Schläge & Prügelvideos

27. März 2018 06:01; Akt: 27.03.2018 12:21 Print

Schul-Gewalt: "Unterricht ist so nicht mehr möglich"

Der Chef der Pflichtschul-Lehrergewerkschaft, Paul Kimberger, warnt im "Heute"-Talk vor einer Zunahme der Gewalt an Österreichs Schulen.

Die Gewalt an Österreichs Schulen nimmt zu. (Bild: iStock)

Die Gewalt an Österreichs Schulen nimmt zu. (Bild: iStock)

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Vor Islamismus an den Schulen warnt die deutsche "Bild"-Zeitung. Und in Österreich schildert auf der Online-Plattform "Addendum" eine Lehrerin, dass Streit in den Klassen immer öfter religiös motiviert sei.

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Insgesamt 2191 Teilnehmer

Kimberger: "Drei bis fünf gravierende Fälle pro Woche"

"Heute" hat beim Chef der Pflichtschul-Lehrergewerkschaft, Paul Kimberger, nachgefragt, wie er die Lage einschätzt: "Wir beobachten seit geraumer Zeit die Zunahme von Gewalt", sagt Kimberger.

Das beginne mit sprachlicher Gewalt, gehe weiter "mit massiver Gewalt in den Sozialen Medien – bis hin zu körperlichen Attacken und Gewaltszenen, die gefilmt werden – und endet bei körperlichen Angriffen, nicht nur zwischen Schülern sondern auch gegen Lehrer."

Jede Woche "landen drei bis fünf gravierende Fälle auf meinem Schreibtisch." Probleme gäbe es "verstärkt in den Zentralräumen – neben Wien in Linz und Graz."

Mangelnde Integration als Problemursache

Manchmal sind auch religiös motivierte Hintergründe für den Pädagogen mitverantwortlich. Und: "Das Problem der mangelnden Integration kommt hinzu."

Es seien "sehr viele Flüchtlinge, davon viele schwer traumatisiert, in kurzer Zeit zu uns gekommen. An den Schulen fehlen aber Sozialarbeiter, Psychologen oder Mediziner."

Und: "Es prallen oft in einer Klasse unterschiedliche Kulturen mit großen Gegensätzen aufeinander. An manchen Schulen ist ein geregelter Unterricht so gar nicht mehr möglich."

Er fordert von der Politik Maßnahmen, um "den Phänomenen effektiv entgegenzuwirken".

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Socrates am 27.03.2018 06:41 Report Diesen Beitrag melden

    Entgegensteuern nur durch Rückführungen

    Die armen Traumatisierten! Aber dass sie unsere Kinder traumatisieren, wer redet davon? Es ist unverantwortlich, solche Kinder auf unseren Nachwuchs und unsere Lehrer loszulassen. Man kann dem nur entgegensteuern, indem man die Leute wieder zurückführt.

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  • Geri am 27.03.2018 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange wollen wir uns das noch anschauen ?

    Wie soll man welche integrieren die es nicht wollen ? Zudem wie es im Bericht steht sind es viele Flüchtlingskinder, die natürlicher weiße traumatisiert sind. Wenn sie es wirklich wären würden sie sowas nicht machen ! Ehrlich gesagt, man sollte endlich mit diesem Schmusekurs aufhören den wir fahren !

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  • Michi am 27.03.2018 06:14 Report Diesen Beitrag melden

    Welche unterschiedlichen Kulturen

    prallen da aufeinander? Österreicher können's nicht sein, denn niemand, der Wert auf die Zukunft seiner Kinder legt, gibt seine Kinder in eine öffentliche Schule in Wien.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bella Ciao am 28.03.2018 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Das kommt davon, wenn wir unseren Kindern vorleben dass Gewalt ein legitimes mittel zur Konfliktlösung ist. Kinder machen uns nach, was erwartet ihr???

  • truth speaker 999 am 28.03.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Man erntet was man sähet...

    Politiker und weitere unverhältnismäßige Spitzenverdiener schicken Ihre Kinder auf Privatschulen wo es Probleme dieser Art nicht gibt. Sonst würden sich solche Verhältnisse rasant ändern. Jeder der sich beschwert oder unzufrieden ist sollte bei der nächsten Wahl einfach das Kreuz an der richtigen Stelle platzieren oder schweigen. Man erntet was man sähet....!

  • Jutta am 28.03.2018 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt in Österreich

    Man spricht von Traumatisierung der armen Flüchtlinge.Mein Kind ist traumatisiert,denn es hat im Kindergarten begonnen danach in der Volksschule und zu guter Letzt auch noch in den letzten Schuljahren. Die bilden Gruppen und gehen auf die Schwachen los.Mein Kind wurde deshalb zu einem Einzelgänger und konnte keine Freundschaften schliessen.Heute ist er 17 Jahre und hat noch nie einen wirklichen Freund gehabt.Keiner konnte etwas tun!!!

  • Emil am 27.03.2018 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Erfahrungen

    Ich ging selbst vor 20 Jahren in eine öffentliche Schule in Wien, selbst da waren solche Szenen bereits Schulalltag. Die Lehrkräfte waren da bereits überfordert und wurden nicht ernst genommen. Verständlich, dass viele Pädagogen aufgegeben haben. Integration beginnt zu Hause bei den Eltern bzw bei der eigenen Einstellung. Zu meiner Schulzeit hatten nicht alle ein Handy und schon gar keine Kamera eingebaut. Deshalb waren die Prügeleien nie dokumentiert.

  • Einzelne Wut am 27.03.2018 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Lehrer Gewerkschaftschef Meinungen?

    Nanu? jetzt auch der Chef der Lehrer Gewerkschaft? Ob er der nächste ist der "zurücktritt" ?