Social Media

16. Juni 2019 13:35; Akt: 16.06.2019 15:10 Print

Mehr Kritik auf Straches eigener Facebook-Seite

Der gefallene FPÖ-Chef wird auf seiner Facebook-Seite nun auch mit zahlreichen ablehnenden Reaktionen konfrontiert.

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Heinz-Christian Straches offizieller Facebook-Auftritt war mit seinen knapp 800.000 Fans eine Machtbasis der FPÖ im Sozialen Netzwerk, in die die Partei beträchtliche Mengen an Geld investiert hat. Betreut wurde der Auftritt des mittlerweile gefallenen FP-Politikers von mehreren Personen, auch Ehefrau Philippa Strache gehörte zum Team. Strache selbst legte großen Wert auf den direkten Kanal zu seinen Fans, nützte ihn auch als Stimmungsbarometer. Nun mischen sich dort immer mehr negative Wortmeldungen unter die Kommentare.

Große Zahl an Negativkommentaren

Zu den Aufgaben eines Social-Media-Betreuers gehört unter anderem das Löschen von Hasspostings. Bei Auftritten politischer Akteure werden aber oft auch Negativkommentare, die keine strafrechtliche Relevanz haben, entfernt oder verborgen. Kritik an Strache suchte man auf seiner eigenen Seite vor dem Ibiza-Skandal meist vergeblich. Das hat sich nun geändert.

Unter einem Beitrag, in dem Strache mit dem Rücktritt vom Rücktritt kokettiert, häufen sich derzeit etwa Wortmeldungen wie "Wie wäre es mit ehrlicher Arbeit?" und "Mach was Sinnvolles – werde Altenpfleger" (Diashow oben).

Seitenmoderation eingeschlafen?

Obwohl die Freiheitliche Partei noch immer im Impressum der Facebook-Seite steht, scheinen deren Moderatoren – 9 Personen sind auf Straches Präsenz als Manager eingetragen – also die Hände in den Schoß gelegt zu haben. Medien hatten zuvor über einen Machtkampf zwischen der Partei und ihrem ehemaligen Chef um den Facebook-Auftritt berichtet.

Beide Seiten dementierten einen Konflikt, Strache beanspruchte das Profil aber entschieden für sich. Seit dem Rücktritt hat dort übrigens nicht nur die rigide Kontrolle der Kommentare abgenommen. Auch sämtliche Werbeanzeigen, die sich die FPÖ zuvor Zehntausende Euro kosten ließ, wurden gestoppt – ist Strache doch offiziell in der Partei (vorerst) nicht mehr aktiv.

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(cty)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Freiheitlicher am 16.06.2019 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauberkeit

    Vielleicht kommt man in der Parteiführung endlich drauf das man viele Wähler verärgert. Egal was wie oder wann Herr Strache diese unglückseligen Äußerungen gemacht hat. Er war im Nationalrat und Parteiführer. Jetzt kann er zeigen wie man sich korrekt verhält. Selbiges gilt für seine Frau. Keine Versorgungsposten! Von Sauberkeit sprechen aber selber nicht dran halten. Die Wähler werden`s danken!

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  • Fred von Jupiter am 16.06.2019 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Kritik

    Straches FB-Auftritt bestätigt im Prinzip seine Worte von Ibiza, wo er von der Übernahme der Krone seine Machtübernahme abhängig machte. Kritiker sollen zensuriert und mundtot gemacht werden. Nun, da er weg vom Trog ist, will er seine Mitarbeiterin und gleichzeitig Ehefrau positionieren. Das ist dann gelebte Demokratie in seinem Sinne.

  • Snensor am 16.06.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Tja...

    Wundert mich nicht. Der Großteil der Österreicher lässt sich halt nicht gerne veräppeln so wie Strache es mit seinen letzten Aktionen getan hat. Da ist es nicht überraschend das die FPÖ nun bei vielen Wählern komplett durch ist. Die FPÖ hat versprochen nicht wie die anderen Parteien zu sein(Keine Freunderlwirtschaft, Postenschieberei, Umfärbeaktionen) jedoch stellt sich nun raus das, dass alles gelogen war. Also gibts jetzt auch keinen Grund mehr die zu wählen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Prohaska Ludwig am 16.06.2019 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die Löwinger-Bühne war dagegen

    ein endenwollendes Lustspiel in 3 Akten :) Nichtsdestotrotz hat mich die Politik der letzten 2 Jahre seltener so köstlich amüsiert! Ich bin dafür, dass dieser Mann (HC) noch die nächsten 15 Jahr der österr. Politik erhalten bleibt - er und manch andere sämtlicher Parteien führen mir mehrmalig pro Jahr vor Augen, dass es egal ist, was oder wen ich in Österreich wähle! :)) Das Recht geht von den POLITIKERN und nicht vom Volk aus :) Danke HC

    • Maria am 17.06.2019 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Prohaska Ludwig

      Politik ist immer nur Selbstbezogen und das gilt fuer alle.

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  • Tante Rudi am 16.06.2019 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist schon untragbar

    Ich empfehle, dass sich die Familie Strache komplett zurückzieht. Vielleicht nach Eivissa. Damit endlich wieder Ruhe einkehrt.

  • Meinung am 16.06.2019 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    offene Meinung

    Sehr geehrter Herr Strache, bitte verlassen Sie die Politik. Sie haben einen unverzeihbaren Fehler begannen, dass Sie sich mit unnötigen Verteidigungsversuchen herausreden wollen. Sie schaden der FPÖ, Sie schaden Österreich, jedoch das wichtigste ist, dass Sie Ihrer Familie schaden. Die Justiz wird feststellen ob eine Straftat gegangen wurde. Zeigen Sie Rückgrat und gehen Sie in die Privatbrache, es gibt noch einige fähige Politiker in der FPÖ die Ihrer Aufgaben sehr leicht übernehemen können

    • Ja ja am 17.06.2019 09:54 Report Diesen Beitrag melden

      Ja ja

      Einige sind schon in den Nahen Osten oder nach Südamerika abgewandert ... Manch eine auch nach Deutschland. Sind doch gute Vorbilder für Sie. - Da kann man dann vom Ersparten leben oder eben in die Selbständigkeit gehen. Nicht in weitere Unselbständigkeit.

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  • Truderl am 16.06.2019 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kritik

    Wenn einer schon am Boden liegt muss man nicht nachtreten

    • Rosa am 16.06.2019 18:41 Report Diesen Beitrag melden

      @ Truderl

      Ja warum liegt er denn am Boden?

    • Antonella am 16.06.2019 19:02 Report Diesen Beitrag melden

      Uneinsichtig

      Strache liegt nicht am Boden; er schickt seine Frau ins Parlament. Er sollte sich jetzt mal in Demut üben und nicht von Unschuld faseln. Jeder macht Fehler, aber der Unterschied ist der Umgang damit

    • hobbyfotowien am 16.06.2019 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Truderl

      Der hier am Boden liegt, liegt nicht sondern wartet auf den Startschuss. Ich behaupte das alles was in den letzten Wochen passiert ist ein abgekartetste Spiel ist, das hier alles geplant wurde, man hat damit gerechnet das die Wähler so reagieren und die Vorzugsstimmen reichen und die Frau dann in den Nationalrat geht! Damit ist man auf beide Seiten abgesichert, auch wenn am Montag die Absage kommt sobald seine Frau im Nationalrat ist geht er nach Brüssel!

    • @Rosa.. am 16.06.2019 20:34 Report Diesen Beitrag melden

      Weil er Dinge

      Angesprochen hat die keiner wagt ernsthaft zu hinterfragen? Wo bleiben die Task Forces zur Klärung der Vorgänge Wasserverkauf bzw. Pacht und z.B. Interventionen im Bezug auf Hrn. Dichand? Hier tritt nähmlich keiner nach..

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  • franka am 16.06.2019 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der

    hass und Neid ist was grausliches. ich bin überzeugt das die negativen Posts mit Sicherheit keine FPÖ ler sind

    • Rosa am 16.06.2019 18:44 Report Diesen Beitrag melden

      @franka

      Da wäre ich mir nicht so sicher.

    • Fortitudo am 16.06.2019 19:54 Report Diesen Beitrag melden

      @franka

      Strache ist kein Guru einer Sekte mit hörigen Anhängern - auch wenn sich viele seiner Unterstützer genau so verhalten! Ich habe immer die FPÖ gewählt und werde nie etwas anderes wählen, allerdings werde ich gar nicht wählen, solange der/die Strache irgendwas um oder mit der Partei was zu tun haben. Ich verstehe seine immer-noch-Unterstützer nicht. Durch diese, vom Lockvogel verlangte Pressemitteilung, kann niemand behaupten es wäre eine besoffene Geschichte gewesen. Dies war nämlich eine Tat und zeigt,welch geistes Kind Strache (& Gudenus) sind.

    • Ich gebe am 16.06.2019 20:26 Report Diesen Beitrag melden

      Zu bedenken

      Das wenn sein Hauptanliegen einen Fuss in die Medienlandschaft zu setzen war es durchaus Sinn machen würde sein Wahlverhalten nicht von Medienberichten abhängig zu machen, sondern auch wenns schwer fällt, sich hinzusetzen und versuchen die Hintergründe zu verstehen.. Ist z.b. der ORF denn nun unabhängig(er)?

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