Vilimsky und Nepp (FP) in Ceuta

26. März 2019 05:30; Akt: 26.03.2019 07:55 Print

Dieser 6 Meter hohe Zaun trennt Europa und Afrika

von M. Klein - "Heute" begleitete FP-EU-Spitzenkandidat Vilimsky und den Wiener FP-Vizebürgermeister Nepp an den europäisch-afrikanischen Flüchtlingshotspot Ceuta.

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Seit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 gilt die spanische Enklave Ceuta als einer der Hotspots in der Migrationsdebatte. Grund: In Ceuta verläuft eine von zwei Landgrenzen zwischen Spanien und Marokko. Bedeutet: Jeder, der es über die Grenze schafft, kann einen Asylantrag in Spanien stellen. Immer wieder versuchen deshalb Migranten, die Grenze in großer Zahl zu überschreiten, um mit Fähren das europäische Festland zu erreichen.

Deshalb besuchten nun FP-EU-Mandatar Harald Vilimsky und Wiens Vizebürgermeister Dominik Nepp Ceuta, um "sich selbst vor Ort ein Bild zu machen". Dort wird seit 1993 an der Grenze gebaut. Ursprünglich als einfacher Zaun geplant, trennen heute sechs Meter hohe, mit scharfkantigem Stacheldraht versehene Absperrungen die Staaten.

Derzeit wird sogar überlegt, die Eintrittshürde nach Europa auf acht Meter zu erhöhen. Denn: Trotz der Absperrungen wird die Grenze immer wieder überwunden. Zuletzt 2018, als über 800 Personen gewaltsam die Einreise gelang.

"Immer neue Schritte, um abschreckende Wirkung aufrecht zu halten"

Deswegen sind die beiden FP-Politiker gegen einen Rückbau der Grenze: "Der Zaun ist Ausdruck dafür, dass wir Europäer unsere Grenzen nicht mehr offen halten möchten", so Vilimsky zu "Heute". Durch die "Kreativität" der Schlepper sei man aber gezwungen, immer neue Schritte zu setzen, um die "abschreckende Wirkung" aufrechtzuerhalten.

"Das Einzige, was hilft, ist eine konsequente No-Way-Politik. Illegale Migranten müssen wissen, dass sie keine Chance haben, nach Europa zu kommen", so Vilimsky weiter. Auch Nepp plädiert für einen Beibehalt des Stacheldrahts: "Jeder Rückbau würde als Anreiz wahrgenommen werden, wieder den Zaun zu stürmen und Polizisten zu verletzen."

Derzeit ist die Lage in Ceuta aufgrund starker Stürme ruhig. Spanische Grenzbeamte gehen allerdings von bis zu 80.000 Menschen aus, die in Marokko auf die Überfahrt nach Europa warten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hassi am 26.03.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    im Land wo Milch u. Honig fließen

    Bemerkenswert, dass obwohl die Ankunftszahlen lt. Medien so massiv nach unten gehen, jedes Monat bei den Österreichern bzw. beim Miniland Ö konstant ca. 1.000 Menschen um Asyl ansuchen - alleine 2018 waren es wieder ca. 13.400 und alleine im Jänner 2019 wieder ca. 1.000

  • Sabine van der Beek am 26.03.2019 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Gut dass es Politiker gibt die sich im so wichtige Angelegenheiten kümmern. Eigentlich wäre eine Änderung im EU Recht angebracht.. wer sich gewaltsam Zutritt verschafft ohne anstehen ohne friedliche Absicht soll sein Recht auf Asyl verwirkt haben

  • Mama Renate am 26.03.2019 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Was der Zaun bewirkt

    Verhinderte Einreisen von Drittbürgern nach Spanien gemäß Eurostat (Tabelle migr_eirfs): 2008-2017: 510.010, 387.015, 290.045, 227.655, 199.830, 192.775, 172.185, 168.345, 192.135, 203.025. In Summe wurden also in 10 Jahren 2.540.020 illegale Einreisem von Drittstattenangehörigen nach Spanien verhindert. Die Vergleichszahl in Österreich lautet 7.025 in 10 Jahren. Asylantträge in dem Zeitraum in Spanien 93.485, Österreich 272.040. Asylanträge per 1.000 Einwohner: Spanien 2, Österreich 31.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • frei am 28.03.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    kein

    Ich bin froh das es die FPÖ gibt sonst wüßte ich nicht was ich wählen sollte!

  • Martin am 28.03.2019 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie in der EU und deren Auswirkungen

    Wir werden belogen und betrogen. Nicht nur in der EU sondern auch von unseren gewählten Spitzenpolitikern. Wenn dann der eine oder andere eine unbequeme Sache vereinbaren Gen will dann wird dieser verleumdet und verfolgt bis wieder Ruhe einkehrt. Nicht zuletzt sind amerikanische Verhältnisse im Spiel. Genaueres darf man nicht mehr sagen denn die Meinungsfreiheit eines Österreichers wurde bereits massiv beschnitten. Siehe das laute Denken in einer Gasthausrunde wo mehr als 5 Personen zuhören können. So sieht die neue Demokratie aus. Man darf seine Meinung nicht mehr kundtun.

  • Lord Brexit am 27.03.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und darum liebe Leute lasst

    Euch sagen, wir sollten die EU begraben!

    • Martin am 28.03.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      EU Lügen

      Wenn er Recht hat hat er Recht Was hat uns die EU unterm Strich gutes gebracht? Keine Steuerbelastungen wie gesagt würde, keine neuen Steuern LÜGE Man "darf" EU weit einer Tätigkeit nachgehen folglich senken sich die Arbeitslosenzahlen. LÜGE Österreich wurde mit Arbeitskräfte aus dem EU Umfeld überschwemmt. Alles Facharbeiter und Meister, ohne Fachwissen und unsere Leute haben weiterhin keine Arbeit also wieder LÜGE Freier Warenhandel: Dafür aber auch 100x soviel Verkehr und Dreck wo sich die EU breitgemacht hat. Euro: ja super ! Nix wird teurer. 30 % ige Teuerung vom Start an wieder LÜGE

    einklappen einklappen
  • Justus am 27.03.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    EU ein...

    Friedensprojekt, was fuer eine Farce.

  • susanne am 26.03.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetz ändern !

    man sollte Asyl nur aus der Botschaft im eigenen Land beantragen können ! jedes illegale Einreisen ist gesetzeswirdig und daher kann kein Asyl gewährt werden !