Koalitionspläne

30. November 2017 06:00; Akt: 29.11.2017 18:04 Print

Aufstand gegen geplante AUVA-Zerschlagung

Regierungsverhandler von VP und FP planen einen Umbau: Krankenkassen sollen reduziert werden, der Unfallversicherung droht das Aus.

AUVA-Obmann Anton Ofner (Bild: zVg)

AUVA-Obmann Anton Ofner (Bild: zVg)

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Sieben Spitäler, vier Reha-Zentren, 370.000 Patienten im Jahr: Die Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ist kein Leichtgewicht.

Nun mehren sich Gerüchte, sie soll in der geplanten Fusion der Gebietskrankenkassen aufgehen. Die neue Megakasse würde sowohl für Kranken- als auch Unfallversicherte zuständig sein.

„Man würde durch eine Fusion nichts gewinnen, sondern im Gegenteil eine nachteilige Entwicklung erzielen“, warnt AUVA-Chef Anton Ofner im „Heute“-Gespräch. „Ich erinnere an die 127 Millionen Euro, die die Fusion der PVA gekostet hat.“ Und: Die Spezialisierung auf Arbeitsunfälle würde verloren gehen, auch müssten die Unfallspitäler neue Träger erhalten. Ofner: „Ich kann mir keine Träger vorstellen, die das finanzieren würden.“

Er geht davon aus, dass Türkis-Blau „keinesfalls fertig verhandelt“ hat, hofft noch auf ein „vorteilhaftes Ergebnis“.

Die möglichen Pläne von VP-FP für das Gesundheitswesen:
GKK-Zusammenlegung: Die neun Gebietskrankenkassen sollen zusammengelegt werden.
AUVA-Aus: Die AUVA soll in der zusammengelegten GKK aufgehen, der Arbeitgeberbeitrag für die Unfallversicherung von 1,3 % auf 0,8 % sinken.
Bauern zu Selbstständigen: Die Krankenkassa der Bauern soll in die SVA integriert werden.
Dachverband: Die verbliebenen 10 statt 21 Versicherungsträger sollen ein neues Dach erhalten. Die künftige Rolle des derzeitigen Hauptverbandes ist unklar.

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(uha, bob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 30.11.2017 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Aufregung ist berechtigt

    Die Aufregung ist berechtigt: Immerhin werden durch die Zusammenlegung etliche "bequeme Ledersessel" verloren gehen. Und, ja natürlich ist eine Zusammenlegung ohne Qualitätsverlust für die Staatsbürger möglich - wer jetzt anderes behauptet ist wahrscheinlich Besitzer eines der oben angeführten Sessel.

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  • waldquelle_sanft am 30.11.2017 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Reines Politikum

    Eine Zusammenlegung der GKK scheint sinnvoll. Aber alles andere bedeutet eine Anpassung der Gesetze, die wahrscheinlich nicht von heute auf morgen möglich sind. Außerdem kann man annehmen, dass das Service und die Leistungen sicher nicht besser werden. Hat schon wer von den Politikern das Einsparungspotential erwähnt? Ich habe noch nichts gehört. Aber wie bei der Polizei und im Krankenwesen, wo man die Auswirkungen der Einsparungen spürt, wird es auch im SV-Bereich sein. Wenn man dann erkrankt, wird man nicht mehr diesen Blödsinn nachplappern.

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  • gerraldo am 30.11.2017 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pfründe

    Da sieht wohl jemand seine Pfründe gefährdet!? Von mir ein klares Plus und Ja zu den Zusammenlegungen im Gesundheitswesen. Und danach gleich überall weiter damit. IMHO kann man sicher ca. 50% des gesamten Verwaltungs-, Beamten-, Behörden-Wahnsinns wegkürzen und der Zirkus läuft noch immer (und sogar besser)!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Unfall2334 am 30.11.2017 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AUVA

    Ich hatte einen Unfall und bin derzeit auf Reha , im Vorfeld hörte ich das der "weiße Hof" das beste ist was Thema Reha angeht. Nun bin ich 6 Wochen hier und fühle mich sehr schlecht behandelt Das Essen ist grauenhaft und ohne Geschmack egal ob Schwein oder Rind kein Mensch würde hier den Unterschied schmecken Zu den Therapien ich wurde 5 Wochen lang mit dem falschen Strom behandelt Die Ärzte können mir bis heute nicht Sagen was mit meinen Nerv los ist ist er durchtrennt oder gequetscht Teile vom Personal sind massiv unfreundlich

  • Alexander am 30.11.2017 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich, ein richtiger Weg in die Zukunft

    Alle Menschen sind gleich. Wir wollen keine Klassenmedizin, wo manche Menschengruppen bevorzugt werden. Deshalb genügt im Normalfall eine Krankenversicherung für ALLE. Eine eigene Unfallversicherung sollte es ohnehin nicht geben, weil ein Unfall zur Gänze von der Krankenversicherung abgedeckt werden sollte.

  • Patriot5611 am 30.11.2017 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bevor hier noch manche

    Bevor hier noch einige vor Mitleid zerfließen: Natürlich lässt sich, OHNE Qualitätsverlust für die Versicherten, einsparen. Aber darum scheint es den Kritiker in diesem Forum gar nicht zu gehen, sondern darum, dass diese Einsparungen von Schwarz/Blau durchgeführt werden. Vergesst, dass ihr die Wahl verloren habt, vergesst die Parteipolitik. Lest euch die Rechnungshofberichte der letzten Jahre zu diesem Thema und versucht es dann mit sachlicher Objektivität! DANKE

  • Inside-SV am 30.11.2017 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Glauben heißt nicht wissen

    Populismus pur! Wie ich hier sehe, kennen in diesem Forum die wenigsten die Strukturen der Selbstverwaltung im SV-Bereich. Es wird viele Jahre dauern hier eine Zusammenlegung zu erzwingen. Dafür ist die Gesetzeslage viel zu komplex. Die Pfründe, die hier kritisiert werden, wurden durch die ÖVP und SPÖ geschaffen!! Diese Pfründe wurden in den letzten Jahrzehnten bereits abgebaut und die Privilegien wegrationalisiert. Aber der neue junge Messias der kleinen Leute wird schon noch schauen, ob er gegen die eigenen Parteimitglieder unser SV-System verschlechtern kann.

  • Patriot5611 am 30.11.2017 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Aufregung ist berechtigt

    Die Aufregung ist berechtigt: Immerhin werden durch die Zusammenlegung etliche "bequeme Ledersessel" verloren gehen. Und, ja natürlich ist eine Zusammenlegung ohne Qualitätsverlust für die Staatsbürger möglich - wer jetzt anderes behauptet ist wahrscheinlich Besitzer eines der oben angeführten Sessel.

    • Quanta am 30.11.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

      Ja ! Aufregung ist wirklich berechtigt !

      Es geht hier aber nicht nur um "bequeme Ledersessel", sondern auch um einfache Bürosessel von Angestellten und sonstigen Sesseln von Mitarbeitern, die da unter Umständen ihre Arbeitsplätze verlieren! Diesen Gedanken stelle ich mal in den Raum !

    • Babsi am 30.11.2017 08:15 Report Diesen Beitrag melden

      Sehe ich nicht so!

      @Quanta: ich sehe nicht ein weshalb ich mit meinen Steuern diese Arbeitsplätze subventionieren soll. HabT's was glernt bekommt Ihr auch neue Jobs, habt's nicht gelernt dann geht zum AMS. Punkt!

    • Quanta am 30.11.2017 09:19 Report Diesen Beitrag melden

      Babsi

      Dieser Kommentar ist sehr einfach gestrickt und geht am Thema vorbei, darauf gehe ich auch nicht mehr näher ein. Aber ich wünsche viel Freude beim Subventionieren der beim AMS gemeldeten Ungelernten und der Gelernten, die keine Arbeit finden am leider nicht rosigen Arbeitsmarkt. Punkt !!

    • Profiler am 30.11.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      Nachdenken Babsi

      @ Babsi: Für die österreichische Sozialversicherung zahlt niemand Steuern, sondern Beiträge dafür, dass man im Falle eines Unfalles, einer Krankheit, etc. abgesichert ist. Das ganze nennt man Versicherung und sie subventionieren nicht Arbeitsplätze sondern zahlen für Leistungen ein, die sie im Laufe ihres Lebens konsumieren. Schon mal darüber nachgedacht, dass z.B. ein Aufenthalt in einem Unfallkrankenhaus 10.000 und mehr kostet. Viel Spaß beim Selberzahlen, wenn die Sozialversicherung wegfällt.

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