SPÖ verurteilt Attacke

24. März 2019 14:48; Akt: 24.03.2019 15:59 Print

Jetzt nennt die FPÖ den ORF "Lückenpresse"

Die Wiener Freiheitlichen fühlen sich von einem TV-Bericht totgeschwiegen, obwohl Vizekanzler Heinz-Christian Strache sehr wohl Erwähnung findet.

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Planmäßig findet die Landtagswahl in Wien im nächsten Jahr statt und die Parteien bereiten sich bereits darauf vor. Birgit Hebein, die künftige Chefin der Wiener Grünen, hat am Samstag ihre Klingeltour gestartet. Der ORF war für die Sendung "Wien heute " dabei, der Bericht stieß aber auf das Missfallen der Wiener FPÖ.

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"Über die FPÖ wurde mit keiner einzigen Silbe berichtet, obwohl wir täglich bei den Wiener Bürgern sind", beklagt Michael Stumpf, der Wiener Landesparteisekretär der FPÖ, in einer Aussendung am Sonntag. Er ortet eine "stümperhafte Methodik des ORF, die FPÖ totzuschweigen".

Strache kommt vor

In dem Beitrag werden die anderen Parteien kurz erwähnt: Die ÖVP mit ihrer Mindestsicherungstour in den Wiener Gemeindebauten, NEOS-Chef Christoph Wiederkehr mit seinen bevorstehenden Auftritten als Kabarettist und die Bemühungen des Bürgermeisters Michael Ludwig (SPÖ) im Arbeiterkammer-Wahlkampf.

Und: Auch die FPÖ findet Erwähnung. Vom blauen Vizekanzler und Bundesparteichef Heinz-Christian Strache habe es zusammen mit Gernot Blümel (ÖVP) bereits Wahlkampftöne in der Heumarkt-Affäre gegeben, heißt es in dem TV-Bericht.

Stumpf von der FPÖ Wien ortet trotzdem "ORF-Lückenpresse". Denn man sei in Wien mit "Hausbesuchen, Touren durch Gemeindebauten und Veranstaltungen öffentlicher Art" präsent. Der ORF gehöre "dringend reformiert". Dazu zählen auch die GIS-Gebühren, für deren Abschaffung die Freiheitlichen auftreten. Man

Hier ist der betreffende Beitrag:

SPÖ-Landesparteisekretärin Barbara Novak feuerte kurz darauf per Aussendung gegen die angedachte Verstaatlichung: "Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. Der ORF darf nicht unter die Kontrolle des Finanzministers geraten." Dass Stumpf davon ausgehe, dass "ein steuerfinanzierter ORF wohlwollend über die Freiheitlichen berichtet, spricht Bände".

Zum Thema: Mehrheit für Abschaffung der ORF-Gebühren >>>

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(lu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habakuk am 24.03.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Unparteiisch?

    Wird Zeit, dass es zu einschneidenden Veränderungen beim ORF kommt.

  • karl am 24.03.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lückenpresse

    Darum sollte die GIS abgeschafft werden und der ORF muß sich selbst finanzieren mit guten Programm und Einsparungen. Dann gebe es keinen Rotfunk mehr.

  • Ibinnetgroß am 24.03.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Iiiiihahahahahaha,

    Lückenpresse trifft es genau! Hatte eh noch nichts zu Lachen heute. Aber nicht nur der ORF, alle vergessen oft etwas zu erwähnen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rene am 26.03.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ach da kommen Sie wer jetzt drauf

    Das ist schon klar seit einigen Jahren. Aber schön langsam kommt ein jeder drauf das ORF nicht das ist was es sein soll

  • Franz Absberg am 25.03.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlende Objektivität des ORF

    Um objektiv informiert zu werden muss man die Servus-Nachrichten ansehen da im ORF leider die "Linkstendenz" vorherrscht.

  • AndreaR am 25.03.2019 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Das war ein Bericht über die Grünen! Warum sollen da die anderen Parteien vorkommen, außer dass sie am Rande erwähnt werden. Typisch Message control der Regierungspartei! Sie sehen ihre Felle davon schwimmen!

  • Georg Kosak am 24.03.2019 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Oma hat...

    immer gesagt: "Das sind die ORF-Löcher vom Küniglberg!" Und das ist schon mehr als 20 Jahre her! Ein Volltreffer von ihr, ODER?

  • Kristina am 24.03.2019 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    BSc.

    Nie hat Herr Stumpf gesagt, der ORF möge wohlwollend berichten, das ist SPÖ Gequatsche. Ein Foto des Herrn Vizekanzler mit Herrn Blümel einzublenden finde ich tatsächlich auch zuwenig um von ausgewogener Berichterstattung zu sprechen.