Wer tritt an?

25. April 2019 17:21; Akt: 25.04.2019 17:21 Print

Das sind Österreichs EU-Wahl-Kandidaten

Am 26. Mai findet die Wahl zum EU-Parlament statt. Doch wer kandidiert in Österreich überhaupt? Alle Kandidaten im Überblick.

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Am 26. Mai 2019 wählen die Europäer ein neues EU-Parlament. In Österreichs Delegationen wird sich personell viel verändern. Einige Kandidaten, die jetzt entsandt sind, kommen heim – neue wollen die Herausforderung annehmen.

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Sehen wir uns genauer an, wen die einzelnen Parteien ins Rennen schicken:

ÖVP mit Othmar Karas

Die ÖVP setzt an der Spitze ihrer Liste auf einen erfahrenen EU-Politiker. Othmar Karas ist Listenerster. Der 61-Jährige ist seit 1999 im EU-Parlament und leitet dort die ÖVP-Delegation. Karas hat an der Uni Wien Politikwissenschaft studiert und schon seine Doktorarbeit zum Thema "Europäische Demokratie" verfasst. Er ist zudem langjähriger Präsident des Hilfswerks Österreich. Privat ist Karas seit 1987 mit Christa Karas-Waldheim, der Tochter des verstorbenen Altbundespräsidenten Kurt Waldheim, verheiratet und hat einen Sohn.

Auf Platz Zwei findet sich die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler. Die 38-Jährige war bis zu ihrem Engagement als Staatssekretärin im Innenministerium Richterin. Sie lebt in Salzburg und hat einen Sohn.

Sollte die Wahl so ausgehen, wie es derzeit prognostiziert wird, kommen auch noch Angelika Winzig, Simone Schmidtbauer, Lukas Mandl und Ex-ORF-Star Wolfram Pirchner zum Zug.

EU-Erfahrung hat außer Othmar Karas nur Lukas Mandl, er saß auch bisher schon im EU-Parlament.

SPÖ mit Andreas Schieder

Der Spitzenkandidat der SPÖ ist freilich auch kein Unbekannter. Im EU-Parlament saß er aber bisher nicht. Ex-Klubobmann Andreas Schieder stellt sich der Herausforderung.

Der 50-jährige Wiener hat langjährige Erfahrung in der Politik. Bei der Nachfolge von Bürgermeister Michael Häupl zog er parteiintern den Kürzeren gegenüber Michael Ludwig. Privat engagiert er sich als Funktionär bei SK Rapid Wien. Mit der ehemaligen SPÖ-Politikerin Sonja Wehsely hat Schieder einen Sohn.

Neben Schieder kandidieren Evelyn Regner, Günther Sidl, Bettina Vollath, Hannes Heide und SJ-Chefin Julia Herr für die SPÖ.

In Sachen EU-Erfahrung kann von dieser Liste nur Evelyn Regner punkten - dafür aber ordentlich. Sie sitzt seit 2009 im EU-Parlament und wurde zuletzt zur Delegationsleiterin gewählt.

FPÖ mit Harald Vilimsky

Bei der FPÖ führt ebenfalls ein EU-Veteran die Liste an: Harald Vilimsky. Er ist 52 Jahre alt und wuchs in Wien-Favoriten auf. Sein Wirtschaftsstudium hat er abgebrochen, dafür besuchte er einen Hochschullehrgang für Öffentlichkeitsarbeit an der Uni Wien. Vilimsky ist verheiratet und hat eine Tochter.

Mit Vilimsky wollen Georg Mayer, Petra Steger, Roman Haider und Vesna Schuster ins EU-Parlament einziehen.

Europa-Erfahrung haben zwei FPÖler: Harald Vilimsky und auch Georg Mayer. Beide sitzen seit 2014 im EU-Parlament.

NEOS mit Claudia Gamon

Die NEOS werden den Prognosen zufolge einen einzigen Platz im EU-Parlament ergattern. Der würde an Spitzenkandidatin Claudia Gamon gehen.

Gamon (30) stammt aus Vorarlberg und hat einen Master-Abschluss von der Wirtschaftsuni Wien. Seit 2013 ist sie bei den NEOS.

Auf den weiteren Listenplätzen finden sich Karin Feldinger, Stefan Windberger, Stefan Zotti, Nini Tsiklauri, Johannes Margreiter, Teresa Reiter, Isak Schneider, Peter Berry und Julia Reichenhauser.

Sie alle haben keine Europa-Erfahrung. Bisher saß Angelika Mlinar für die NEOS im EU-Parlament.

Grüne mit Werner Kogler

Parteichef Werner Kogler wird die Grünen höchstpersönlich in die EU-Wahl führen. Er kandidiert auf Listenplatz Eins.

Der 57-Jährige ist studierter Volkswirt und kommt aus der Steiermark. Seit 1981 engagiert er sich bei den Grünen, er hält den Redezeitrekord (Filibuster) im Parlament seit er am 16. Dezember 2010 für 12 Stunden und 42 Minuten durchgehend sprach.

Hinter Kogler sind die Köchin Sarah Wiener, sowie Monika Vana, Thomas Waitz, Olga Voglauer und Thomas Schobesberger gereiht.

Europaerfahrung bei den Grünen können zwei Abgeordnete vorweisen: Monika Vana und Thomas Waitz.

Jetzt mit Johannes Voggenhuber

Die Liste Jetzt startet unter dem Banner der "Initiative 1 Europa" in die EU-Wahl. Der routinierte, ehemalige Grüne Johannes Voggenhuber tritt an. Mit seinen 68 Jahren ist er der älteste österreichische Spitzenkandidat dieser Europawahl. Er ist seit 1977 in der Politik und Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

Er hat reichlich Europa-Erfahrung. Von 1995 bis 2009 saß er für die Grünen im EU-Parlament.

KPÖ Plus

Neben den Parlamentsparteien und den Grünen hat es auch die KPÖ Plus auf den Stimmzettel geschafft.

Der Rest der interessierten Parteien hat es nicht geschafft, genügend - 2.600 bundesweit - Unterstützungserklärungen zu sammeln.

Die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) ist darunter, genauso wie die KPÖ PLUS und die Liste Öxit. Die EU-Austrittspartei von Robert Marschall hat ohnehin bereits bekanntgegeben, diesmal nicht an der EU-Wahl teilzunehmen.

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(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • UnbequemAberWahr am 25.04.2019 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die braucht alle

    keiner mehr in Österreich! Am besten wäre es, aus dem Verein so schnell wie möglich auszutreten, aber das Volk dazu zu befragen, wird sich wohl in Österreich so schnell keine Regierung mehr trauen (oder den Ausgang halt mit Briefwahlstimmen so korrigieren, daß ein ÖXIT nicht "passiert"). Die EU ist ein undemokratischer Bürokratenverein, voller Lobbyisten, korrupter Alt-Politiker und im eigenen Land nicht mehr erträglichen Personen!

    einklappen einklappen
  • Fritz am 25.04.2019 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HERR

    Wie hatte Junker 2011 bei einer Rede gesagt.Man muß auch lügen um sein Ziel zu erreichen.

  • Realo am 25.04.2019 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Souveränität muss bewart bleiben

    Back to the roots... Es braucht eine Einflussnahme durch real denkende Politiker. Es sollte den Länderchefs klar werden, dass es keine absolute Diktatur durch die EU in Europa geben darf.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Fred von Jupiter am 03.05.2019 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    @Fritz

    Juncker sagte noch etwas Anderes: "Wenn wir etwas durchsetzen wollen, formulieren wir es schriftlich so, dass es niemand versteht. Wenn dann kein Einwand kommt, weil es sowieso niemand verstanden hat, setzen wir es um."

  • Fred von Jupiter am 03.05.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    @UnbequemAberWahr

    Sie haben recht. In dieser Legislaturperiode wird es sicher keine Volksabstimmung über einen EU-Austritt geben. Dies war eine Grundvoraussetzung für Kurz, um überhaupt eine Koalition mit der FPÖ einzugehen und wurde auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben.

  • Wm am 30.04.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Ich freue mich, wenn in der Eu das Einstimmigkeitsgesetz abgeschafft wird. Dann wird drüber gefahren über Österreich, und ehrlich gesagt wenn man sowas beitritt hat es egal welches Land auch nicht besser verdient. Dann ist es aus mit Grenzkontrollen oder sonstigen österreichischen Klamauk, dann bekommt ihr die Diktatur die ihr immer wollte

  • SOSO am 29.04.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    hab

    wer von denen wäre das kleinere übel ??

  • Walter am 26.04.2019 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nur 1 Partei hat die erforderlichen UE´s

    Die KPÖ hat es als einzige Partei in Österreich geschafft die erforderlichen 2.600 Unterschriften zu sammeln!! Keine Unterschriftenliste! Keine Onlineunterschrift! Sondern eine Unterschrift vor dem zuständigen Gemeindeamt! Die anderen haben sich mit nur einer Unterschrift eines EU Abgeordneten davon freigekauft! KPÖ plus ist für mich daher die einzige Partei die es sich ehrlich verdient haben gewählt zu werden.