Verkehrsreform

03. Oktober 2018 06:00; Akt: 02.10.2018 16:51 Print

E-Fahrzeuge dürfen bald Luft-Hunderter ignorieren

Die Minister Köstinger und Hofer verlautbaren: E-Autos und E-Bikes sollen bald von Geschwindigkeitsbegrenzungen nach IG-Luft ausgenommen werden.

Für E-Autos und E-Bikes dürfte der Lufthunderter bald nicht mehr gültig sein. (Bild: picturedesk.com)

Für E-Autos und E-Bikes dürfte der Lufthunderter bald nicht mehr gültig sein. (Bild: picturedesk.com)

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Autobahn-Fahrer kennen die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Sachen Umweltschutz: Diese „Luft-Hunderter“ sollen bald nicht mehr für emissionsfreie E-Fahrzeuge gelten. Türkis-Blau wird das heute im Ministerrat beschließen, erfuhr „Heute“ vorab.
E-Fahrzeuge dürfen in den Autobahn-Abschnitten – aktuell sind es 440 Kilometer – dann mit Tempo 130 unterwegs sein. Identifizierbar (etwa fürs Radar) sind sie über das grüne Kennzeichen. Mit dieser Maßnahme soll angeblich eine jährliche Reduktion von Verkehrs-Emissionen um rund 7,2 Mio. Tonnen CO2 erreicht werden.

Umfrage
Sollen Elektroautos von Tempolimits in IG-L-Zonen ausgenommen sein?
47 %
1 %
52 %
Insgesamt 141 Teilnehmer

Regierung will Anteil an E-Fahrzeugen erhöhen

Und es geht um eine Erhöhung des Anteils an E-Fahrzeugen, heißt es von Umweltministerin Elisabeth Köstinger. „Wir wollen den Umstieg auf Elektrofahrzeuge noch attraktiver machen.“
Laut Verkehrsminister Hofer liegt die Quote von E-Mobilen bei Neuzulassungen aktuell bei 2,5 %. Er kann sich neben den Plänen für den Luft-Hunderter auch vorstellen, in Städten Busspuren für E-Fahrzeuge zu öffnen. „Details müssen aber noch erarbeitet werden“, so Hofer. Nächster türkis-blauer Plan, wenn die Gemeinden und Städte mitspielen: Gratis-parken für E-Autos soll ebenfalls realisiert werden.

ÖAMTC warnt vor unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Für die Luft-Hunderter sind die Länder zuständig. Sie sollen gesetzlich die Möglichkeit erhalten, Ausnahmen für E-Mobile umzusetzen. Angepeilt wird eine Umsetzung der Verkehrsreform für Anfang des Jahres 2019. Der ÖAMTC begrüßt die Pläne des VP/FP Ministerduos. Kritiker fürchten jedoch um die Sicherheit, wenn Autos und Motorräder auf der Autobahn mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppi am 03.10.2018 07:13 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchler

    Welch Heucheleien, Deutschland ist eines in EU der größten Kohlekraftwerke Stromerzeuger. Und dann einen tratra wegen den Abgasen machen. Österreich ist nicht besser, wir kleines Land sollen die Welt retten (nur Steuergeldverschwendung und Abzocke am Volk). Die ganzen Diesel Autos was mit Prämien jetzt zurückgekauft werden fahren munter in unseren Nachbarländern weiter. Wenn dort ein Partikelfilter kaputt ist und das Lämpchen in den Amaturen leuchtet, wird er rausgeschnitten und mit dem Computer deaktiviert, fertig die Geschichte. Also lasst euch das noch länger gefallen und haut Geld raus

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  • 2006horacek am 03.10.2018 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saubere E-Fahrzeuge sicher ???

    Also ich verstehe diesen positiven Aufruhr bezüglich der E-Fahrzeuge überhaupt nicht da heißt es sie sind Umweltfreundlich und sauber und dann stelle ich mir die große Frage wie dumm und leicht wir Menschen zu beeinflussen sind denn wo kommt denn der saubere Strom her alles nur aus Windkraft und Wasserkraft sicher nicht denkt mal nach und was passiert dann mit den Batterien wenn sie erneuert werden lösen die sich in Luft auf oder werden die irgendwo vergraben

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  • Geschäftsmann am 03.10.2018 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht

    Das wird so nicht halten, da es eine Diskriminierung der übliche Fahrzeuge ist. 1. E-Autos sind in der Produktion bereits umweltschädlicher als herkömmliche Fahrzeuge. 2. Bei zwei spurigen Abschnitte Rechte Spur LKW linke genau 100 kmh fahren und was will das grüne Taferl hinten machen. wenn er ausblendet wird halt 80 gefahren. kein überholen möglich.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Esteban am 05.10.2018 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bis es mehr e-Autos werden...

    ... dann haben ( in ein paar Jahren) e-Autos plötzlich doch Emissionen und bekommen eine Steuer. Und dann haben sie plötzlich doch Motoren mit unterschiedlichen Leistungen und es kommt die motorbezogene Steuer. Ahja und LKWs tanken dann noch immer Diesel...

  • mene am 03.10.2018 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    e autos um keinen deut besser

    saubere e fahrzeuge sind ein märchen wo kommen die seltenen erden dafür her aus bürgerkriegsländern wie dem kongo was ist alles an schwermetallen entahlten die später zum problem werden? chadnium blei gallium arsen etc etc kann da nur herzlich lachen wenn da von sauber gereded wird

  • Andreas am 03.10.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Und der Ökostrom kommt aus der Steckdose

    Irgendwann werden den Norwegern die Herkunftszertifikate ausgehen mit denen bei uns Importstrom aus Deutschland (hauptsächlich in Braunkohlekraftwerken erzeugt) zu Ökostrom aus Wasserkraft umetikettiert wird. Auch wenn auf der Stromrechnung Herkunftsland Norwegen oder Schweden steht: Von dort fließt kein Strom nach Österreich, von Deutschland, teilweise über Tschechien, ziemlich viel. Lang, lang ists her, dass Österreich Nettostromexporteur war.

  • Norbert am 03.10.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp

    Der Verkehrsminister sollte eine Abgasüberprüfung bei den Autos und LKWs unserer Freunde (Pendler) aus Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien veranlassen.

  • Joseph am 03.10.2018 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Was ist denn das für eine FakeNews??? Lt. "Vurschrift ist Vurschrift" (Gestern/Puls4) haben wir gelernt; daß der Einspruch eines Autofahrers (E-Auto) Wirkungslos war; weil dieses Geschwindigkeit für ALLE Fahrzeuge gilt; egal welcher Bau und Antriebsart

    • Korbi am 03.10.2018 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Joseph

      nicht, wenn es eine Gesetzesänderung diesbezüglich gibt

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