Vor Van der Bellen

12. April 2019 09:27; Akt: 12.04.2019 10:38 Print

Klima-Demonstranten lehnen Award ab

Das 4Gamechangers-Festival wurde mit einer großen Award-Show beendet. Dabei kam zu gleich mehreren Überraschungen.

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Alle Jahre endet das 4Gamechangers-Festival mit einer Preisverleihung. Dabei werden Personen und Organisationen ausgezeichnet, die – wie der Name des Awards vermuten lässt – das "Spiel ändern".

RAF Camora überrascht mit Anwesenheit

So überreichte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) den "4Startup"-Award an das Startup Instahelp. Im Vorfeld der Show kritisierte der Rapper Kid Pex den Auftritt von Kurz und gab bekannt, dass er seinen Auftritt absagen wird.

Der "4Music"-Award wurde an den Rapper RAF Camora verliehen. Lange Zeit war nicht klar, ob der Musiker überhaupt erscheinen wird, da er nicht wirklich ein großer Fan von der heimischen Medienlandschaft ist. Nach einer Laudatio durch die Festival-Co-Founderin Nina Kaiser kam er aber doch auf die Bühne und bedankte sich dafür, dass er das "Game changen durfte" indem er die österreichischen Charts zu einer Regeländerung zwang.

Er bedankte sich auch bei Arabella Kiesbauer, die an dem Abend die Moderation übernahm: "Du hast meine Jugend geprägt". Sie erwiderte sofort mit einem kleinen Seitenhieb gegen Ö3 und meinte, dass sie sich freue, dass es auch Musik gibt, die nicht aus Heiligenstadt aus groß gemacht werden muss.

"Das ist kein Spiel!"

Aufregung gab es schließlich bei der Verleihung des letzten Preises, dem "4Gamechangers of the Year"-Award. Der ging an die Bewegung "Fridays for future". Oder hätte an sie gehen sollen. Denn die Jugendlichen entschieden sich dafür, die Auszeichnung nicht entgegen zu nehmen.

Den Grund lieferte die Gruppe in ihrer fesselnden Rede: "Was bedeutet das? Das Spiel zu ändern? Welches Spiel ist damit gemeint? Hört sich das Massensterben von Tier- und Pflanzenarten und die Zerstörung von Ökosystemen nach einem Spiel an? Sind Hitzewellen, Dürre, Überschwemmungen, Lawinen, Schneechaos und Stürme - hier bei uns in Österreich - ein Spiel? Hören sich Millionen Hitzetote und Klimaflüchtlinge nach einem Spiel an? Unsere Zukunft ist kein Spiel! Unser Überleben auf diesem Planeten ist kein Spiel!"

Preis blieb bei Van der Bellen

Auf der Bühne erklärte man zudem, dass man bereits vor 30 Jahren hätte handeln müssen. Nun gebe es noch eine letzte Chance, um das Ruder herumzureißen. Dabei sprach man gezielt die Unternehmen, Konzerne und Politiker an, die an dem Abend zahlreich im Publikum saßen: "Es liegt nun an euch zu Handeln. Denn wir wollen kein Spiel verändern - wir wollen wieder eine Zukunft auf diesen Planeten Erde haben. Wir geben diesen Preis deshalb zurück an die Unternehmen, die hinter diesem stehen, als Erinnerung daran, dass dieser Wandel noch nicht vollzogen ist."

Stellvertretend nahm Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Preis entgegen und fügte hinzu: "Diese Leute erinnern uns daran, dass wir keine Zeit haben. Diese Leute wissen, wofür sie kämpfen und dass wir nicht mehr viel Zeit haben."

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Avenarius am 12.04.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das wahre Gesicht

    Ich sehe DIESEN Leuten oft von meinem Balkon aus zu. Da sitzen sie im Innenhof unserer Wohnhausanlage und essenihre Wurstsemmeln und ihre Schokoriegel und trinken ihr Dosengetränk. Danach werfen sie den Müll in die Wiese, rauchen gemütlich ein Zigaretterl oder ein Tüterl und werfen die Kippen auf den Boden. DAS ist das wirkliche Gesicht dieser öko-Kids.

  • seven am 12.04.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaschwindel

    Gehirnwäsche von Lehrern scheint bei Schülern gut zu funktionieren.

  • Leo King am 12.04.2019 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Gehirnwäsche an Österreichs Jugend!

    Die Anhänger der fanatischen Klimawandel-Religion, die den Menschen dafür verantwortlich machten will, wozu jedwede wissenschaftliche Grundlage fehlt, werden immer mehr verblödet. Wie soll das noch enden?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • chraska am 14.04.2019 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Müllplatz Erde

    Hätte man schon vor 30 Jahren handeln müssen? ?Wahrscheinlich hätten die, die alles, was Profit bringt, erzeugen, ___schon viel früher,_ vieles von den für die gesamte Natur gefährlichen Unsinn, nicht erzeugen dürfen, und so aus der Erde eine Müllhalde, die aber niemand reinigen kann, weil es keine Möglichkeit dafür gibt gemacht, würde alles besser aussehen. Sind aber nicht nur die Produzenten und Verkäufer, sondern auch die, die bei den Bewilligungen zur Umweltzerstörung konkave Hände machen, schuld. Den Verbrauchern kann man nur den einen Tip geben, nicht alles zu kaufen.

  • harri am 13.04.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    einmal ganz einfach vorleben bitte

    selbst im Stillen ganz einfach vorleben bitte u. bitte nicht womögl. parteipol. angestachelt agieren, denn das interessiert niemanden : z.B. auf alle nachhaltig umwelt/klimaschädl. Urlaubsflug- und Schiffsreisen verzichten u. mit der umweltfr. Bahn fahren; Plastikverpacktes meiden, detto klimaschädl. Palmölprodukte, Bekleidung aus Plastikfasern, Fastfoodlokale wegen dem exorbitantem Müll usw.; Verpflichtend sollten alle Kinder/Schüler u. Studenten 2x im Jahr an Straßenrand- u. Flurreinigungen in ganz Ö teilnehmen müssen damit man gleich in der Praxis fürs Leben u. die Zukunft lernt

  • Avenarius am 12.04.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das wahre Gesicht

    Ich sehe DIESEN Leuten oft von meinem Balkon aus zu. Da sitzen sie im Innenhof unserer Wohnhausanlage und essenihre Wurstsemmeln und ihre Schokoriegel und trinken ihr Dosengetränk. Danach werfen sie den Müll in die Wiese, rauchen gemütlich ein Zigaretterl oder ein Tüterl und werfen die Kippen auf den Boden. DAS ist das wirkliche Gesicht dieser öko-Kids.

  • harri am 12.04.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    selbst handeln und vorleben

    die jungen Menschen könnten schon seit langem selbst handeln ohne dass man dafür andere verantwortlich macht....keine Urlaubsreisen mehr mit dem klima/umweltschädl. Flugzeug, welches keinen KAT hat u. so viel Feinstaub produz., keine Schiffsreisen; klimaschädl. Palmölprodukte nicht mehr essen; Müllmassenproduzierende fast food Lokale meiden; Plastikverpackte Lebensmittel so gut es geht meiden; keine Getränke mehr in Plastikfl. kaufen und und und. Wenn die jungen Menschen das machen wird viell. Österreich keine Milliarden CO2 Strafen zahlen müssen.

  • seven am 12.04.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaschwindel

    Gehirnwäsche von Lehrern scheint bei Schülern gut zu funktionieren.