Kolumne

01. Juli 2019 05:30; Akt: 30.06.2019 21:29 Print

Glattauer: "Es ist fünf vor zwölf"

Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Fortsetzung der Wiener Schulsozialarbeit, die Frage des Religionsbekenntnisses und die österreichische Sprache.

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute". (Bild: heute.at)

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Fünf vor zwölf, 1: die Geldfrage

Die Fortsetzung der Schulsozialarbeit ist gesichert, zumindest in Wien! Ministerin Rauskala und Bildungsstadtrat Czernohorszky haben sich 5 vor 12 auf eine gemeinsame Finanzierung geeinigt, nachdem die alte Regierung bereits mit dem Zerschlagen des Integrationstopfs begonnen hatte. Iris Rauskala: „Die positiven Erfahrungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass professionelle Unterstützung der Schulen im Bereich der Sozialarbeit und Sozialpädagogik kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist.“ Jawohl!

"Note: Sehr gut"

Fünf vor zwölf, 2: die Gretchenfrage

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Die „Gretchen-Frage“ stellte man sich in Hunderten Schulen beim Schreiben der Zeugnisse. Bis zuletzt war unklar, wie bei Muslimen das Feld „Religionsbekenntnis“ richtig ausgefüllt werden muss. So wie früher „Islam“? Falsch! Wie in der Semesternachricht „IGGÖ“ (= Islamische Glaubensgemeinschaft)? Falsch!

5 vor 12 dann die Direktive von oben: Bei den Sunniten ist „islam. (IGGÖ)“ zu schreiben, bei den Schiiten „islam. (SCHIA)“, bei den Aleviten „ALEVI“. Welches Kind wohin gehört? Schmecks! („Und was bist du, Ali?“ – „Keine Ahnung! Schreiben Sie Allah!“) Tausende bereits ausgedruckte Zeugnisse mussten vernichtet, in diversen Verwaltungsprogrammen digital neu geschrieben und wieder ausgedruckt werden. Wiens Bildungsdirektor Himmer sprach den Lehrerinnen am letzten Schultag einen Tag Sonderurlaub für die Mehrarbeit zu. Die IGGÖ hingegen wird beim Verfassungsgerichtshof klagen – für die einheitliche Bezeichnung „Islam“. Mitohne alles.

"Note: Nachprüfung"

Wir schreiben Österreichisch!

Danijel, 14, schrieb in seiner letzten HÜ: „(...) also fragte ich Milo: „Was geht ab?“ Der Lehrer strich die direkte Rede doppelt durch und vermerkte: In Österreich bitte immer noch: „Was ist los?“

"Note: Sehr gut"

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Statistiker am 01.07.2019 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Makulatur

    Eine völlig verfehlte Hereinwinke-Politik lässt sich nicht reparieren. Das, was die Linken und auch Teile der ÖVP hier verbrochen haben, lässt sich nicht mehr kitten oder reparieren. Ein Staat, der seine Indentität und seine Integrität seinen Bürgern gegenüber aufgegeben hat, ist verloren.

  • NullBockaufLinks am 01.07.2019 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist fünf nach zwölf

    Und zwar deshalb, weil sich die Versäumnisse der Vergangenheit nicht reparieren lassen. Zu lange hat man keine Konsequenzen gezogen und jetzt hat man den Salat, bzw. eine Menge dumme, unbelehrbare, unerzogene Schüler. Die Schulsozialarbeit dient nur dazu, die Problemfelder zu verschleiern. Hätte man den uneinsichtigen Eltern die Gelder gestrichen, wäre Integration eventuell doch gelungen. Denn darum geht es. "Sozialistisches Abwirtschaften" auf allen Ebenen...

  • Patrizia am 01.07.2019 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    @Statistiker

    Besser könnte ich es auch nicht formulieren. Stimmt voll und ganz.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sextant am 04.07.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wie die ihre Religion nennen,

    kann uns eigentlich egal sein. Da müssen die sich schon selber auf einen allgemein gültigen Begriff verständigen. Sonst ist es Islam und fertig. Warum soll denn alles UNSER Problem sein?

  • NullBockaufLinks am 01.07.2019 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist fünf nach zwölf

    Und zwar deshalb, weil sich die Versäumnisse der Vergangenheit nicht reparieren lassen. Zu lange hat man keine Konsequenzen gezogen und jetzt hat man den Salat, bzw. eine Menge dumme, unbelehrbare, unerzogene Schüler. Die Schulsozialarbeit dient nur dazu, die Problemfelder zu verschleiern. Hätte man den uneinsichtigen Eltern die Gelder gestrichen, wäre Integration eventuell doch gelungen. Denn darum geht es. "Sozialistisches Abwirtschaften" auf allen Ebenen...

  • Patrizia am 01.07.2019 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    @Statistiker

    Besser könnte ich es auch nicht formulieren. Stimmt voll und ganz.

    • Maxi am 04.07.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrizia

      Merkwürdig manche Entscheidungen hier, weil sie etliche Daumen runter bekommen haben für eine Zustimmung für einen Poster hier, der merkwürdigerweise keinen einzigen Daumen runter hat.

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  • Statistiker am 01.07.2019 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Makulatur

    Eine völlig verfehlte Hereinwinke-Politik lässt sich nicht reparieren. Das, was die Linken und auch Teile der ÖVP hier verbrochen haben, lässt sich nicht mehr kitten oder reparieren. Ein Staat, der seine Indentität und seine Integrität seinen Bürgern gegenüber aufgegeben hat, ist verloren.