Heinz Faßmann

02. Mai 2018 08:38; Akt: 02.05.2018 09:02 Print

5 Schritte: Das hat die ÖVP mit den Schulnoten vor

Bildungsminister Heinz Faßmann stellt im Ministerrat am Mittwoch sein pädagogisches Paket vor. Fünf Schritte wird es beinhalten.

Zum Thema
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Die Pläne des Bildungsministers in Sachen Schule drehen sich ganz um die Noten. Heinz Faßmann (ÖVP) will die Leistungsbeurteilung in fünf Schritten reformieren. Das pädagogische Paket dazu stellt er am Mittwoch im Ministerrat vor, es soll im Herbst 2019 in Kraft treten:

Umfrage
Schulnoten reformieren: Gute Idee?
61 %
8 %
19 %
12 %
Insgesamt 110 Teilnehmer

Schulreife einheitlich testen
Da das derzeit sehr unterschiedlich gehandhabt wird, soll ein einheitlicher Katalog zu Schulreifekriterien österreichweit gleiche Bedingungen schaffen. Bevor Kinder mit der Schule beginnen dürfen, soll unter anderem die Feinmotorik, das zahlenbezogene Vorwissen und die Geschwindigkeit, wie schnell sie vertraute Dinge benennen können, getestet werden.

Talentechecks
Bereits jetzt werden einige Schüler in der dritten Klasse auf ihre Talente getestet. Instrumente wie die informelle Kompetenzmessung werden dazu verwendet. Diese Talentechecks sollen in Zukunft verpflichtend sein. Der Test (kein "Aufnahmetest") soll Lehrern lediglich einen Anhaltspunkt geben, welche Kompetenzen sie in der vierten Klasse noch stärken müssen. Am Ende der 7. Schulstufe soll ein erneuter Test vor allem eine Hilfestellung für Eltern sein, Lehrer können ihn als Grundlage für die Beratung verwenden.

Noten in der Volksschule
Anders als in der letzten Legislaturperiode diskutiert sind Ziffernnoten bei Bildungsminister Faßmann hoch im Kurs. Er will sie aufwerten, gleichzeitig aber die alternative Beurteilung zusätzlich beibehalten. Sein Plan, die alternative Beurteilung abschaffen zu wollen, wurde im Vorfeld heftig kritisiert. Die ÖVP will zwischen der Beurteilung des Lernprozesses und der Beurteilung der Leistung unterscheiden. Das System soll gemeinsam mit Praktikern entwickelt werden und im Schuljahr 2019/2020 starten.

Bildungsziele
Hier gibt es noch wenige Details. Aber das Ziel ist: Die Notengebung soll objektiver, Unterrichts- und Bildungsziele klarer formuliert werden.

Neue Mittelschule
In Sachen Neue Mittelschule ist Faßmann mit den bisherigen Reformen unzufrieden, sie hätten nicht die erhofften Verbesserungen gebracht. Bei einer nun geplanten Weiterentwicklung sollen die Noten und die Leistungsdifferenzierung neu definiert werden. Dazu will man mit den Schulpartnern, Experten und der Wissenschaft zusammenarbeiten.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 02.05.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    linke Bildungsexperimente

    Die Abschaffung der Noten ist ein linkes Bildungsexperiment, das mehr Schaden gebracht hat als Nutzen. Seit vielen Jahren versuchen Linke, das Bildungssystem nach unten zu nivellieren nur damit die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern nicht mehr so auffallen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Abschaffung des Sitzenbleibens, die Einführung der Zentralmatura oder die Inklusionsexperimente zu sehen. Unterschiede zwischen den Menschen sind den Anhängern einer Gleischaltungsideologie unangenehm. Deshalb lieber alle verblöden lassen als einige durchfallen zu lassen - so die Logik der Linken

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  • Franz Absberg am 02.05.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Leistungsanreize schaffen

    Schulnoten sind für viele Schüler eine Motivation zu einem intensiveren Lerneifer. Später im Gymnasium war das drohende "Nichtgenügend" bei einer Schularbeit mächtiger Ansporn sich mit der Materie noch intensiver zu beschäftigen um Nachprüfungen oder sogar eine Klassenwiederholung zu vermeiden.

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  • Rosa am 02.05.2018 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Alles beim Alten

    Und wobei ist die Änderung? Das, was er sagt, wie z.B. Talententechecks, wird alles gemacht.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Free am 05.05.2018 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Seit 1995 versucht man eine Schulreform

    Es stellt sich die Frage, dass das mit der Änderung beim Schulsystem seit 1995 man versucht eine Schulreform zu erwirken. Es scheitert an der Politik, weil sich SPÖ und ÖVP seit Jahren nicht einigen können. Und das alles auf Kosten der Schule (Kindern). Was jetzt stattfindet mit der Änderung der verschiendenen Schularten grenzt an Dummheit. Das ist Schall und Rauch!

  • Rosa am 02.05.2018 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Alles beim Alten

    Und wobei ist die Änderung? Das, was er sagt, wie z.B. Talententechecks, wird alles gemacht.

  • le_me am 02.05.2018 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Also...

    ... in unserem Schul-/Bildungssystem haben wir ganz andere Probleme als die Noten. Früher oder später kommt man aber sowieso drauf dass es vollkommen wurscht ist ob man jetzt eine 1 oder eine 4 hat. Und wer mir jetzt mit der späteren Arbeitssuche kommt dem sei gesagt: Firmen die bei Bewerbern nur auf Schulnoten achten sollte man meiden ;)

  • Kritischer Geist am 02.05.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    linke Bildungsexperimente

    Die Abschaffung der Noten ist ein linkes Bildungsexperiment, das mehr Schaden gebracht hat als Nutzen. Seit vielen Jahren versuchen Linke, das Bildungssystem nach unten zu nivellieren nur damit die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern nicht mehr so auffallen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Abschaffung des Sitzenbleibens, die Einführung der Zentralmatura oder die Inklusionsexperimente zu sehen. Unterschiede zwischen den Menschen sind den Anhängern einer Gleischaltungsideologie unangenehm. Deshalb lieber alle verblöden lassen als einige durchfallen zu lassen - so die Logik der Linken

    • Gerald am 02.05.2018 18:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Kritischer Geist

      Ich nehme an sie haben Kinder im Volksschulalter und kennen das verbale Beurteilungssystem!

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  • Franz Absberg am 02.05.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Leistungsanreize schaffen

    Schulnoten sind für viele Schüler eine Motivation zu einem intensiveren Lerneifer. Später im Gymnasium war das drohende "Nichtgenügend" bei einer Schularbeit mächtiger Ansporn sich mit der Materie noch intensiver zu beschäftigen um Nachprüfungen oder sogar eine Klassenwiederholung zu vermeiden.

    • Korbi am 02.05.2018 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Absberg

      hier geht es um die Volksschule nicht Gymnasium.

    • Ori am 02.05.2018 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Absberg

      Ja nur leider ist die subjektive Wahrnehmung des Lehrers da auch mit drin. Bei der alternativen Benotung muss er/ sie begründen....

    • SockenRambo am 02.05.2018 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Korbi

      4 UND 7 Klasse !!!!! Liest du auch mal die Beiträge, oder schreibst einfach das Gegenteil von allen Anderen?

    • Knurr am 02.05.2018 10:16 Report Diesen Beitrag melden

      Das war einmal...

      @Franz: Ja, das war einmal. Heute schaut's leider anders aus. Wenn der Unterricht nicht auf "Spaß" ausgerichtet ist, und die Schüler nicht für jede gute Note sofort eine Belohnung erhalten, ist in den Augen der Liberalen gleich von "unzumutbarem Leistungsdruck" die Rede, oder dass "Kinder wie Maschinen behandelt werden".

    • anderer Meinung am 02.05.2018 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Absberg

      Grad im Gegenteil! Schulnoten haben die macht einen Menschen Träume und eine interessante Zukunft zu verwehren ! nur weil jemand eine 3 oder 4 hat heisst es noch lange nicht das er für so manches nicht geeignet sei oder gar zu dumm !! aber ziffern haben bei den ganzen Firmenführungen die macht einen Menschen im Vorfeld zu verurteilen !!!!

    • SockenRambo am 02.05.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ori

      Stimmt schon, es gibt Schularbeiten die benotet ein Lehrer mit 1 der Andere mit 3.. vor allem Deutsch ist da sehr vom Lehrer abhängig.. Lehrer sollten in den 14 Wochen Ferien Kurse machen ..zumindest 2 Wochen pro Jahr, wie die Benotung fairer und einheitlicher laufen kann..

    • Privat am 02.05.2018 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Passt schon!

      Dass verschiedene Lehrer unterschiedlich benoten ist ja Personalchefs auch bekannt. Die machen sich schon ihr eigenes Bild. Mir hat einer aus dem technischen Bereich gesagt, er beachte die Geografienote. Das ist sei für ihn zwar fachlich unerheblich, aber ein reiner Lerngegenstand, daher zeige die Note fleißig/faul. Aber vor allem in der Volksschule sind Noten für Schüler weit mehr Motivation als Strafe. Wir haben noch die Größe der Einser verglichen ... ;-)

    • Korbi am 02.05.2018 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SockenRambo

      ich lese sie schon. sie aber anscheinend nicht. bei der Wiedereinführung der Noten geht es um die Volksschule. die von ihnen angesprochenen Tests sind erst später.

    • Franz Absberg am 02.05.2018 12:08 Report Diesen Beitrag melden

      Im Berufsleben zählt nicht nur der Spaß

      Schulnoten alleine verwehren nicht eine "interessante Zukunft" noch fördern sie eine. Aber zum Unterschied einer "alternativen" Beurteilung wird ein Schüler schon wie später im realen Berufsleben auch mit negativer Kritik (Noten) konfrontiert. Ich hatte in meinem langen Berufsleben als Geschäftsführer, mit fast 50 Mitarbeitern, die Verantwortung für die Lehrlingsausbildung, über 100 schafften den Abschluss nur 2 die aus einer Privatschule ohne Benotung kamen waren von den oft nötigen negativen Kritiken ihrer Ausbildner, die sie von der Schule nicht gewohnt waren, frustriert und scheiterten.

    • Privat am 02.05.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      Andererseits

      Die betroffenen Schüler ihrerseits benoten auf Amazon und Co. aber gnadenlos: "Nur 2/5 weil auf der Verpackung ein Fettfleck war" ...

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