Keine Treffen mit Hilfsstellen mehr

17. Juli 2018 10:57; Akt: 17.07.2018 11:26 Print

BMI stellt Projekt gegen Gewalt in Familien ein

Einmal im Monat trafen Vertreter von Interventionsstellen mit der Polizei zusammen um Informationen über Hochrisiko-Fälle auszutauschen. Dieses Projekt wird nun eingestellt.

Unter Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) stellt das BMI seine Unterstützung für ein Projekt gegen Gewalt in Familien ein. (Bild: picturedesk.com/APA)

Unter Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) stellt das BMI seine Unterstützung für ein Projekt gegen Gewalt in Familien ein. (Bild: picturedesk.com/APA)

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Bisher haben verschiedene Interventionsstellen, die sich mit Gewalt in Familien beschäftigen, und die Polizei einen regelmäßigen Informationsaustausch betrieben, um etwa bei Hochrisiko-Fällen Betretungsverbote auszusprechen. Das Projekt wird nun aber vom Innenministerium eingestellt.

Rosa Logar, Leiterin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie, beschreibt die Wichtigkeit im Ö1-Morgenjournal: "Wo es Faktoren für eine erhöhte Gefährlichkeit gibt, weil es schon Drohungen mit dem Umbringen gibt, weil es schon wiederholte Gewalt gibt, weil es eine extreme Eifersucht gibt, das Nichtakzeptieren der Trennung. Typische Situationen, aus deren Eskalationen es zu Morden und Mordversuchen kommen kann."

Andere Opferschutz-Maßnahmen

Doch genau diese Termine wird die Polizei nun nicht mehr wahrnehmen. Es sei evaluiert worden, der Mehrwert sei im Vergleich zu anderen Projekten nicht erkennbar, es werde aber weiter anlassbezogene Treffen und andere Opferschutz-Maßnahmen geben, heißt es von Seiten der Wiener Polizei.

In diesem Jahr bereits 16 Mdächen und Frauen ermordet

In Österreich sind heuer 16 Frauen oder Mädchen bei Beziehungstagen oder Taten im Umfeld der Familie ermordet worden, im gesamten Vorjahr waren es 24 solcher Morde an Frauen. Fast 9.000 Männern wurde im Vorjahr durch Betretungsverbote untersagt, sich ihren Ex-Partnerinnen zu nähern.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Edith am 17.07.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eingestellt

    Unsere Richter haben es ja vorgezeigt, dass Gewalt gegenüber Frauen straffrei ist, also ist das ja kein Wunder, dass das Projekt eingestellt wurde

  • Gerlinde M am 17.07.2018 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War es von Erfolg gekrönt?

    War ja nicht sehr erfolgreich, so wie das Betretungsverbot!

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  • Hans am 17.07.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nachvollziehbar

    Heuer sind schon 16 Frauen ermordet worden. Dann war das Projekt ja nicht allzu erfolgreich. Habe schon mehrfach von vorhandenen Betretungsverboten gelesen. Die Morde haben trotzdem stattgefunden, so wie neulich im 4. Bezirk. Da hätte es anderer Maßnahmen bedurft, einschließlich dass die Männer aus dem Verkehr gezogen werden. Aber mit dieser Parteibuchjustiz ist sowas nicht möglich. Da geht Täterschutz vor Opferschutz, weil das politisch erwünscht ist. Und sinnlose Projekte fortzuführen is reine Geldverschwendung.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • das Faktotum am 18.07.2018 05:02 Report Diesen Beitrag melden

    Fakten auf den Tisch i.S.d. Transparenz

    gibt es eine nicht geschönte Studie wie viele Gewalt i.d.Familie Verbrechen von Österreichern, nicht Österreichern u. Österreichern m. Migra.hintergrund pro Jahr begangen werden u. was diese Verfahren in Summe so kosten (incl. Betreuungseinrichtungen/Frauenhäusern/Personalkosten/Polizeikosten/Verfahrens/Gerichtskosten...)

    • Korbi am 18.07.2018 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @das Faktotum

      Wie kommen sie drauf, dass die Studie geschönt sein soll?

    • Leo King am 19.07.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Korbi

      Weil sie nicht differenziert und dadurch unterschwellig bis eindeutig unterstellt, es wären hauptsächlich Österreicher, die solche Taten begehen! Eine Differenzierung würde aufzeigen, dass auch diese Art der Gewaltausübung größtenteils importiert und nur durch eine restriktive Zuwanderungspolitik zu lösen ist.

    • Korbi am 22.07.2018 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leo King

      Sie differenziert nicht und unterstellt daher auch nichts.

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  • Karl am 17.07.2018 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    A Kreuz mit dem Kickl, kein Kreuz für..

    Die einzige Nachricht bezüglich Kickl die zumutbar wäre- wäre die Nachricht über seinen Rücktritt. Der kickt langsam und konstant selbst raus bei seinen Aktionen und einem derartig verantwortungslosen Frauenschutz-Projektende. Weil Frauenstimmen bekommt die FPÖ dadurch bestimmt nicht mehr wo viele. Dann kann er seinen Pferden lernen ein Kreuzerl zu machen. Weiter so, schieß a Eigentor!

  • Pferdetaxi am 17.07.2018 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig Sinnlos das Projekt, ...

    ... solange den Tätern nichts passiert, bzw. Auf freiem Fuss angezeigt werden ...

  • Hans am 17.07.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nachvollziehbar

    Heuer sind schon 16 Frauen ermordet worden. Dann war das Projekt ja nicht allzu erfolgreich. Habe schon mehrfach von vorhandenen Betretungsverboten gelesen. Die Morde haben trotzdem stattgefunden, so wie neulich im 4. Bezirk. Da hätte es anderer Maßnahmen bedurft, einschließlich dass die Männer aus dem Verkehr gezogen werden. Aber mit dieser Parteibuchjustiz ist sowas nicht möglich. Da geht Täterschutz vor Opferschutz, weil das politisch erwünscht ist. Und sinnlose Projekte fortzuführen is reine Geldverschwendung.

    • Korbi am 18.07.2018 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hans

      Nur weil Maßnahmen manchmal nicht ausreichen, sollte man nicht das gesamte Projekt beenden. Sonst dürfte zb kein Festival mehr abgehalten oder keine Häuser mehr gebaut werden. Hier gab es ja auch immer tragische Fälle trotz Sicherheitsvorkehrungen

    • Leo King am 19.07.2018 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Korbi

      Ein Projekt, das nicht greift, zum Scheitern verurteilt ist und das völlig falsch angegangen wird, muss beendet werden. Kickl macht das völlig richtig! Besser ist es, Maßnahmen zu ergreifen, die dem Schutz der Frauen und ihren Rechten dienen, und dies bedeutet vor allem einmal, den Zuzug der meisten Straftäter erst gar nicht zuzulassen. Aber leider blockieren Linke und linke Justiz dieses Vorhaben in erbärmlicher Art und Weise.

    • Tim Kunze am 19.07.2018 20:03 Report Diesen Beitrag melden

      Ernsthaft?

      Heuer sind schon 16 Frauen ermordet worden. Dann war das Projekt ja nicht allzu erfolgreich Man sollte das Projekt doch viel mehr danach beurteilen, wie viele weitere Morde es verhindert hat! Auch wenn es nur 4-5 Leben gerettet hat, dann sind diese Leben nicht mit Kosten auf die Waagschale zu legen, oder sehen Sie das anders?

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  • homer76 am 17.07.2018 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo?

    Bitte wo steht das der Kickl das Projekt beendet hat? Hauptsache lästern.