Liste präsentiert

27. Juni 2019 10:49; Akt: 10.07.2019 16:02 Print

Ein "Baron" wird für die FPÖ im Nationalrat sitzen

Die FPÖ präsentierte am Donnerstag in Mattsee in Salzburg ihre Bundesliste für die kommende Nationalratswahl.

Norbert van Handel während einer Pressekonferenz der FPÖ im Jahr 2017. (Bild: picturedesk.com)

Norbert van Handel während einer Pressekonferenz der FPÖ im Jahr 2017. (Bild: picturedesk.com)

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Wer wird bei der FPÖ auf welchem Listenplatz landen? Der designierte Parteichef Norbert Hofer und der geschäftsführende Klubobmann Herbert Kickl präsentierten am Donnerstag gemeinsam mit Generalsekretär Harald Vilimsky und Generalsekretär Christian Hafenecker die Bundesliste der Partei für die Nationalratswahlen im Herbst.

Hofer Spitzenkandidat

Ganz oben steht natürlich Norbert Hofer. Auf dem zweiten Listenplatz wird Herbert Kickl stehen, der "für den weiteren Aufstieg der FPÖ sorgen wird".

Die ersten zehn Listenplätze
Norbert Hofer
Herbert Kickl
Hubert Fuchs (ehemaliger Staatssekretär im BMF)
Petra Steger
Susanne Fürst
Hannes Amesbauer
Philipp Schrangl
Norbert van Handel
Hans Jörg Jenewein
Carmen Schimanek

"Nicht länger als eine halbe Stunde" habe es gedauert, die Bundesliste zu erstellen. Man sei bei der FPÖ gerade so einig wie noch nie, und "eine einige FPÖ ist unschlagbar", so Hofer.

Bekannte und unbekannte Namen

Der am wenigsten bekannte Name ist wohl Susanne Fürst. Sie ist Juristin und seit 2017 im Nationalrat. Hannes Amesbauer ist - und das beeindruckt Hofer sehr - gelernter Steinmetz, der später Politikwissenschaften studierte. Philipp Schrangl, Jurist, will Notar werden, sein Spezialgebiet wird das Wohnen sein.

Baron als "Überraschung"
Als eine "Überraschung" bezeichnete Norbert Hofer den Listenplatz 8, der fix in den Nationalrat einziehen werde für die FPÖ: Das ist der vielfach ausgezeichnete Hofer-Freund Norbert van Handel. Seines Zeichens Adeliger, zweifacher Schlossbesitzer und Chef des elitären St. Georgs-Ordens, in dem auch Hofer Ehrenritter ist.

Die Familiengeschichte lässt sich bis in die Habsburger-Zeit zurückverfolgen, die van Handels (Namen wurde 2001 geändert) waren ursprünglich Barone.

Der St. Georgs-Orden, mit Großmeister Karl Habsburg an der Spitze, versteht sich als christlich, europäisch, wertkonservativ, wirtschaftsliberal und den "multinationalen alt-österreichischen Staatsgedanken" unterstützend.

Kickl Nr. 1 in NÖ

Schon vorher waren etwa die Landeslisten von Niederösterreich und Wien festgelegt worden. In Niederösterreich führt Herbert Kickl die Landesliste an. Wiener Spitzenkandidatin ist Dagmar Belakowitsch, die größere Aufregung gab es hier um den jüdischen FPÖ-Abgeordneten David Lasar, der nicht mehr kandidieren wollte.

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(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinzi am 27.06.2019 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiterpartei

    Der Baron, ein Mann des Volkes!

  • Misandrew am 27.06.2019 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Altherrenmentalitäten und wenige Damen

    Worin ist der N. H. (in Österreich existieren seit 100 Jahren keine Adelstitel mehr) eigentlich "mehrfach ausgezeichnet"? Adelige Vorfahren aufzuweisen, Schlösser geerbt zu haben und der Vorsitzende irgendeiner obskuren, antiquierten, reaktionären (Männer-) Vereinigung zu sein, ist ja noch keine Leistung, oder.

  • Bimbo am 27.06.2019 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Der Handel ist kein echter van, sondern hat eine Namensänderung gemacht damit es so ausschaut als wäre er einer derjenigen der von und zu oder irgendwas. Den Typen braucht niemand.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • grock am 28.06.2019 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Misandrew

    du merkst aber auch alles. Allerdings fehlt dir das Wissen, dass das holländische "van" nicht dem deutschen Adels-VON entspricht. Dabei darf man doch annehmen, dass du vor drei Jahren einen gewissen VAN-der-Bellen gewählt hast. Als Clown im Flohzirkus wärst du ganz gut zu gebrauchen.

  • Christian am 28.06.2019 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Die FPÖ bietet eine Rundumversorgung

    In der Freunderlwirtschaft ist die FPÖ ja Weltmeister, alle werden versorgt, sei es der Fluglehrer von Hofer (GF der ACG), Für Luxus- Einladungen (Fest der Eliten) gibts Aufsichtsratsposten. Und jetzt noch ein van der sagte, Monarchie ist besser und billiger! Wir brauchen weder Adel noch Monarchie! Natürlich gilt da auch für die Freunde der FPÖ die österreichische Unschuldsvermutung!

  • Hubertus am 28.06.2019 06:45 Report Diesen Beitrag melden

    Handel hält die Hand auf

    Was qualifiziert den Herrn van Handel, der sich selbst gerne Baron "von" Handel nennt, eigentlich für den Nationalrat, außer dass er der väterliche Freund des Norbert Hofers ist? Der Baron, der sich sein Vermögen hart ererbt hat, will sich offenbar seine Pension noch ein bisschen aufbessern. Wer hat, dem wird gegeben.

    • C hristian am 28.06.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

      Einfach zum Nachdenken

      Ja, die FPÖ garaniert eine lebenslange Versorgung, egal was man anstellt, siehe Strache, der sucht keine ehrliche Arbeit, er und seine Familie liegen uns anscheinend lebenslang auf der Tasche.

    einklappen einklappen
  • manola am 28.06.2019 01:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ziemlich egal

    Doch egal wer da auf der Liste steht , jede Partei kocht ihr Süppchen , ist leider so.

  • Rorschach am 27.06.2019 23:44 Report Diesen Beitrag melden

    Auch zu finden im Kuratorium

    der Desiderius-Erasmus-Stiftung, welche von der AfD gegründet wurde.