Plädoyer für Europa

28. August 2018 10:50; Akt: 28.08.2018 14:59 Print

Kanzler Kurz sieht in EU ein "Erfolgsprojekt"

"Friede, Freiheit, Wohlstand": Sebastian Kurz hat bei seiner Rede am Forum Alpbach ein flammendes Plädoyer für die europäische Union gehalten.

Kanzler Sebastian Kurz (VP) hielt in Alpbach ein flammendes Plädoyer für die europäische Union. (Bild: picturedesk.com/APA)

Kanzler Sebastian Kurz (VP) hielt in Alpbach ein flammendes Plädoyer für die europäische Union. (Bild: picturedesk.com/APA)

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Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) outete sich beim Forum Alpbach erneut als großer Fan der europäischen Union. In seiner Rede sagte Kurz, dass man nie vergessen solle, dass die europäische Union, trotz aller Herausforderungen und Reformnotwendigkeiten, das "größte Erfolgsprojekt des 20.Jahrhundert" sei. Die EU-freundlichen Worte des Kanzlers vor einer Diskussionsrunde über die Prioritäten des österreichischen Ratsvorsitzes kamen, nach diversen Angriffen des Koalitionspartners auf die EU (unter anderem unterstellte FP-EU-Mandatar Vilimsky dem EU-Kommissionspräsidenten Juncker schweren Alkoholismus, "Heute" berichtete), relativ überraschend für viele internationale Beobachter.

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Viel Lob von Kurz für europäische Union....

Kurz bemühte sich in seiner Rede die positiven Aspekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft in den Vordergrund zu rücken. Die Union sei laut Kurz ein Garant für "Frieden, Freiheit und Wohlstand" - und das für rund 500 Mio. Menschen. Aber auch über die Grenzen Europas hinweg sieht Kurz einen äußerst positiven Effekt der EU. Die EU sei inzwischen zum größten Zahler von Entwicklungshilfe weltweit aufgestiegen, so Kurz. Deshalb sei auch die Entwicklung eines "gesunden, europäischen Selbstbewusstseins" wünschenswert.

......aber auch viel Kritik

Neben vielen freundlichen Worten setzte es vom Kanzler allerdings auch Kritik in Richtung der EU. Die Union müsse ihr Fundament weiter stärken, so Kurz. Möglichkeiten dazu ortet Kurz einerseits in einer Verstärkung eines "ordentlichen" Außengrenzschutzes, andererseits brauche es auch Kurskorrekturen. „Das Fundament der EU ist nicht die Summe an Förderungen, die verteilt werden, die Zahl der Beamten in Brüssel oder unsere Wirtschaftsleistung. Das Fundament der EU sind unsere Grundwerte: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Freiheit, und dabei dürfen wir keine Kompromisse machen,“ so der Kanzler in seiner Rede in Alpbach. Zwar sieht auch Kurz bei der EU "noch Luft nach oben", jedoch sei es falsch stetig die "ganze Union" infrage zu stellen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Poksnimma am 28.08.2018 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr geehrter Herr Kurz

    das: Die Union sei laut Kurz ein Garant für "Frieden, Freiheit und Wohlstand" - und das für rund 500 Mio.  können Sie nicht ernst meinen?!?!?

    einklappen einklappen
  • zimbo am 28.08.2018 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Öxit

    Kurz ist ein Vertreter der Knochenmühle.

  • Nil am 28.08.2018 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig falsch

    Mit seiner Meinung über die EU steht der Kurz ab mit nur max. 35 % Unterstützung der Österreichischen Bevölkerung da. Der Rest der Bevölkerung ist gegen die EU. Er soll eine verpflichtende Volksabstimmung machen dann sieht er was die ÖsterreicherInnen wirklich wollen, aber das traut er sich nicht weil er weiß das die absolute Mehrheit gegen die EU ist. Ich glaub kaum das meine Meinung veröffentlicht wird.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • thunderbolt am 30.08.2018 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    altes Spiel

    Der Herr Kurz spielt "ich seh, ich seh, was Du nicht siehst" :p

  • Martin am 29.08.2018 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Entwicklungshilfe?

    Kann mir jemand mal erklären wie das funktionieren soll mit der Entwicklungshilfe. Denn die Länder die sie erhalten müssen jedes Jahr für alte Kredite die sie haben, Zinszahlungen tätigen (an den Westen) die, die Entwicklungshilfe um mindestens das doppelte übersteigt.

  • Nil am 29.08.2018 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ischias

    Nimmt der Kurz das gleiche wie Junker wegen Ischias zu sich ? Wenn ja Sebastian Finger weg von diesen Zeug.

  • Seitenblick am 29.08.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe naht ihn Wien am Abend

    Er ist noch jung und kam keinem Migranten in die Quere. Das entschuldigt sein Statement. Wie ich schon Hrn. Häupl geraten habe sollten die Politiker mal, nach Feierabend, in der Hauptstadt Österreichs, zu Fuss und ohne Bodyguard herumlaufen. Dann wird ihnen geholfen die Realität hautnahe zu erleben.

  • Max Mustermann am 29.08.2018 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Friedens- und Wohlstandsstifter EU

    EU ein Garant für "Frieden, Freiheit und Wohlstand" ? Na, die Drogen hätte ich auch gerne. Muß was vom ganz starken Zeug sein. Ansonsten mag ich den Kurz. Weiß schon, wir haben heuer den Ratsvorsitz. Da muß man halt was daherschwafeln über die Vorzüge der EU.