Umweltministerin fordert

22. Mai 2018 14:46; Akt: 22.05.2018 14:46 Print

Ausnahme für E-Autos bei IG-Luft-Tempolimits

Elektroautos sollen in "Luft-Hunderter"-Zonen bald schneller fahren dürfen. "Damit kommen E-Autos nun wirklich auf die Überholspur", so Köstinger.

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Dienstag, 3. April 2018, während einer Pressekonferenz anlässlich der Präsentation

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Dienstag, 3. April 2018, während einer Pressekonferenz anlässlich der Präsentation "#mission 2030 - Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung" in Wien. (Bild: picturedesk.com/APA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) will eine Ausnahme für Elektoautos von den Tempolimits im Rahmen des Immissionsschutzgesetz – Luft (IG-L) erwirken. Ab 2019 sollen E-Autos frühestens davon befreit sein.

Umfrage
Sollen Elektroautos von Tempolimits in IG-L-Zonen ausgenommen sein?
49 %
1 %
50 %
Insgesamt 180 Teilnehmer

"Mit dieser Maßnahme wollen wir ein starkes Zeichen für die Unterstützung von sauberer Mobilität setzen", verkündet Köstinger am Dienstag in einer Aussendung und ergänzt: "In vielen Gemeinden und Städten können E-Autos bereits gratis parken oder die Busspur benutzen. Der Ausbau des Ladenetzes ist ein anderer wichtiger Baustein."

Mit der Öffnung der IG-L-Tempolimits für E-Autos wolle man einen weiteren Schritt in diese Richtung gehen. "Damit kommen E-Autos nun wirklich auf die Überholspur", so Köstinger. Voraussetzung dafür: Ein grünes Kennzeichen. Die Ausnahme soll aber nur für den "Luft-Hunderter" und "-Achtziger" gelten. Die Fünfziger-Zonen, wie etwa auf der Höhenstraße im Wienerwald bleiben davon unberührt.

Länder müssen entscheiden

Dafür will Köstinger die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit die Länder, die für Maßnahmen gemäß IG-Luft zuständig sind, die Möglichkeit haben, diese Ausnahmen umzusetzen. Derzeit ist der "Luft-Hunderter" auf rund 300 Streckenkilometern anwendbar.

Seitens des Autofahrerclubs ÖAMTC begrüßt man die Pläne des Nachhaltigkeitsministeriums. Die Ministerin erfülle damit eine langjährige Forderung. "Denn wieso sollte ein Tempolimit, das zur Reduktion von Luftschadstoffen aktiviert wird, für emissionsfreie E-Fahrzeuge gelten?" so Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Albert am 22.05.2018 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und weiter?

    Es ist erschreckend das niemand daran denkt das der Strom mit dem die Akkukutschen fahren auch die Umwelt belastet.

    einklappen einklappen
  • Pol Ente am 22.05.2018 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gibts schon ein VfGH Urteil

    Darin hat der VfGH sinngemäß geurteilt "es würde zu einem ungleichmäßigen Geschwindigkeitsverlauf führen". Kennt das die Dame noch nicht...

    einklappen einklappen
  • paul am 22.05.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gehts noch?

    Das Chaos ist eh schon perfekt - möchte man meinen. LKWs fahren mit 95-98km/h, PKWs werden bie IG-L ab 104km/h bestraft und brauchen deshalb mindestens einen Kilometer, um einen LKW mit Anhänger zu überholen. Dahinter stauen sich dann kilometerweise Elektroautos, welche ja - lt. Köstlinger - 130km/h fahren dürften.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • manu am 26.05.2018 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    E-Autos

    die können noch so viel über e-autos erzählen ich würde mir keinen kaufen viel zu teuer und nicht ausgereift ich bleib bei meinen benziner

  • Wolfi am 24.05.2018 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow zur Sicherheit

    Da greift man sich am Schädel, da kann man gleich die Autobahn für Mopeds aufmachen. Die haben auch nur 30 km/h Unterschied. Aso warte, da war ja was von Sicherheit und gefährlich. Alle oder niemand.

  • JollyRoger am 24.05.2018 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    IG-L abschaffen!

    Und ich fordere grundsätzlich das IG-L Gesetz ersatzlos abschaffen. Ich erinnere mich immer noch daran dass ich mal bei Starkregen von Salzburg nach Wien fuhr und selbst eine halbe STunde nach Regenbeginn war noch der IG-L Hunderter aktiv was nicht am Feinstaub liegen kann ausser die Messgeräte werten Wasser in der Luft als Feinstaub. IG-L ist der Versuch das "Erfolgskonzept" Parkraumbewirtschaftung auf die Verkehrsstrafen auszuweiten. Strafen nach IG-L landen beim Land, Strafen nach StvO beim Bund.

  • SockenRambo am 24.05.2018 00:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neidgesellschaft

    Die Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es, weil Autos, je schneller sie fahren, umso mehr Schadstoffe raus blasen. Hat man ein Elektroauto fällt das weg, also wieso nicht schneller (normal) fahren dürfen? Jeder der dagegen ist, ist ein neidischer Egomane.. Und ja E-Autos sind wegen der Batterien usw auch nicht das gelbe vom Ei..

    • Mechatroniker am 24.05.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      @SockenRambo

      Falsch ist die Behauptung, dass mit steigender Geschwindigkeit, der Schadstoffaustoß steigt. Der steigt dann, wenn der Kraftstoff nicht vollständig verbrennt. Für die vollständige Verbrennung und damit für möglichst geringen Verbrauch ist ein Luftüberschuß notwendig, dem jedoch wegen der Entflammbarkeit des Gemisches der verfügbaren Brenndauer Grenzen gesetzt sind. StopnGo, Kurzstrecke und Geschwindigkeiten, die zu +gering+ sind, um das stöchiometrische Verhältnis zu erreichen, sind verantwortlich für unvollständige Verbrennung und hohen Schadstoff-Austoß.

    einklappen einklappen
  • Bimbo am 23.05.2018 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu Ende gedacht

    Hat Köstinger schon mal nachgedacht, wieviel Umweltverbrauch ein E-Auto kostet? Alleine für das Lithium wird täglich die Natur zerstört. Oder ist man schon der Sklaverei der Dummheit verfallen? Das kommt davon, wenn man für Marketingschmäh in der Politik Quotenfrauen in der Politik einsetzt.

    • Franz Riegler am 23.05.2018 22:17 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Ja genau, bei der Ölförderung ist noch nie die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen worden.

    • Wolfi am 24.05.2018 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Riegler

      Tschernobyl sagt ihnen etwas? Kohlekraftwerke sagen Ihnen auch etwas? Darüber sollte man nicht diskutieren. Es endet sowieso bei beides gleich bescheiden.... Und mit Neid haben die meisten Kommentare auch nichts am Hut, da man bei unseren linksseitig angeklebten rechtsfahrgebot Verweigerern eh nicht überholen kann.

    • Sempron am 03.06.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Wirkungsgrad

      Durch den hohen Wirkungsgrad des Motors sind E-Autos selbst bei Kohlestrom viel sauberer, als es Verbrenner je sein können. Wirkungsgrad Elektromotor: 80-90% Wirkungsgrad Dieselmotor: 25% (bei idealer Fahrweise)

    einklappen einklappen