"Diplomatie kann mehr sein"

31. August 2018 14:38; Akt: 31.08.2018 14:40 Print

Kneissl tanzte Bossa Nova mit EU-Amtskollegen

Karin Kneissl und Federica Mogherini traten am Freitag nach dem EU-Außenministerrat gemeinsam vor die Presse und betonten die gute Stimmung bei den produktiven Gesprächen.

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Die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten sind am Donnerstag und Freitag zu informellen Treffen in der Hofburg in Wien zusammengekommen. Kneissl plädierte für ein politisches Signal an den Balkan. Die Außenministerin würde einen möglichen Gebietsaustausch zwischen Serbien und Kosovo mit "großer Skepsis" entgegen sehen.

"Wir haben intensiv und fruchtbar diskutiert", erklärte Kneissl am Freitagnachmittag beim anschließenden Pressefoyer, das sie gemeinsam mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini führte. Die Italienerin bedankte sich eingangs für die Gastfreundschaft Österreichs und ließ wissen: "Wir werden mit dem österreichischen EU-Ratsvorsitz Hand in Hand arbeiten."

"Operation Sophia" wird fortgesetzt

Besprochen wurden bei dem zweitägigen informellen Treffen in Wien u.a. die transatlantischen Beziehungen. So gebe es nach wie vor Meinungsverschiedenheiten mit den USA, aber auch sehr viele Punkte, in denen die Zusammenarbeit als positiv hervorzuheben sei. Abgesehen davon wurde über den Iran ("Der Iran bereitet uns große Sorge") gesprochen, über die anstehenden Wahlen in Bosnien-Herzegowina und auch über die "Operation Sophia". "Alle Mitgliedsstaaten haben sich gestern und heute einstimmig für die Fortsetzung der Operation ausgesprochen", so Mogherini. Der Marineeinsatz hat die Verfolgung von Schleppern und die Rettung von Menschen auf See zum Ziel.

Generell habe bei den Gesprächen "deutlicher Konsens geherrscht, um praktische Lösungen zu finden". Auch Kneissl bestätigte eine "gute Stimmung. Wir haben uns ausgetauscht und der Austausch war gut." Beide beurteilten die Beziehungen zu den Westbalkan-Staaten und die weitere Annäherung zwischen Serbien und Kosovo positiv. Ebenfalls über ein humanitäres Hilfspaket für Venezuela wurde gesprochen.

Zu möglichen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei stellte Kneissl nur kurz fest: "Sie kennen unseren Koalitionsvertrag, und Herr Cavusoglu kennt ihn auch."

Vom Walzer zum Samba

Dass Diplomatie "viel mehr sein kann, als sich wechselseitig Policy-Briefing-Notes um die Ohren zu hauen", erklärte Kneissl außerdem. So erzählte sie vor versammelter Presse, dass sie am Donnerstagabend mit ihren Amtskollegen aus Großbritannien, Griechenland, Rumänien und Polen "Samba- und Bossa-Nova-Runden" gedreht habe.

Auf ihren Hochzeitstanz mit Russlands Staatschef Putin angesprochen, meinte Kneissl: "Das spielt keine politische Rolle. Ich habe in meinem Leben schon mit so vielen Männern getanzt."

Kneissl äußert sich im ZiB2-Interview zu ihrer Hochzeit:


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herbi am 31.08.2018 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bossa-NOVA

    Alle unsere Politiker lieben die Bossa-NOVA. Diese wird ja ab morgen erhöht.

  • Geheimrat am 01.09.2018 04:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kein weiteres Geld f d.Zentrale

    Wichtig ist bitte dass der Mitgliedsbeitag bei der EU den die Steuerzahler pro Jahr an die Zentrale nach Brüssel schicken nicht erhöht wird. Derzeit 3 Milliarden im Jahr, da Ö selbst kein Geld mehr hat. Abstimmung dazu ist erforderlich

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  • Dirk Cisewski am 01.09.2018 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe liebe Österreicher!

    Besteht die Möglichkeit sich Frau Kneissl mal auszuleihen? Nach deutschland mein ich. Mir ist bewusst bei Euch ist auch nicht alles Perfekt nur mit Mutti können wir nicht mehr. Ich persönlich bin sogar mit einer Adoption einverstanden. Ich bin echt neidisch.Wer Knicks und Tanzt führt keine Kriege. Bitte nur für 5 Jahre. Es könnte ein Anfang sein.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Lupo am 01.09.2018 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Eindeutig !

    Blond und blauäugig ! Mehr geht nicht !

  • Dirk Cisewski am 01.09.2018 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe liebe Österreicher!

    Besteht die Möglichkeit sich Frau Kneissl mal auszuleihen? Nach deutschland mein ich. Mir ist bewusst bei Euch ist auch nicht alles Perfekt nur mit Mutti können wir nicht mehr. Ich persönlich bin sogar mit einer Adoption einverstanden. Ich bin echt neidisch.Wer Knicks und Tanzt führt keine Kriege. Bitte nur für 5 Jahre. Es könnte ein Anfang sein.

    • Joschi am 01.09.2018 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Nä nä nä

      Der Tag ist gerettet. Nein Ihr kriegt sie nicht. Habe herzlich gelacht. Danke!

    • Kai Pflaume am 01.09.2018 17:09 Report Diesen Beitrag melden

      @Dirk

      Die könnt ihr gerne haben , die braucht in Österreich kein Mensch.

    • DaOideKarl am 01.09.2018 18:10 Report Diesen Beitrag melden

      Da wird wohl nix draus

      Die hat sich ihren Posten beim Gazprom schon gesichert. Dafür kriegt ihr euren Schröder zurück

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  • Geheimrat am 01.09.2018 04:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kein weiteres Geld f d.Zentrale

    Wichtig ist bitte dass der Mitgliedsbeitag bei der EU den die Steuerzahler pro Jahr an die Zentrale nach Brüssel schicken nicht erhöht wird. Derzeit 3 Milliarden im Jahr, da Ö selbst kein Geld mehr hat. Abstimmung dazu ist erforderlich

    • Hans Fuchs am 03.09.2018 12:27 Report Diesen Beitrag melden

      Irreführendes Posting

      Der Großteil fließt in Form von Förderungen wieder zurück. Im Jahr 2015 betrug der Nettobeitrag Österreichs etwa 850 Mio EUR, also rund 0,25 % des österreichischen BIP, fließen "an die Zentrale nach Brüssel", nicht 3 Mrd..

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  • Petra Krause am 31.08.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kniefall

    Sie kann wenigstens mal ihren Enkerl erzählen dass sie vor Putins Hosentürl gekniet ist.

    • Evelyn Gabor am 01.09.2018 01:42 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Kiefall - Tanzkomponente !

      Ich weiß nicht auf welcher Hochzeit Sie waren ? Konnte keine kniende Frau vor einem Hosentürl sehen ! Kommen Sie aus dem Rotlichtmilieu ? ? ?

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  • Sebastian Lang am 31.08.2018 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ohnmacht

    Ja sie kann auch in Ohnmacht fallen.