"#KeinenMillimeter"

23. April 2019 16:33; Akt: 23.04.2019 16:33 Print

Initiative will Spät-Abtreibungen verteidigen

Es formiert sich Widerstand gegen die Forderung, späte Schwangerschaftsabbrüche in Österreich einzuschränken.

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Am 7. Mai wird die Bürgerinitiative "#Fairändern" im Petitionsausschuss des Parlaments behandelt. etwa 60.000 Österreichern haben für die Initiative unterschrieben, die eine Einschränkung später Schwangerschaftsabbrüche in Österreich fordert. Zu prominenten Unterstützern zählen etwa Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) und ÖVP-Behindertensprecherin Kira Grünberg.

Großes Info-Aufgebot

Als Gegenseite positioniert sich nun die Initiative "#KeinenMillimeter", die bis zum 7. Mai auf rege Unterstützung hofft. In den kommenden zwei Wochen sind Pressekonferenzen, Diskussionsveranstaltungen, Unterschriften-Sammelaktionen, Information in sozialen Medien und ein Aktionstag am 6. Mai geplant. Das Ziel ist es, die derzeitige gesetzliche Lage so zu belassen wie sie ist. Unterschriften werden ab sofort online gesammelt.

In Österreich ist ein Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten straffrei, danach nur unter bestimmten, strengen Voraussetzungen möglich. Lesen Sie mehr dazu im großen "Heute.at"-Interview mit Professor Peter Husslein, dem Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde am Wiener AKH.

"Keinen Millimeter" weichen

Bei der Vorstellung der Aktion am Dienstag in Wien erklärten die Grüne Bundesrätin Ewa Dziedzic, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner, Neos-Abgeordnete Irmgard Griss und Lena Jäger vom Frauen-Volksbegehren, man werde "keinen Millimeter" weichen. Es gehe darum, das erkämpfte Recht der Frauen auf Selbstbestimmung über ihren Körper zu verteidigen.

An der Pressekonferenz nahm auch ein betroffenes Paar teil. Alexandra und Michael Dorner haben ihre Geschichte bereits Anfang des Monats gegenüber "Heute.at" geschildert. Der Appell der Eheleute, die die "schwerste und traurigste Entscheidung" ihres Lebens treffen mussten: "Bitte nehmen Sie den Müttern die Entscheidung nicht weg."

Mehr zum Thema: Was es heißt, ein Baby in der 23. Woche abzutreiben >>>

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ehklar am 23.04.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Ich verstehe die Intentionen sehr gut, "späte Abbrüche" zu verhindern, zumindest moralisch. Aber ich bin sicher, dass solche nicht leichtfertig und unüberlegt vorgenommen werden. Ein solcher Eingriff wird nur nach Indikation und Beratung durchgeführt. ICH traue mich als Außenstehender, nicht Betroffener, nicht darüber zu urteilen. DAS ist das prinzipielle Problem bei dieser Initiative. Diese will ins Leben Anderer eingreifen, die Folgen aber nicht tragen. ICH wüsste im Voraus nicht, wie ich entscheiden würde, aber eine "Entscheidung Anderer" strikt ablehnen.

  • AndreaR am 24.04.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Tragen diese Leute, die eine Änderung des Gesetzes fordern, die Schmerzen und das Leid der Kinder und deren Eltern? Solange sie das nicht tun, haben sie kein Recht eine Änderung zu fordern. KEINE Frau macht leichtfertig eine Spätabtreibung!

  • Karl am 23.04.2019 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenz

    Das Selbstbestimmungsrecht über seinen eigenen Körper ist eigentlich grundsätzlich nach der heutigen Gesetzeslage in Frage zu stellen, aber dieses Argument ist in dem Zusammenhang ohnehin nicht gerechtfertigt. Es geht um den Körper eines anderen Menschen. Aber wenn man diesbezüglich dennoch darauf beharrt, dann müsste es letztlich auch im Hinblick auf Sterbehilfe Anwendung finden dürfen. Ein Mensch erhält seine Rechte alleine von der Gesellschaft, in der er lebt. So muss sich diese darauf einigen, was sie ihren Mitgliedern als Menschenrecht zugesteht.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • AndreaR am 24.04.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Tragen diese Leute, die eine Änderung des Gesetzes fordern, die Schmerzen und das Leid der Kinder und deren Eltern? Solange sie das nicht tun, haben sie kein Recht eine Änderung zu fordern. KEINE Frau macht leichtfertig eine Spätabtreibung!

  • dsgl am 23.04.2019 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Eine sehr wichtige Angelegenheit

    Hab gerade unterschrieben !!

  • Karl am 23.04.2019 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenz

    Das Selbstbestimmungsrecht über seinen eigenen Körper ist eigentlich grundsätzlich nach der heutigen Gesetzeslage in Frage zu stellen, aber dieses Argument ist in dem Zusammenhang ohnehin nicht gerechtfertigt. Es geht um den Körper eines anderen Menschen. Aber wenn man diesbezüglich dennoch darauf beharrt, dann müsste es letztlich auch im Hinblick auf Sterbehilfe Anwendung finden dürfen. Ein Mensch erhält seine Rechte alleine von der Gesellschaft, in der er lebt. So muss sich diese darauf einigen, was sie ihren Mitgliedern als Menschenrecht zugesteht.

  • Ehklar am 23.04.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Ich verstehe die Intentionen sehr gut, "späte Abbrüche" zu verhindern, zumindest moralisch. Aber ich bin sicher, dass solche nicht leichtfertig und unüberlegt vorgenommen werden. Ein solcher Eingriff wird nur nach Indikation und Beratung durchgeführt. ICH traue mich als Außenstehender, nicht Betroffener, nicht darüber zu urteilen. DAS ist das prinzipielle Problem bei dieser Initiative. Diese will ins Leben Anderer eingreifen, die Folgen aber nicht tragen. ICH wüsste im Voraus nicht, wie ich entscheiden würde, aber eine "Entscheidung Anderer" strikt ablehnen.