Wunsch von Hofer

08. Dezember 2018 14:58; Akt: 08.12.2018 20:49 Print

Köstinger steigt bei Tempo 140 auf die Bremse

So gerne hätte Verkehrsminister Hofer Tempo 140 auf Österreichs Autobahnen gesehen. Umweltministerin Köstinger ist weniger begeistert.

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) (Bild: picturedesk.com)

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" offenbart Umweltministerin Köstinger aktuell eine Meinungsverschiedenheit in der türkis-blauen Koalition.

Umfrage
Ihre Meinung zu Tempo 140?
74 %
14 %
12 %
Insgesamt 3629 Teilnehmer

Köstinger bremst Hofer

Sie spricht sich gegen die generelle Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 140 km/h auf Österreichs Autobahnen aus.

Dabei ist das ein Herzensprojekt von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ). Viel Geld wurde in zwei Teststrecken auf der A1 in Nieder- und Oberösterreich investiert. In den kommenden Monaten will er die erhöhte Geschwindigkeitsbeschränkung auch auf zwei- und vierspurigen Strecken testen.

Doch ob 140 km/h dann auch als Standardgeschwindigkeit auf allen Autobahnen kommt, ist lange nicht fix. Denn Hofer müsse pber sein Ressort bis 2030 "nicht weniger als 7,2 Millionen Tonnen CO2" einsparen, betonte Köstinger im "profil": "Er ist da in der Pflicht."

Hofer will abwarten

Obwohl sich die Meinung hier also diametral gegenüberstehen, beschwichtigt Hofer vorerst. Er will die Testergebnisse in Ruhe abwarten, sagt der Verkehrsminister.

Aber anstatt CO2 einzusparen wird auf den schnelleren Teststrecken sogar mehr CO2 produziert. Die Mehrbelastung ist zwar gering, aber eben keine Einsparung.

Laut einer Zwischenbilanz im November läge die Mehrbelastung von CO2 und Stickoxiden auf den Testabschnitten zwischen einem und zwei Prozent. Darauf wies er auch am Samstag noch einmal hin.

"Keine nennenswerte Mehrbelastung"

In einem Facebook-Posting am Samstagabend bekräftigt Hofer nocheinmal, dass die Tests "ausgezeichnet" laufen würden. "Es gibt keine nennenswerte Mehrbelastung der Umwelt", sagt er. Und: Die Technik hätte sich seit der Einführung des aktuellen Tempolimits Anfang der Siebzigerjahre enorm weiterentwickelt.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 08.12.2018 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Mir gehen diesen frauen die nur in der politik sind um quoten zu erfüllen sowas von wohin. Anstatt frauen in die politik zu holen die auch was können haben wir nur quotenfüller. Danke für nichts

  • Hans Herbert am 08.12.2018 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Supersauber

    Hier ist eher auf die Köstinger und ihr Aktionismus zu verzichten.

  • Altwien am 08.12.2018 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Quotenfrau

    Die Quotenfrau soll Windeln wechseln und sich nicht wichtig machen!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Marius troderal am 10.12.2018 04:56 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Kann da die Frau Köstinger nicht verstehen. Hallo herzlich wilkommen im Jahre 2018-bald 19. 140 ist ein extrem angenehmes Tempo dass ich schon seit 10 Jahre auf der Autobahn fahre. Man kommt schön voran, blockiert nicht die Autobahn, ist konzentrierter, und drückt vor allem nicht am Handy herum so wie das viele bei einer temporegelung bei 100 - 80 km/h machen. Sollen wir unsere Autos irgend wann schieben oder fahren, brauchen wir 6 oder nur mehr 3 Gänge? Vielleicht sollten die mit der Zeit mitgehen. Hofer möchte dies allerdings versuchen, also geben sie ihm auch die Gelegenheit dazu.

  • schurkraid am 09.12.2018 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was zum

    was den viel geld wurde investiert wofür? für die paar schilder aufstellen wo 140 drauf steht oder was kostet da jetzt so viel?

  • Beate Erbat am 09.12.2018 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähigkeit pur

    Die Köstinger soll in Karenz gehen, als Politikern ist sie total unfähig und nicht tragbar.

  • peterm am 09.12.2018 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sollte auch fur Züge gelten.

    Die verbrauchen bei höherem Tempo genauso mehr Strom.

  • Bertl Kral am 09.12.2018 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    verzichtet Fr. Köstinger

    dafür auf Flugreisen innerhalb Österreichs und in diverse Nachbarländer ? Falls nicht, bedeutet ihr Vorstoss nur "dagegen zu sein", um irgendwas von sich zu geben ! All die "Luft 80 + 100 er- Zonen" verursachen weit mehr Belastungen durch Bremsabbrieb, erneut beschleunigen ... Frauen & technisches Verständniss bzw Logik, passen halt selten zusammen.