"Tatbegehungsgefahr"

30. November 2018 16:50; Akt: 30.11.2018 16:50 Print

Bundesheer-Spion ist wieder in Haft

Ein mittlerweile pensionierter Oberst soll für den russischen Geheimdienst über 20 Jahre lang spioniert haben. Nun sitzt er zum wiederholten Male in Haft.

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Ein Hin und Her beim Ex-Offizier des Bundesheeres: Der 70-Jährige steht im Verdacht, über zwanzig Jahre lang für Russland spioniert zu haben. Vor zwei Wochen entschied das Landesgericht Salzburg, dass gegen für den ehemaligen Oberst keine U-Haft verhängt werden soll. Nun kam es doch anders.

Wie die "Krone" erfahren haben soll, wurde der pensionierte Offizier mittlerweile wieder verhaftet. Details wolle man zwar nicht bekannt geben, jedoch sei ein Grund die "Tatbegehungsgefahr".

"Weiche Informationen"

Über das Ausmaß des Landesverrats besteht noch Unklarheit. Der gebürtige Stadt-Salzburger soll für seine Spionagetätigkeit insgesamt etwa 300.000 Euro erhalten haben – das entspricht einem Zubrot von etwa 1.000 Euro monatlich zu seinem Offiziersgehalt. "Ich habe sowas in den vergangenen 20 Jahren nicht erlebt – nicht in dieser Qualität und Quantität", zeigt sich auch Bundesheersprecher Michael Bauer entsetzt.

Laut "Salzburger Nachrichten", soll der pensionierte Oberst, der sich grundsätzlich geständig zeigen soll, vor allem "weiche Informationen" weitergegeben haben. Vorrangig ging es offenbar darum, wer welche Schwächen, welche Vorlieben beim Trinken und Essen habe, sowie um die Stimmung innerhalb der Heeres-Abteilungen. Dazu soll der Ex-Offizier, der zuletzt im Ministerium gearbeitet haben soll, Personendaten aus dem Intranet des Bundesheeres weitergegeben haben.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Otto am 30.11.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Spionage

    20 lange Jahre spioniert der werte Herr Oberst und das Gericht verhängte keine U-Haft, eine Farce.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Otto am 30.11.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Spionage

    20 lange Jahre spioniert der werte Herr Oberst und das Gericht verhängte keine U-Haft, eine Farce.

    • Chris am 30.11.2018 22:42 Report Diesen Beitrag melden

      Leider sind wir nicht alle gleich

      Eigentlich hat der Herr auch Sozialabgaben, Lohnsteuer, Einkommensteuer und die aus dem "Schwarzgeld" resultierenden Erträge nicht fristgerecht gemeldet und wohl auch keinen Cent bezahlt. Jeder "kleine" Österreicher oder jeder Gewerbebetreiber würde alleine deshalb schon in den Häfn wandern. Aber ab einer gewissen Schicht zählen andere Richtlinien...

    • Politische Aufklärung am 01.12.2018 16:19 Report Diesen Beitrag melden

      Der "Oberst" ist wohl ein gut vernetzter

      Rechtsextremist, also ein FPÖ-Mann, deßhalb sitzt er erst jetzt ein und wird besonders behandelt. Es darf nicht öffentlich werden was er alles verraten hat, die FPÖ ist also tatsächlich, was ich schon immer vermutete der größte Staatsfeind Österreichs, ein Verräter aus dem Inneren, ein Parasit, ein Virus. Die FPÖ gerhört eigentlich verboten.

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