Auch SPÖ kritisiert

30. August 2018 15:37; Akt: 30.08.2018 15:37 Print

Kern ging mit Polit-Kritiker Ambros auf ein Gulasch

Diese Gulasch-Einladung nahm er an. Wolfgang Ambros, der zuletzt die FPÖ, aber auch die SPÖ kritisierte, war mit Christian Kern im Gasthaus.

Gemeinsam im Gasthaus: Kern und Ambros mit Gulasch und einem Seidl Bier. (Bild: privat)

Gemeinsam im Gasthaus: Kern und Ambros mit Gulasch und einem Seidl Bier. (Bild: privat)

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In einem Gasthaus in Niederösterreich trafen sich am Donnerstag Austropop-Legende Wolfgang Ambros und einer der Politiker, die er in letzter Zeit medienwirksam kritisiert hat.

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Versöhnungs-Menü
Am Tisch: "A Gulasch und a Seidl Bier". Angelehnt an Ambros' Song aus dem Jahr 1975 (gemeinsam mit Georg Danzer) wird der Kombi offenbar über alle Parteigrenzen hinweg eine große versöhnliche Wirkung zugeschrieben. Schon die FPÖ wollte die Sache mit Ambros bei diesem Gericht wieder einrenken, aber der Musiker ging nun lieber mit den Sozialdemokraten essen.

"Braune Haufen"
In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" löste Ambros mit seiner scharfen Kritik an der türkis-blaue Regierung einen Shitstorm aus. In der FPÖ gebe es "viele braune Haufen", sagte er.

Die FPÖ schimpfte zurück, "abgehalftert" sei er, der Ambros. Strache relativierte die Kritik später, auf ein "Gulasch und ein Seidl Bier" wollte Ambros mit Generalsekretär Hafenecker aber trotzdem nicht gehen.

Auch SPÖ kritisiert
Auch die SPÖ bekam von Ambros in der Zwischenzeit sein Fett weg. In einem Interview mit der Kitzbüheler Bezirkszeitung charakterisierte er den derzeitigen Zustand der Partei als "verwahrlosten Haufen".

Anstatt den Austropop-Sänger öffentlich zu beschimpfen, sprach die offenbar SPÖ gleich die Einladung ins Gasthaus aus. Ambros sagte zu.

Und so kam er am Donnerstag gegen Mittag mit SPÖ-Chef Christian Kern in der Wirtsstube des Hotel Wiental in Pressbaum zusammen, um den neuen Wiedergutmach-Klassiker Gulasch und ein Seidl Bier zu konsumieren.

Ambros gibt Ratschläge
Man habe sich in aller Ruhe ausgetauscht, heißt es. "Heute habe ich Wolfgang Ambros auf ein Gulasch und ein Seidl Bier getroffen. Für mich ist er ein genialer Musiker und kluger Chronist der österreichischen Seele. Wir haben uns über die Politik in Österreich, den Rechtsrutsch und wie man darauf reagieren kann, ausgetauscht. Ich habe ihn gefragt, was er an der SPÖ kritisch sieht. Seine Einschätzung war sehr interessant: Seinen Ratschlag, dass die SPÖ sich auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Regierung und nicht interne Debatten fokussieren sollte, beherzige ich gerne", beschreibt Kern das Treffen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manta am 30.08.2018 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Kernlose Inszenierung, wie immer

    Also eine Inszenierung von Anfang an, glaubt Ambros wir durchschauen das nicht? Vom Sozi Kern sind wir ja die Inszenierungen gewohnt, nur dass Ambros da mitspielt, enttäuscht schon.

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  • Max Mustermann am 30.08.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann Prost!

    Hoffentlich wurde ein Video bei diesem Essen gedreht. Ich mag die Vollholler Productions total gerne, weil sie so lustig sind. Schrecklich wie stark sich der Herr Ambros verändert hat.

  • hans am 30.08.2018 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    prost mahlzeit

    wenn man sich das anschaut, wird einem übel...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nil am 02.09.2018 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einer fehlt

    Da fehlt nur mehr der Junker und die drei unnötigsten Europäer wären auf einen Foto.

  • Stefan am 31.08.2018 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Alltagsprobleme

    Gestern hat uns unser Chef mitgeteilt das wir die nächsten 2 Wochen 12 Stunden "freiwillig" arbeiten müssen, meine Frau muss voraussichtlich ebenfalls länger arbeiten. Wir haben 3 schulpflichtige Kinder. Danke Hr. Strache!

    • früher überlegen am 31.08.2018 09:28 Report Diesen Beitrag melden

      früher überlegen

      Sie hätten sich früher überlegen sollen, ob sie sich diese Kinder leisten können oder nicht.

    • Monika am 31.08.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan

      Ich bin eine Frau ebenfalls mit drei Kinder die schichtarbeitet. Ich fahre täglich von Wien nach Mödling und ich werde oft von meinem Chef für samstags arbeiten angesprochen wenn ich das im Monat dazu rechne arbeite ich offt 12st, mich hat noch niemand dazu gezwungen. Ihr Chef wird sie vielleicht fragen aber zwingen wird er sie nicht. Lesen Sie sich das neue Gesetz zum verstehen durch.

    • E. E. am 02.09.2018 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan

      Dann ziehen sie die Reissleine. Gute Jobs gibt es genügend.

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  • Hans Peter am 31.08.2018 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Miteinander

    Liebe FPÖler die ganzen Debatten zw FPÖ und der Opposition helfen nur Hr. Kurz! Die Grundwerte der SPÖ und der FPÖ liegen nicht so weit auseinander. Leider hat Hr. Strache sich und die FPÖ an Hr. Kurz verkauft. Bei einem Personalwechsel auf beiden Seiten ist eine Zusammenarbeit der beiden, für die Menschen in Österreich, sicher besser als mit der ÖVP.

    • Phönix am 02.09.2018 07:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Hans Peter, nicht an Kurz "verkauft"...

      Strache bzw. der FPÖ blieb ja keine andere Möglichkeit um mit zu regieren. Die SPÖ grenzt ja die FPÖ schon Jahrzehnte aus. Ich bin der selben Meinung wie sie - SPÖ/FPÖ würden den Arbeitnehmern mehr bringen - nur, wen ständig jemand sagt: "mit der FPÖ NICHT", grenzt er sich damit selber aus und spielt nebenbei auch noch der ÖVP in die Hände.

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  • W.A. Mozart am 31.08.2018 00:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Songtext

    "A Gulasch und a Seidl Bier, des ist mei' Lebenselixier, auf'd Nacht, wenn der Magen kracht.." (c) W.A.

  • Ferdinand F. am 30.08.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar

    Beide,besonders aber der Ambros sind nur mehr Peinlich.So eine Inszenierung ist direkt grauslich.

    • Sucher am 31.08.2018 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ferdinand F.

      wenn Essen das ist , das man kauen muß, habe ich das auch schon gemacht. War aber nie ein Reporter dabei.

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