 Sekunden Schutz, dann heisst es laufen oder einstecken. Das Einstecken kennen die Polizisten nun wie man sieht zur genüge.

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