Im Wortlaut

18. Mai 2019 21:59; Akt: 19.05.2019 13:50 Print

Die 7 wichtigsten Kurz-Zitate im Überblick

Sebastian Kurz hat "genug": Er kündigt die Koalition mit der FPÖ auf und strebt rasche Neuwahlen an. Die wichtigsten Aussagen im Wortlaut.

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Fast 24 Stunden, nachdem die kompromittierenden Video-Aufnahmen seines Ex-Vize aufgetaucht waren, trat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vor die Presse und kündigte Neuwahlen an. Die Schlüsselzitate im Überblick:

1
Blick zurück

"Wenn ich jetzt auf die letzten zwei Jahre inhaltliche Arbeit zurückblicke, dann tue ich das aus voller Überzeugung und grosser Freude. Denn wir haben in den letzten zwei Jahren inhaltlich genau das umgesetzt, was wir auch im Wahlkampf versprochen haben."

2
Viel "heruntergeschluckt"

"In den letzten beiden Jahren musste ich für den inhaltlichen Erfolge bereit sein, viel auszuhalten: vom Rattengedicht,über die Nähe zu rechtsradikalen Gruppierungen bis hin zu immer wiederkehrenden Einzelfällen. Und auch, wenn ich mich nicht immer öffentlich dazu geäußert habe, so können Sie sich wahrscheinlich vorstellen, gab es viele Situationen, in denen mir das sehr schwergefallen ist, das alles herunterzuschlucken."

3
"Genug ist genug"

"Ich habe trotzdem im Sinne der Sacharbeit nicht bei der erstbesten Verfehlung die Koalition aufgekündigt. Aber nach dem gestrigen Video muss ich ganz ehrlich sagen: Genug ist genug."

Die Video-Zusammenfassung:

4
"Ideen des Machtmissbrauchs"

"Was wirklich schwerwiegend und problematisch ist, das sind die Ideen des Machtmissbrauchs, die Ideen zum Umgang mit österreichischen Steuergeldern und natürlich auch das Verständnis gegenüber der Medienlandschaft in unserem Land. Die FPÖ schadet mit diesem Verhalten dem Reformprojekt und dem Weg der Veränderung. Sie schadet auch dem Ansehen unseres Landes.

5
FPÖ nicht veränderungswillig

"Ich habe in den heutigen Gesprächen mit einigen Vertretern der Freiheitlichen Partei nicht den Eindruck gewonnen, dass ein wirklicher Wille da ist, die Freiheitliche Partei abseits der beiden Rücktritte auf allen Ebenen zu verändern. Und ich glaube, das wäre nach den Vorkommnissen der letzten Tage mehr als nur notwendig."

6
Arbeiten ohne Skandale

"Ich möchte gerne für unser wunderschönes Land arbeiten und zwar mit meinem politischen Zugang, mit meinem Kurs und auch mit der Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung. Aber ganz ohne Einzelfälle, Zwischenfälle und sonstige Skandale. Ich glaube, dass das derzeit mit niemandem möglich ist."

7
Rasche Neuwahlen

"Darum habe ich heute dem Bundespräsidenten vorgeschlagen, vorgezogene Wahlen in Österreich durchzuführen, und zwar zum schnellstmöglichen Zeitpunkt. Nur wenn die Volkspartei, nur wenn wir nach der Wahl die Möglichkeit haben, auch wirklich eindeutig den Ton anzugeben, dann können wir die Veränderung, die wir begonnen haben, auch zu Ende bringen und fortsetzen"

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nebbichklopfer am 19.05.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie und nimmer neutral

    Zu den Medien ist zu sagen, daß diese sehr wohl ein Problem darstellen, von vierter Macht im Lande iS einer neutralen Kontrolle kann keine Rede sein. Die Medien sind meiner Wahrnehmung nach zum überwiegenden Teil dezidiert linkslastig, und mit dieser Auffassung bin ich alles andere als alleine. Vertrauen existiert längst keines mehr. Allerdings ist die Art, wie im Video zu sehen, wie dieses Problem gelöst werden soll, abzulehnen und eines Demokraten unwürdig.

  • Helfenberg unplugged am 19.05.2019 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Das Buch Mitterlehner

    Auffallend ist das die övp mit keinem zusammenarbeiten kann. Mit den einen streiten sie, mit dann anderen denunzieren sie Österreich. Die Frage stellt sich ob es nicht auch an dem Führungsstil der övp liegt. Ob nicht Mitterlehner recht hatte mit seinem Buch.

  • Peter Lüdin am 19.05.2019 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Nach

    einem solchen Fauxpas ist kein Politiker mehr haltbar und die beiden Betroffenen hatten immerhin das Rückgrat sofort die einzige Konsequenz zu tragen. Es ist nachvollziehbar, dass ein besonnener Regierungschef wie S. Kurz nicht sofort Neuwahlen ankündigt, sondern die Optionen in Ruhe auslotet und sich entscheidet. Sicherlich sind Neuwahlen die beste Option und S. Kurz wird dabei vielleicht so viele Stimmen abräumen, dass er alleine regieren kann. Die FPÖ wird zwar verlieren, aber doch noch einige Punkte einfahren auch bei der EU Wahl, nach dem Motto "jetzt erst recht".

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Peter Lüdin am 19.05.2019 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Nach

    einem solchen Fauxpas ist kein Politiker mehr haltbar und die beiden Betroffenen hatten immerhin das Rückgrat sofort die einzige Konsequenz zu tragen. Es ist nachvollziehbar, dass ein besonnener Regierungschef wie S. Kurz nicht sofort Neuwahlen ankündigt, sondern die Optionen in Ruhe auslotet und sich entscheidet. Sicherlich sind Neuwahlen die beste Option und S. Kurz wird dabei vielleicht so viele Stimmen abräumen, dass er alleine regieren kann. Die FPÖ wird zwar verlieren, aber doch noch einige Punkte einfahren auch bei der EU Wahl, nach dem Motto "jetzt erst recht".

  • Daniela S. am 19.05.2019 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Nun denn

    BK Kurz, der mit Abstand talentierteste und mit sehr Sicherheit beste Politiker, den Österreich je hatte, kann beim nächsten Wahlgang, und sogar mit Abstand, die "Absolute" holen. Ich war bis jetzt dem Linken Lager treu, doch es ist fürwahr Zeit, der Realität ins Auge zu sehen und die viel positiven Ergebnisse der letzten 1 1/2 Jahre wertzuschätzen. Möge ER dieses Land wieder zu Ruhm und Ansehen in der Welt zurückführen und uns allen wieder Stolz auf unser kleines, jedoch auch feines Land und ebenso auf ihn selbst machen :-)

  • Nebbichklopfer am 19.05.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie und nimmer neutral

    Zu den Medien ist zu sagen, daß diese sehr wohl ein Problem darstellen, von vierter Macht im Lande iS einer neutralen Kontrolle kann keine Rede sein. Die Medien sind meiner Wahrnehmung nach zum überwiegenden Teil dezidiert linkslastig, und mit dieser Auffassung bin ich alles andere als alleine. Vertrauen existiert längst keines mehr. Allerdings ist die Art, wie im Video zu sehen, wie dieses Problem gelöst werden soll, abzulehnen und eines Demokraten unwürdig.

  • Helfenberg unplugged am 19.05.2019 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Das Buch Mitterlehner

    Auffallend ist das die övp mit keinem zusammenarbeiten kann. Mit den einen streiten sie, mit dann anderen denunzieren sie Österreich. Die Frage stellt sich ob es nicht auch an dem Führungsstil der övp liegt. Ob nicht Mitterlehner recht hatte mit seinem Buch.

  • am 19.05.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Aus dem Zusammenhang gerissen

    Da wurde vieles, was gesagt wurde, total aus dem Zusammenhang gerissen. So haben das Strache und Gudenus gar nicht gemeint.