Umstrittenes Projekt

01. Februar 2018 17:13; Akt: 01.02.2018 17:13 Print

Heumarkt: Strache droht Wien mit Höchstgericht

Der geplante 66-Meter-Turm am Heumarkt gefährdet den Status Wiens als UNESCO-Weltkulturerbe. Jetzt stellt sich auch die Bundesregierung gegen die Stadt Wien.

Bundesregierung gegen Wien um Weltkulturerbe. (Video: APA/ORF)

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Das umstrittene Hochhausprojekt auf dem Heumarkt bedroht den Status der Bundeshauptstadt als UNESCO-Weltkulturerbe. Jetzt stellt sich auch die türkis-blaue Koalition gegen die Pläne der rot-grünen Stadtregierung.

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"Wir wollen tun, was nötig ist, um den Weltkulturerbe-Status Wiens zu erhalten," kündigten Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) in einer gemeinsamen Pressekonferenz an. "Die Bundesregierung wird jetzt sämtliche rechtlichen Schritte mit aller Sorgfalt auch prüfen und gegebenenfalls auch die notwendigen Schritte setzen", so Strache weiter.

Mit 66 Metern liegt die Bauhöhe des geplanten Wohnturms am Wiener Heumarkt weit über den von der UNESCO vorgeschriebenen 43 Metern für den historischen Stadtkern. Damit würde eine wichtige Auflage missachtet, weshalb jetzt auch der Weltkulturerbe-Status wackelt.

"Es wäre ein riesiger Schaden für Wien"

"Als Staatsvertrag liegt es primär an der Bundesregierung diese Verpflichtung einzuhalten", erklärte Strache: "Die Stadt Wien verstößt mit dem geplanten Heumarkt-Projekt gegen diese Verpflichtung zum Schutz und Erhalt des UNESCO-Weltkulturerbes."

Strache könne sich ein generelles Hochhausverbot, nach Pariser Vorbild, in der Innenstadt vorstellen. "Es wäre ein riesiger Schaden für Wien", wenn ein solches Bauprojekt durchgepeitscht würde und auch den berühmten Canaletto-Blick vom oberen Belvedere auf den Stadtkern verschandeln.

Die Regierung will durch einen Workshop unabhängiger Experten und Überprüfung der städtebaulichen Entwicklung eine Basis für eine Diskussion mit der UNESCO schaffen. Bis 1. August müsse man berichten, welche Empfehlungen angenommen und welche Maßnahmen gegen eine Aberkennung des prestigeträchtigen Status getroffen werden.

Die gesamte Pressekonferenz im Video:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christi am 01.02.2018 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wien

    Für Vassilakou ist ja nur wichtig, dass keine Sozialschmarotzer abgeschoben werden, alles andere ist ihr ja anscheinend egal.

  • Willi K. am 01.02.2018 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Strache am richtigen Weg

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Workshop unabhängiger Experten und Stadtplaner sich gegen das UNESCO-Weltkulturerbe entscheiden wird.

  • Helmut am 01.02.2018 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Drüberfahren, drüberfahren...

    Danke für die Umfrage! Sie zeigt einmal mehr die überwältigende Ablehnung durch die Bevölkerung und diese wiederum die Rechtswidrigkeit der Widmung, die ja ein öffentliches Interesse vraussetzt. Davon kann bei 83% Ablehnung in einer Demokratie nun wrklich nicht gesprochen werden. Schon um 2014 gab es eine Umfrage mit ähnlichem Ergebnis, die wurde jahrelang geheim gehalten. Nicht einmal unter den Funktionären der Grünen gab es eine Mehrheit fürs Projekt. Vassilakou und Häupl werden ihre Gründe haben, es mit Zähnen und Klauen zu verteidigen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nil am 03.02.2018 23:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strache ist unglaubwürdig

    Ich glaube den Strache kein Wort wenn man bedenkt was er vor der Wahl alles versprochen hat. Kammerzwang, GIS usw.... wird abgeschafft und nun hört man kein Wort mehr. Ist wie alle Politiker wenn sie beim Futtertrog gelandet sind. Schämen Sie sich Herr Strache

  • Anton am 03.02.2018 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kuverts

    Da müssten ja die Grünen die Kuverts zurückgeben die sie bei dem Deal bekommen haben! Warum sonst sollten sie Wien das antun?

  • Ein Grüner am 02.02.2018 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Genug Beispiele

    Herr Strache Lass die Bauen Wie Krankenhaus Nord wird es erst 2030 fertig.

  • Grüne Verweigerer am 02.02.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Grüne und Vassilakou

    Die tragen die Verantwortung und sonst niemand. Könnte für die noch richtig ungemütlich werden bei Schadensersatz.

  • Lise am 02.02.2018 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Halts zsamm!

    Der plappert ohne Ende. Leider nichts von Belang. Ist auch nicht so einfach ohne Schulabschluss. Tja, da müssen wir wohl durch.

    • Geistlos am 02.02.2018 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      okay danke

      ok danke für Ihren autobiographischen Kommentar u. geistlosen zweizeiler

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