Gemeinsam erarbeitet

29. Mai 2018 11:04; Akt: 29.05.2018 11:04 Print

Bißmann-Forderungen stammten von Peter Pilz

Der öffentliche Streit rund um Peter Pilz' Rückkehr ins Parlament wird immer skurriler. Die Forderungen seien "im Teamwork" gewesen.

Martha Bißmann im Parlament. (Bild: picturedesk.com)

Martha Bißmann im Parlament. (Bild: picturedesk.com)

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Die Frage, welcher Abgeordnete für Peter Pilz' Rückkehr ins Parlament seinen Platz räumen muss, wird seit Montag nicht mehr hinter verschlossenen Türen geklärt.

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Martha Bißmann, die nach außen hin wahrscheinlichste Kandidatin, will nämlich nicht auf ihr Mandat verzichten. Weil die Partei nicht auf ihre Forderungen eingehen wollte, hieß es zuerst. Dann schlug Peter Kolba - ebenfalls öffentlich - zurück. Er veröffentlichte Bißmanns Forderungen, die viele als zu überzogen empörte.

Empörung
Seitdem ging es in sozialen Medien rund. Viele beschimpften Bißmann, sie solle ihr Mandat aufgeben. Andere verteidigten sie und zweifelten daran, ob die von Kolba geposteten Forderungen tatsächlich von ihr stammen.

Bißmann selbst klärt das am Dienstag im "Standard" auf: Der Forderungskatalog sei "im Teamwork" mit Pilz erarbeitet worden: "Es ist nicht so, dass ich das alleine geschrieben hätte", sagte sie der Zeitung. Vielmehr hätten neben Bißmann auch andere Abgeordnete, "Vertraute" und Peter Pilz selbst daran gearbeitet.

Erstversion von Pilz
In einem ersten Entwurf, der laut Bißmann allein von Pilz stammt, sei schon ihr Posten als stellvertretende Parteichefin enthalten gewesen.

Zwei Forderungen stammen tatsächlich von Bißmann selbst: Der Posten der geschäftsführenden Parteichefin inklusive Funktionsentschädigung in Höhe eines Abgeordnetengehaltes und die Möglichkeit, wieder in den Nationalrat zurückkehren zu können, sobald ein Platz frei wird.

In dem Papier gehe es außerdem nicht um sie alleine. Unterschiedliche Interessenslagen seien da berücksichtig worden, der Zeitpunkt wäre günstig gewesen, strukturelle Reformen in der Partei zu beschließen.

Dass Kolba das Dokument öffentlich gepostet habe, enttäuscht Bißmann. Das sei ein "gewisser Vertrauensverlust".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ernstl am 29.05.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Platzangst

    Der Platz beim Futtertrog ist heiss umkämpft.

  • Nimmer Lang am 29.05.2018 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Diese ganze Bewegung gehört weg, ist genauso für die Würste wie seinerzeit die Liste Strohsack. Laben sich nur am Steuergeld und bringen nichts.

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  • Bosses am 29.05.2018 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Prioritäten einer Partei

    Ein schönes Beispiel dafür das es den meisten Politikern nicht um unser Land sondern um ihren eigenen Geldbeutel geht. Nicht mal die Listenpilze bilden hier eine Ausnahme.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • HEINZ2018 am 09.06.2018 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    TOLLE

    Jetzt kann sie sich in den Allerwertesten beißen. Aus und raus.Ab zum Friseur

  • Fred Frog am 30.05.2018 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Das hat man nun vom passiven Frauenwahlrecht.

  • Bosses am 29.05.2018 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Prioritäten einer Partei

    Ein schönes Beispiel dafür das es den meisten Politikern nicht um unser Land sondern um ihren eigenen Geldbeutel geht. Nicht mal die Listenpilze bilden hier eine Ausnahme.

    • Avanti Popolo am 30.05.2018 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      Doch die sind schon eine Ausnahme

      nur die Bissmann nicht. Lesen sie die Statuten der LP.

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  • Angelika. am 29.05.2018 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schwammerl

    Schwammerl, bitte nehmen Sie sich doch ein Beispiel an Matthias Strolz! Dann müsste niemand seinen guten Platz für Sie räumen und wenigstens Ihr Abgang hätte zumindest etwas Stil!

    • Avanti Popolo am 30.05.2018 18:35 Report Diesen Beitrag melden

      Klar, denn wer die Korruption der

      Reichen und der blauschwarzen Politikerbande aufdeckt der wird zum Hassobjekt für die Rechtsextremen. Geht ja um nichts, sind ja nicht nur zig-Milliarden seit schwarzblau eins die uns die blauschwarze Mischpoche gestohlen und sich selbst eingesteckt hat. Rechts ist von Natur aus Korrupt, nicht umsonst sind so viele Blaue Politiker vorbestraft, nicht nur wegen Gewattaten oder Wiederbetätigung, nein, vor allem wegen Wirtschaftsverbrechen, Steuerhinterziehung und Amtsmißbrauch. Da ist ein Pilz natürlich das Feindbild.

    • Avanti Popolo am 30.05.2018 20:14 Report Diesen Beitrag melden

      Das meiste Geld das uns die

      blauschwarze Mischpoche gestohlen hat ging übrigens in den Osten. Die FPÖ wird wohl noch über ihre Verbindungen zur Russenmafia stolpern, zumindest einige deren Mandatare.

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  • Ernstl am 29.05.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Platzangst

    Der Platz beim Futtertrog ist heiss umkämpft.