Neues Gesetz

11. September 2018 12:10; Akt: 11.09.2018 12:20 Print

FPÖ will Radfahren ab neun Jahren erlauben

FP-Verkehrsminister Norbert Hofer möchte die Regelungen fürs Fahrradfahren lockern. Das gefällt der Radlobby.

Bislang dürfen Neunjährige nur in Begleitung auf der Straße fahren. (Bild: imago stock & people)

Bislang dürfen Neunjährige nur in Begleitung auf der Straße fahren. (Bild: imago stock & people)

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Bislang musste man zehn Jahre alt sein und einen Radfahrausweis haben, um alleine auf der Straße radeln zu dürfen. Das soll sich demnächst ändern, geht es nach dem FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer. Denn seiner Meinung nach sollten Neunjährige bereits eigenständig hinter dem Lenkrad sitzen dürfen.

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Das würde man nämlich perfekt an die vierte Schulstufe koppeln. Denn derzeit ist es so, dass in der Vierten Klasse der Verkehrsunterricht thematisiert wird. Dabei ist auch vorgesehen, dass man die Prüfung für den Radfahrausweis absolviert. Jedoch müssen Buben und Mädchen, die zu dem Zeitpunkt erst neun Jahre alt sind, ein paar Monate warten, bevor sie alleine in den Straßenverkehr dürfen. Diese Wartezeit will er mit einer Novelle abschaffen, wie "kurier.at" berichtet.

Kritik von Radlobby

Auch im Bezug auf Scooter und Laufräder soll es Änderungen geben. Hierbei darf man künftig wohl bereits mit acht Jahren auf dem Gehsteig fahren. Bislang musste eine Aufsichtsperson dabei sein, die mindestens 16 Jahre alt ist.

Die Radfahrer-Vertreter treten den geplanten Neuerungen mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Herabsetzung der Altersstufe begrüßen sie grundsätzlich. Kritik gibt es dennoch.

Roland Romano, Sprecher der Radlobby erklärt: "Leider bezieht sich diese Gesetzesänderung nur auf fahrzeugähnliches Kinderspielzeug und nicht auf Fahrräder. Das bedeutet aber, dass Neunjährige nicht auf dem Gehsteig radeln dürfen, sondern sich in den 50 km/h Mischverkehr eingliedern müssen. Das halte ich für problematisch."

Problematisch sieht man auch die geplante Regelung, bei rot rechts abbiegen zu dürfen. Das könnte eine Gefährdung für Radfahrer bedeuten, meint Romano. Er fände es sinnvoller, wenn man diese Regelung lediglich auf Radler beschränken würde.

Weitere geplante Neuerung: Wenn Radfahrer direkt neben einem Zebrastreifen die Straße überqueren möchten, dann müssen sie von dem Rad absteigen und schieben.

Der Entwurf wird derzeit begutachtet. Danach wird im Ministerrat darüber abgestimmt.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 11.09.2018 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Radeln

    Finde ich nicht so toll Kinder passen nicht auf

    einklappen einklappen
  • Karli am 11.09.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schnappsidee, die 156.

    Wieder so eine geniale Idee. Was haben wir nur vor Herrn Hofer gemacht? Schon mal die Unfallzahlen für Radfahrer in Wien gelesen?

    einklappen einklappen
  • Norbert am 11.09.2018 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Regierung

    Die FPÖ hat nun endlich die wirklich wichtigen Probleme der Österreicher erkannt.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • wowodotcom am 12.09.2018 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Und morgen

    wird dann wieder "ZURÜCKGERUDERT"? Einerseits bei der AUVA sparen und Unsicherheit verbreiten, aber gleichzeitig die Kinder früher in den gefährlichen Straßenverkehr lassen. (Vom aufgehobenen Rauchverbot rede ich gar nicht). Es sollten einmal Dinge angegangen werden, die wirklich für uns wichtig sind.

  • Monika am 12.09.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schutz und Sicherheit auf unseren Straßen

    sind unsere Kinder nicht schützenswert genug und haben wir verdrängt in einer Großstadt zu leben? Vergessen all diejenigen, die zu klein waren um den Straßenverkehr zu verstehen, darauf rechtzeitig zu reagieren und zu Tode kamen. Auf der Autobahn darf es viel schneller werden, statt Entschleunigung kommt Beschleunigung. Das ist doch nicht in Ordnung! Mehr Schutz und Sicherheit auf unseren Straßen darum soll es gehen.

  • ICH am 12.09.2018 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    radfahren

    Es passieren schon genug Unfälle, bei denen Kinder beteiligt sind, weil sie mit der Umwelt überfordert sind. Da muß man nicht noch extra Leben und Gesundheit riskieren. Auch an die Autofahrer sollte man denken, wenn ein Radfahrer einem vor das Auto fährt.

  • 17er am 12.09.2018 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Das war´s?

    Gibt es aus dem Infrastrukturministerium auch wichtigere Dinge als 140er Teststrecken, Rechsabbiegen und Kinderradfahren zu berichten? Wenn das die bisherige Leistungsbilanz ist na servas.

  • Hans am 12.09.2018 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Orbert Ofer

    Ok. Häupl macht Werbung für Spritzwein. Und Hofer macht keine Werbung für Schnaps, weil den sauft er selber literweise.