Ende des 2. Weltkriegs

08. Mai 2018 09:11; Akt: 08.05.2018 14:11 Print

Festakte und Demos zum "Tag der Befreiung"

Der 8. Mai ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber dennoch ein Gedenktag. So begeht die Regierung den Tag der Befreiung.

Das

Das "Fest der Freude" im Jahr 2017. (Bild: picturedesk.com)

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Heute vor genau 73 Jahren, am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos und markierte damit - ab 23.01 Uhr am Abend - das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa.

In der Slowakei, Tschechien und Frankreich ist das ein gesetzlicher Feiertag. In Österreich finden zahlreiche Festakte statt.

Festakt beim Bundeskanzler
Im Bundeskanzleramt beginnt um 10 Uhr der offizielle Festakt im Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus und an die Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen nehmen teil, Arik Brauer wird die Festrede halten.

Fest der Freude am Heldenplatz
Bereits zum fünften Mal findet dann am Abend das "Fest der Freude" am Heldenplatz statt. Organisiert vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) werden Zeitzeugen und Politiker sprechen. Für Musik sorgen die Wiener Symphoniker.

Eröffnet wird diesmal mit einer Videobotschaft der Zeutzeuginnen Elsie Slonim und Gertrud Weinber. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) wird tausende Gäste begrüßen, live auf der Bühne wird auch der KZ-Überlebende Rudi Gelbard dabei sein.

Totengedenken verhindern
Angenehmer Nebeneffekt: Durch die offiziellen Veranstaltungen an so geschichtsträchtigen Orten in Wien wird gleichzeitig eine rechtsextreme Zusammenkunft verhindert.

Der Wiener Korporationsring (bekannt vom berüchtigten Burschenschafter-Ball in der Wiener Hofburg) veranstaltete von den 1990er-Jahren bis zum Jahr 2012 am 8. Mai ein "Totengedenken". Für die rechten Burschenschafter ist der Tag der Befreiung kein Gedenk-, sondern ein Trauertag. In den 2000er-Jahren traten der derzeitige Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und EU-Abgeordneter Andreas Mölzer (FPÖ) als Redner auf.

Demonstration
Gegen das rechte "Totengedenken" wurde immer wieder demonstriert. Auch heuer - wo es nicht mehr stattfindet - sind Kundgebungen angemeldet. Die Österreichische Höchschülerschaft will unter dem Motto "Erinnern heißt kämpfen!" das "Niederringen des deutschen Faschismus" feiern.

Treffpunkt ist der Karlsplatz, die "Offensive gegen Rechts" hat aber auch dazu aufgerufen, gegen die Rede von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Heldenplatz beim "Fest der Freude" zu demonstrieren:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 08.05.2018 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gedenkkult

    Das Verlangen, sich als Widerstandskämpfer zu inszenieren, scheint bei manchen um so stärker zu werden, je weiter diese schreckliche Zeit zurück liegt. Aber was haben diese Gedenken an den Nationalsozialismus wirklich gebracht? Erkennen wir heute faschistische Ideologien besser? Das ist anzuzweifeln angesichts der Tatsache, dass sich in Europa allmählich eine frauen-, schwulen- und judenfeindliche Religion ausbreiten kann, nach deren Logik Kriege etwas Heiliges sind. Am wenisten finden das offenbar jene bedenklich, die bei solchen Gedenkveranstaltungen immer in der ersten Reihe stehen.

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  • Angel66 am 08.05.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleib ich?....

    Ich glaube, ich habe bei der 2.Türkenbelagerung in Wien, auch viele Verwandte verloren...das schmerzt mich schon, dass es da keine Gedenkfeiern und Wiedergutmachungsgeld gibt...

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  • Franz Absberg am 08.05.2018 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Friede und Gerechtigkeit jetzt!

    Vergangenheitsbewältiger sind meist nicht imstande die Probleme der Gegenwart zu bewältigen, geschweige Perspektiven für die Zukunft zu haben. Für Frieden und Gerechtigkeit muss jetzt gesorgt werden,sonst wird mann in einigen Jahren wieder der Toten gedenken, deren sterben man jetzt verhindern könnte.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 08.05.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder besetzt

    Man feiert einen "Tag der Befreiung" und gedenkt lange vergangenen Ereignissen. Übersehen wird aber, dass wir bereits wieder besetzt wurden. Die Politik der letzten Jahrzehnte hat fleißig dabei mitgeholfen.

    • Raphael am 08.05.2018 14:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Max

      So ist es. Wir sollten besser nicht so viel gedenken was vor langer Zeit war, sondern die jetzigen Probleme erkennen und richtig handeln.

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  • klipp+klar am 08.05.2018 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tag der Katastrophe

    Nur Degenerierte und Irregeführte nennen diesen Tag einen "Tag der Befreiung". Gibt leider nicht wenige davon.

    • Torf am 08.05.2018 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      @klipp+klar

      Will ich jetzt wissen, was daran laut Ihrer Meinung die Katastrophe war? Ich bin mir nicht sicher...

    • Die Wahrheit am 08.05.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

      @klipp+klar

      Und in den Redaktionsstuben der Medien sind ihre Hochburgen. So läuft das in unserer Scheindemokratie seit Jahrzehnten. Natürlich hat dies Auswirkungen auf die Meinungsbildung der Leute. Wenn sie immer nur einseitige Darstellungen hören, können sie sich ja keine objektive Meinung bilden.

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  • Angel66 am 08.05.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleib ich?....

    Ich glaube, ich habe bei der 2.Türkenbelagerung in Wien, auch viele Verwandte verloren...das schmerzt mich schon, dass es da keine Gedenkfeiern und Wiedergutmachungsgeld gibt...

    • manu Musterfrau am 08.05.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

      T.

      Ich verlor durch die dritte Türkenbelagerung/Besetzung auch schon einen befreundeten Arbeitskollegen.. :-/

    • Never Again am 08.05.2018 19:57 Report Diesen Beitrag melden

      Feel the difference

      Die Türkenbrlagerung liegt einige Jahrhunderte zurück, der 2. Weltkrieg -nur einige Jahrzehnte, d.h. unsere Großeltern haben daran teilgenommen, einige von diesen auch zum Glück überlebt.. was man über Millionen von anderen unschuldigen Menschen leider nicht sagen kann. Das darf man NIE vergessen. Egal auf welcher Seite die Familie damals war. Das darf NIE WIEDER passieren, egal in welchem Land!

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  • Franz Absberg am 08.05.2018 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Friede und Gerechtigkeit jetzt!

    Vergangenheitsbewältiger sind meist nicht imstande die Probleme der Gegenwart zu bewältigen, geschweige Perspektiven für die Zukunft zu haben. Für Frieden und Gerechtigkeit muss jetzt gesorgt werden,sonst wird mann in einigen Jahren wieder der Toten gedenken, deren sterben man jetzt verhindern könnte.

  • Kritischer Geist am 08.05.2018 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gedenkkult

    Das Verlangen, sich als Widerstandskämpfer zu inszenieren, scheint bei manchen um so stärker zu werden, je weiter diese schreckliche Zeit zurück liegt. Aber was haben diese Gedenken an den Nationalsozialismus wirklich gebracht? Erkennen wir heute faschistische Ideologien besser? Das ist anzuzweifeln angesichts der Tatsache, dass sich in Europa allmählich eine frauen-, schwulen- und judenfeindliche Religion ausbreiten kann, nach deren Logik Kriege etwas Heiliges sind. Am wenisten finden das offenbar jene bedenklich, die bei solchen Gedenkveranstaltungen immer in der ersten Reihe stehen.

    • Kebab am 08.05.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

      Sie haben ja recht. FPÖ muss weg.

      Die FPÖ ist keine Religion, auch wenn alles andere was sie geschrieben haben zutrifft. Diese schreckliche Zeit, wo man Liederbücher fand, die Nationalsozialistische Texte enthielten liegt auch nicht so lange zurück. Die Burschis können heuer auch nicht ihre Massenmörder betrauern, weil die Gedenkfeier am Heldenplatz für die ermordeten des NS-Regimes stattfindet.

    • Kritischer Geist am 08.05.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Kebab

      Sie wissen genau, welche Religion gemeint ist. Wenn nicht, dann sei Ihnen die Lektüre des Korans angeraten.

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