WKÖ-Präsident

28. August 2018 09:15; Akt: 28.08.2018 09:15 Print

Mahrer will eigenen Status für Asylwerber in Lehre

Niemand habe etwas gegen eine "qualifizierte Zuwanderungsstrategie", sagt der Wirtschaftskammer-Präsident.

Vizekanzler Strache (FPÖ) verteidigt Verbot für Asylwerber-Lehre.

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Das Vorhaben der türkis-blauen Bundesregierung, die Lehre für Asylwerber abzuschaffen, sorgte für teils heftige Reaktionen – "Heute" berichtete. Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer sprach am Dienstag im "Ö1 Morgenjournal" davon, dass man Asyl und qualifizierte Zuwanderung nicht vermischen solle.

Umfrage
Sollen Asylwerber weiterhin eine Lehre in Mangelberufen beginnen dürfen?
33 %
66 %
1 %
Insgesamt 2784 Teilnehmer

Bereits jetzt gebe es eine rechtliche Möglichkeit, Lehrlingen mit negativem Asylbescheid ein humanitäres Bleiberecht auszusprechen. "Das würde sich als Lösung in diesen Fällen auch anbieten", so Mahrer.

Rot-Weiß-Rot-Karte verbessern

Doch der WKÖ-Präsident denkt weiter: "Wir hätten gerne einen eigenen Aufenthaltstitel für das Absolvieren der Lehre. Das gibt es für Schüler und Studenten. Sie kennen die berühmte Rot-Weiß-Rot-Karte. Die hat so ihre Macken, gehört natürlich verbessert. Sie ist zu kompliziert, die Verfahren dauern zu lang, es ist zu bürokratisch, die Kriterien sind vielleicht noch nicht optimal."

Er wünsche sich eine "Gesamtpaketlösung" in dieser Frage. Die WKÖ stehe der Regierung mit ihrer Expertise "natürlich mit Rat und Tat zur Seite" und wären bereit, "extrem schnell eine Lösung zu erarbeiten".

Niemand hat etwas gegen "qualifizierte Zuwanderungsstrategie"

Einer "qualifizierten Zuwanderungsstrategie für die Menschen, die wir am österreichischen Arbeitsmarkt brauchen", werde sich in Österreich niemand entgegenstellen, auch nicht die FPÖ, so Mahrer. Ganz einfach, weil man diese Menschen brauche, um Wohlstand, Wirtschaftswachstum und damit die soziale Sicherheit sicherzustellen.

Mahrer fordert, dass die Mangelberufsliste regionalisiert wird, "weil der Bedarf in Österreich auch sehr unterschiedlich ist". Um in spezifischen Ländern im Ausland anzuwerben, müsse man primär märkte ins Auge fassen, auf denen das Qualifizierungsniveau höher und die Ausbildung ähnlich der in Österreich sei. "Da sind schon eine Reihe sehr konkreter Konzepte am Tisch, die man auch sehr schnell umsetzen kann, wenn man möchte", so der WKÖ-Präsident. Infrage würden bei den Drittstaaten alle Länder außerhalb der EU kommen, zum Beispiel auch Südostasien oder zum Teil der Nahe Osten.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harald am 28.08.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Überarbeitet?

    Hr. Mahrer, bevor sie mit der rot-weis-rot Karte die billigen Arbeitskräfte locken, erklären sie mir bitte wie sie 280 Stunden in der Woche arbeiten obwohl die Woche nur 168 Stunden hat. (7 Jobs x 40 Stunden)

    einklappen einklappen
  • Ernst am 28.08.2018 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qualifiziert?

    Qualifizierte Zuwanderung bedeutet dass sie schon Qualifikationen haben wenn sie ankommen, nicht das wir sie die Ausbildung bezahlen. Außerdem brauchen wir Ärzte und keine Hilfskräfte. Wir haben genug Arbeitslose die eine Handwerk lernen könnten bzw. schon können.

  • Paul am 28.08.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Mr. 7 Jobs

    Das wichtigste ist halt: Geht's der Wirtschaft gut, geht's "uns" (Kurz, Mahrer, Pierer, Kapsch,,,,,,,,)gut!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Eva F. am 30.08.2018 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Mach 1en, den aber ordentlich

    Sagt Der, der 6 Personen einen Job wegnimmt.

  • Ernst am 28.08.2018 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qualifiziert?

    Qualifizierte Zuwanderung bedeutet dass sie schon Qualifikationen haben wenn sie ankommen, nicht das wir sie die Ausbildung bezahlen. Außerdem brauchen wir Ärzte und keine Hilfskräfte. Wir haben genug Arbeitslose die eine Handwerk lernen könnten bzw. schon können.

  • Nil am 28.08.2018 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was will er

    Mahre der 7 Fach Vollzeitjober was pro Tag 7 x 8 Std. also 56 Std. Pro Tag Arbeitet bekommt anscheinend einiges Durcheinander Am besten er schmeißt 6 Jobs und macht einen ordentlichen als 7 Jobs garnicht außer fest Abkassieren. Ein Wahnsinn was in Österreich mit den richtigen Freunden möglich ist.

  • Harald am 28.08.2018 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Danke im voraus

    Hr. Mahrer bitte erklären sie uns wie man 7 Jobs auf einmal erledigen kann, dann können wir das auch und ersparen und die Zuwanderung.

  • Paul am 28.08.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Mr. 7 Jobs

    Das wichtigste ist halt: Geht's der Wirtschaft gut, geht's "uns" (Kurz, Mahrer, Pierer, Kapsch,,,,,,,,)gut!