An der Universität Wien

20. April 2019 15:28; Akt: 20.04.2019 19:45 Print

Islamforscher Aslan nicht mehr Institutsleiter

Ednan Aslan steht dem Institut für Islamisch-Theologische Studien nicht mehr vor. Gegen ihn werden schwere Vorwürfe, etwa wegen Mobbings, erhoben.

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Ednan Aslan ist nicht mehr Vorsitzender des Islam-Instituts der Universität Wien. Gegen den Wissenschafter werden laut Informationen des "Standard" schwere Mobbingvorwürfe erhoben. Aslan war seit 13 Jahren am Institut tätig. Die Leitung übernimmt interimistisch Melanie Malzahn.

Mobbingvorwürfe als Ursache?

Laut Informationen des "Standard" war die Stimmung am Institut in den vergangenen Wochen und Monaten angespannt. Insider nennen sie "unkollegial" und "feindlich". Aslan hätte sich "grundlegendes Fehlverhalten" zu Schulden kommen lassen. Davon sei auch die Personalführung betroffen gewesen. Sogar Mobbingvorwürfe stehen im Raum.

Im Gespräch mit dem "Standard" weist Aslan die Mobbingvorwürfe zurück. Durch ihn hätte kein Mobbing stattgefunden. Er glaube auch nicht, dass es am Institut generell zu Mobbing gekommen sei.

Die Abberufung scheint ihn ohnehin nicht so zu belasten, wie familiäre Probleme. Bei seinem letzten Flug in die Türkei sei ihm die Einreise verwehrt worden. Er vermutet, dass der türkischen Religionsbehörde sein eher europäisch geprägtes Islamverständnis ein Dorn im Auge ist. Er habe auf Grund des Einreiseverbots seine Heimat verloren und seine Schwester seit drei Jahren nicht mehr gesehen. "Die Institutsleitung fehlt mir da nicht", wird Aslan im Gespräch mit dem Standard zitiert.

Aslan war an umstrittener Islam-Studie beteiligt

Einer breiteren und interessierten Öffentlichkeit ist Aslan durch eine Studie über islamische Kindergärten in Wien bekannt geworden. Aslan wurde nach der Veröffentlichung dieser Studie kritisiert. Vor Veröffentlichung der Studie sollen aus politischen Gründen relevante Passagen gekürzt oder gestrichen worden sein. Das wäre ein schwerer Verstoß gegen die gute wissenschaftliche Praxis.

Aslan bestritt damals die Vorwürfe. Sämtliche Änderungen und Korrekturen an der Endfassung seien von ihm ausdrücklich erwünscht gewesen.

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(mr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leo King am 20.04.2019 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Linke und der Islam

    Klar, wenn ein Insider den Islam kritisch betrachtet und dies auch noch zum Ausdruck bringt, ist er für die linke Gesinnungs- und Meinungskontrolle nicht mehr tragbar, dann müssen irgendwelche Gründe an den Haaren herbei gezogen werden, um ihn loszuwerden. Denn der Islam hat gut zu sein und muss in Österreich zur Vorherrschaft gebracht werden, koste es, was es wolle, das ist ihre Doktrin!

  • Mario am 20.04.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Hahaha

    Oje. Wenn jemand nicht die mainstream meinung vertritt dann ist er plötzlich ein "mobber". Wer's glaubt. ;-)

  • franz am 20.04.2019 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    na dann prost

    ja das Etablissement schlägt sofort und unbarmherzig zu, wird noch viel mehr zulegen , sie werden Rechts link überholen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 23.04.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Verlogene Gesellschaft

    13 Jahre kannte man kein Mobbing am Institut und zufällig nach der umstrittenen, nicht allen genehmen Studie, wird ihm genau das vorgeworfen. So ein Zufall aber auch!! Was ist das doch für eine verlogene Gesellschaft geworden, die Fakten und Wahrheit nicht mehr aushält.

  • Habakuk am 20.04.2019 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Spruch

    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd

  • franz am 20.04.2019 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    na dann prost

    ja das Etablissement schlägt sofort und unbarmherzig zu, wird noch viel mehr zulegen , sie werden Rechts link überholen

  • Leo King am 20.04.2019 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Linke und der Islam

    Klar, wenn ein Insider den Islam kritisch betrachtet und dies auch noch zum Ausdruck bringt, ist er für die linke Gesinnungs- und Meinungskontrolle nicht mehr tragbar, dann müssen irgendwelche Gründe an den Haaren herbei gezogen werden, um ihn loszuwerden. Denn der Islam hat gut zu sein und muss in Österreich zur Vorherrschaft gebracht werden, koste es, was es wolle, das ist ihre Doktrin!

  • Mario am 20.04.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Hahaha

    Oje. Wenn jemand nicht die mainstream meinung vertritt dann ist er plötzlich ein "mobber". Wer's glaubt. ;-)