Kritik aus der Türkei

17. Dezember 2017 14:03; Akt: 17.12.2017 15:48 Print

Fremdenfeinde "nun in Österreich an der Macht"

Kritik zur neuen österreichischen Regierung kommt aus der Türkei. Europaminister Ömer Celik sieht fremdenfeindliche Parteien an der Macht.

Aus der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt scharfe Kritik nach Österreich. (Bild: Reuters)

Aus der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt scharfe Kritik nach Österreich. (Bild: Reuters)

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Bewegungen, die die EU und ihre Werte bedrohen, wachsen innerhalb der EU. Islamophobe, antisemitische, fremdenfeindliche und Anti-Migranten-Parteien wachsen. Nun ist diese Bewegung in Österreich an der Macht. Österreich sollte aus seiner Geschichte lernen." So kommentiert der türkische Europaminister Ömer Celik die neue Regierung in Österreich.

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Ähnlich scharfe Worte kommen von der Regierung in Ankara. In einer Stellungnahme wird kritisiert, dass Koalition von ÖVP und FPÖ den EU-Beitritt der Türkei ablehnt und dafür Verbündete sucht. "Diese völlig unbegründete und kurzsichtige Klausel im Programm der neuen Regierung bestätigt leider Befürchtungen, dass deren politische Linie auf Diskriminierung und Ausgrenzung basiert", so die Reaktion aus Ankara.


Österreichs neue Politik sei "unfreundlich und unredlich" zu bewerten. Gleichzeitig wird Österreich eine Warnung ausgerichtet: Sollte die neue Regierung Schritte unternehmen, die festgeschriebenen Verpflichtungen der EU gegenüber der Türkei aufheben zu wollen, werde die Türkei gegenüber Österreich eine "angemessene Antwort finden". Zudem riskiere Österreich, "die Freundschaft der Türkei zu verlieren".

Auch NEOS wollen Antworten

Auch die NEOS wollen vor allem von der FPÖ eine Antwort, wie weit es mit dem "europäischen Bekenntnis" der FPÖ wirklich her sei. "Es braucht endlich klare Worte von HC Strache über den Verbleib der FPÖ in der rechtspopulistischen Fraktion", so Parteichef Matthias Strolz, der auf ein Treffen eines EU-Abgeordneten der FPÖ mit der rechtspopulistischen Fraktion ENF in Prag anspielt.

Auch die Gratulationen von Marine Le Pen und Geert Wilders an Strache und die FPÖ stoßen in dem Zusammenhang Strolz sauer auf. "Wenn Le Pen ein Loblied auf die FPÖ anstimmt und im Zusammenhang mit der FPÖ-Regierungsbeteiligung bereits an einen Umbruch in Europa nach den nächsten EU-Wahlen denkt, dann erwarte ich mir hier klare Worte des zukünftigen Vizekanzlers. Ein proeuropäisches Bekenntnis und eine weitere Mitgliedschaft in der rechtspopulistischen Fraktion sind nicht vereinbar."

Das sind die neuen Minister:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maier H. am 17.12.2017 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man von den Türken kritisiert wird,

    hat man alles richtig gemacht. Gerade die wollen uns Demokratie erklären ?!

  • SockenRambo am 17.12.2017 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen juckts

    Erdo... WER? Was ein Gnom vom Bosporus denkt ist uns hier Wurscht!!!!

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  • Michi am 17.12.2017 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die Neos wollen ...

    ich will auch viel. Aber egal was Türkis/Blau sagen würde, die Neos wären dagegen, auch wenn's Sinn macht.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Herbert am 16.01.2018 02:17 Report Diesen Beitrag melden

    Herbert

    A Planet wo 8 millarden menschen mit Hass krieg Verbrechen Ungerechtigkeit leben und vergessen das sie sichher zur 100 % sterben werden Traurig egal wo man sich auf hält ob es urlaub geschäftsreise oder aus wandern egal wo, jeder Mensch ist ein Ausländer wenn er die Grenze verlässt aber eagl wir kaufen trotzdem gerne auch wenn die Ware aus dem Ausland kommt und Fliegen trotzdem nach Kuba obwohl türkei nähe ist kommt es vielen unendlich weit, nur weil die politik nicht zurecht kommt verzichte ich als Bürger sichher .net auf Antalya Döner und meine Freunde

  • Josef Vouivre am 18.12.2017 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    wo ist das Problem?

    ich mag den Kerl ja nicht. Aber wo er recht hat, hat er recht. Was ich aber nicht verstehe: Strache will ebenfalls wie Erdogan ein Präsidialsystem. Beide haben ein Problem mit verfassungsrechtlichen Grundsätzen und wollen diese einschränken wo immer es geht. Beide treten gegen die Menschenrechte ein. Warum haben diese Beiden ein Problem miteinander?

    • Kritischer Geist am 19.12.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Josef Vouivre

      Bleibt den Linken wohl gar nichts anderes mehr übrig, als systematisch Unwahrheiten zu verbreiten weil die Wahrheit gezeigt hat, dass linke Politik nur zu höheren Schulden, höherer Massenmigration, höheren Geldgeschenken fürs Nichtstun und höheren Steuern für Leistungsträgern führt. Aber auch das wird ihren Untergang nicht aufhalten können. Dass die Linken schlechte Wahlverlierer sein würden, war schon vor der Wahl bekannt. Aber was im Moment abgeliefert wird, ist unseres Landes nicht würdig.

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  • Marc le Lorrain am 18.12.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    viva Austria

    99% von Turkei liegt nicht in Europa. Ich mochte dann lieber Kanada oder Argentina als Mitglieder

  • Max Mustermann am 18.12.2017 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Einbahnstraße

    Die Freundschaft zur Türkei verlieren. Das war, ist und wird nie eine sein - es ist eine Einbahnstraße des Gebens von unserer Seite.

  • F.... EU am 18.12.2017 01:03 Report Diesen Beitrag melden

    Klare Worte aus der Türkei

    Nichts falsches an den Worten des Herrn Celik. Mit dieser Rechten Regierung wird es Österreich ausserhalb der EU nicht leicht haben. Ist auch gut so!!

    • Wahrheit am 18.12.2017 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      @ F...EU

      ...eine Beziehung zum Diktator am Bosporus ist für Österreich ohnehin nicht wünschenswert! Mit diesem Diktator versteht sich ohnehin nur der luxemburgische Cäsar von Brüssel!

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