"Das ist Politik"

15. April 2018 10:40; Akt: 15.04.2018 11:03 Print

Hartinger-Klein versteht AUVA-Streiks nicht

Beate Hartinger-Klein (FPÖ) hat kein Verständnis für die Streiks gegen die Auflösung der AUVA. Schließlich gebe es eine Bestandsgarantie für die Spitäler.

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) anl. einer Sitzung des Ministerrates am Mittwoch, 07. März 2018, in Wien. (Bild: picturedesk.com)

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) anl. einer Sitzung des Ministerrates am Mittwoch, 07. März 2018, in Wien. (Bild: picturedesk.com)

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Die nächste Protestkundgebung gegen die Auflösung der Unfallversicherungsanstalt (AUVA) finden am 20. April in Salzburg statt. Für die zuständige Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) ist das unverständlich. Sie verweist auf die Bestandsgarantie für die Krankenhäuser.

1.000 Teilnehmer werden laut Gewerkschaft bei der Demo erwartet. Ärzte, Pflegepersonal, Angestellte der Salzburger Gebietskrankenkasse, Patienten und Unternehmer gehen auf die Straße: "Zum Beispiel Sanitätshäuser, die im Auftrag der AUVA Prothesen herstellen, das Rote Kreuz, der Samariterbund - ganz viele Bereiche, die von einer Zerschlagung der AUVA betroffen werden, haben uns auch signalisiert, dass sie sich mit uns solidarisieren", erzählt Gewerkschafter Gerald Forcher (SPÖ) dem "ORF".

"Warum die streiken? Das ist Politik."
Hartinger-Klein jedenfalls kann die Streiks nicht verstehen. Neben einer Bestandsgarantie gebe es doch auch eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter. "Warum die streiken? Ich glaube das ist Politik", wird sie zitiert.

Zweifel der Gewerkschaft
Doch die Gewerkschaft bezweifelt die Bestandsgarantie. "Man hat aber gefordert, dass die AUVA 500 Millionen einsparen muss bis Jahresende bzw. Vorschläge liefern muss, wie man gedenkt 500 Millionen Euro einzusparen. Irgendwas stimmt da nicht. Man muss die Karten auf den Tisch legen," sagte Forcher.

Die Sozialministerin argumentiert unterdessen mit einem "aufgeblähten Verwaltungsapparat". An der Unfallversorgung fpr Versicherte soll sich nichts ändern - Arbeits- und Freizeitunfälle sollen weiter ohne Unterschied versorgt werden.

Eignungstest für Funktionäre
Eine neue Forderung, die die Ministerin in den Raum stellt, ist ein Eignungstest für Kassenfunktionäre. "Um eine Aufsichtsfunktion warhzunehmen, braucht man eine entsprechende Qualifikation. Diese Qualifikation möchte ich sicherstellen, weil die Versicherten brauchen entsprechend kompetente Persönlichkeiten, die ihre Interessen vertreten", sagte Hartinger-Klein.

Dagegen hat Gewerkschafter Forscher keine Bedenken, man überlege sich ohnehin schon sehr gut, wen man in die Selbstverwaltung hineinsetzt, sagte er. Also: "Wenn die Frau Ministerin glaubt, dann soll sie Eignungstests machen."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rudi am 15.04.2018 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    auva

    wenn man so blöd agiert muss man rechnen dass so blöd reagiert wird , massnahmen zwar nötig , aber wenn man drastisches fordert muss man sagen wie es gehen soll ( wenn man es weiss )

  • Toni am 15.04.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständnis

    Sie versteht leider nichts. Weder das es einen Nichtraucherschutz geben sollte, noch das man ohne Konzept nicht Arbeitnehmer und Patienten verunsichern sollte. Ich wünsche mir wieder ein Ärztin als Gesundheitsministerin.

  • Franz Absberg am 15.04.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Panik unnötig

    Die Krankenhäuser und Rehabilitationszentren der AUVA sind Spitzenklasse und niemand will sie abschaffen. Gewollt ist eine Gesamtreform der Sozialversicherung mit über 22 Anstalten, Direktionen etc. Eine Sparmassnahme zur Entbürokratisierung zum Wohle der Patienten.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ein Patient am 16.04.2018 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Persönliche Rache

    Mir ist unverständlich warum die Hartinger sich in der AUVA sich um den Direktorposten beworden hat und 2 Jahre dagegen Gerichtlich ankämpfte ??

  • Na Servas am 15.04.2018 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glanzlichter

    Ich glaub das ist Politik? Die Aussage einer Ministerin? Wenn sie glaubt, dann währe sie bei der Caritas besser aufgehoben. Nur eine von der großen Anzahl von unfähigen Ministern dieser Regierung.

  • Anyta am 15.04.2018 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Auweh

    Kann ich schon verstehen, denn allein die vielen Primarus, die Sachverständigen, verlieren ihre Jobs und müssen mit anderen Gesellschaften Verträge abschließen. Die werden vermutlich nicht so gut aussehen und nicht das gute Taschengeld bringen.

  • Toni am 15.04.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständnis

    Sie versteht leider nichts. Weder das es einen Nichtraucherschutz geben sollte, noch das man ohne Konzept nicht Arbeitnehmer und Patienten verunsichern sollte. Ich wünsche mir wieder ein Ärztin als Gesundheitsministerin.

  • Lupo am 15.04.2018 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Neueste Meldung aus Ministerium:

    Durch die Abschaffung der AUVA profitieren alle ! Die fünf Millionen Versicherten werden viel vorsichtiger sein, wenn sie wissen, dass die AUVA nicht mehr für ihre Unfälle aufkommt. Und die Unternehmen machen um hunderte Millionen Euro mehr Gewinn; wiewohl leider die einzelnen Betriebe halt nur einen Nasenrammel Ersparnis haben werden. Aber trotzdem, also wirklich, alle haben was davon. Und wenn sich die Arbeitnehmer privat versichern, machen die Versicherungen noch zusätzlich einen Haufen Gewinn."