US-Causa Manafort

15. Juni 2018 08:16; Akt: 15.06.2018 08:16 Print

Gusenbauer: 30.000 Euro im Monat für Ukraine-Job?

Ex-Kanzler Gusenbauer soll vom früheren Trump-Wahlkampfmanager Manafort 30.000 € pro Monat bekommen haben.

Alfred Gusenbauer. (Bild: Fritz Schaler)

Alfred Gusenbauer. (Bild: Fritz Schaler)

Zum Thema
Fehler gesehen?

30.000 Euro Monatslohn für Lobbying für den prorussischen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Dieses Geld soll Alfred Gusenbauer über Offshore-Konten erhalten haben, berichtet "Bloomberg".

Die US-Zeitung beruft sich auf Gerichtsakten zum Verfahren gegen Paul Manafort, dem ehemaligen Kampagnenmanager von Donald Trump. Dabei ging es eigentlich um mögliche Verbindungen und Einflussnahme durch Russland auf den US-Wahlkampf 2016.

"Hapsburg-Gruppe"
Die sogenannte "Hapsburg Gruppe", die aus Alfred Gusenbauer, dem italienischen Ex-Premier Romano Prodi und dem polnischen Ex-Präsidenten Aleksander Kwasniewski bestand, soll zwei Millionen Euro bekommen haben. Gusenbauer soll als "Person A" genannt worden sein. Das Geld soll in den Jahren 2012 und 2013 geflossen sein.

"Für Konferenzen"
Gusenbauer selbst weist die Darstellung zurück. Der ehemalige SPÖ-Chef sagt zur "Presse": Ich wurde für Konferenzen bezahlt. Ich habe dafür eine Überweisung bekommen - meiner Erinnerung nach halbjährlich oder jährlich. Es gab sicher keine monatliche Bezahlung. Das ist in meiner Steuererklärung vermerkt."

Auch die Summe hält Gusenbauer für übertrieben, steht aber weiter grundsätzlich zu seiner Tätigkeit: "Wir wollten die Ukraine nicht in der Luft hängen lassen. Das war die richtige Strategie, und darüber bestand damals auch totaler Konsens. Die Ukraine sollte nicht ein russisches Protektorat werden", sagt er.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • onlinekiebitz am 15.06.2018 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Seitenwechsel - Zeitenwechsel !

    echt sozialistisch ! einer der sich als guter sozialist gab ! nach seinem amterl hat er die seiten gewechselt ist zum großverdiener geworden. hier kann man nicht sagen, er sei ein versager, er konnte ja etwas einbringen, seine kontakte, die er als bundeskanzler geknüpft hatte, diese kontakte hat ein kleiner sozi nicht, der kann zwar wählen, ( meistens die falschen ) den großen reibach machen aber andere, die vorher schwer von sozialem getue geredet haben !!!

  • mimimiiiii am 15.06.2018 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gaaanz normal

    finden das nur die Roten. Offenbar war ihm während seiner Kanzlerschaft das Knüpfen von Netzwerken wichtiger als unser Land. Neuestes Beispiel: Renate Brauner. Die Roten erfinden eine Planstelle um diese völlig unqualifizierte Frau zu erhalten. Bezahlen muss es eh der Steuerzahler. Bei Schachern, beim Geld verschleudern und beim Vergessen auf die eigenen Leute sind die Roten Europaweit an erster Stelle

  • Lobbyist am 15.06.2018 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schleimspur

    Da ist die Mutter sicher stolz auf diesen Sandkistenkanzler. Freund - Feind - Parteifreund

Die neuesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 18.06.2018 06:23 Report Diesen Beitrag melden

    Verrat lohnt sich !

    Die Neoliberalen bekommen immer so, ähnlich bei Joschka Fischer und Saakashwili.

  • Max Maxin am 16.06.2018 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Einstreifer

    Gusi der Edelsozialist. Ein Vorbild für der " Arbeiterpartei ".

  • frag mich nur am 16.06.2018 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    warum der titel

    als Frage formuliert ist. es war und ist doch längst usus dass sich die abgehalfterten politiker und dergleichen gesocks nach dem wie auch immer 'freiwilligen' abgang in die sog. "privat"-industie oder regierungsnahen unternehmen weiterhin die taschen füllen lassen und auf bestens bezahlten sesserln fürs nichtstun ihren fetten a... bis zur irgendwannmal-pension wärmen. und auch danach cashen sie monatlich pensionen für die ein normalsterblicher mehrere jahre hackeln müsste. aber wir haben die ja gewählt, also bitte nicht jammern.

  • Hades am 16.06.2018 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der rote Wahnsinn

    Wenn das ein Blauer wäre, dann würde auch der ORF darüber berichten.

  • Seven am 16.06.2018 01:11 Report Diesen Beitrag melden

    30000

    Adipositas und Hypertonie. Lieber bin ich Gesund und verdiene keine 30 tausender im Monat.