"Historisches Ereignis"

17. Dezember 2017 10:34; Akt: 17.12.2017 10:46 Print

Europas Rechte feiern Bald-Vizekanzler Strache

Die Rechtspopulisten überschlugen sich in Prag mit Lob über die Regierungsbeteiligung der FPÖ. Freiheitliche Politiker waren nicht vor Ort.

(v.l.n.r.) Marine Le Pen, die Chefin der Front National (FN) nannte bei einer Pressekonferenz am Rande der Jahrestagung der ENF (Europa der Nationen und der Freiheit) im Beisein von Tomio Okamura, der tschechischen Freiheitlichen (SPÖ) und dem niederländischen PVV-Parteichef Geert Wilders (Partij voor de Vrijheid) die Regierungsbeteiligung Straches ein

(v.l.n.r.) Marine Le Pen, die Chefin der Front National (FN) nannte bei einer Pressekonferenz am Rande der Jahrestagung der ENF (Europa der Nationen und der Freiheit) im Beisein von Tomio Okamura, der tschechischen Freiheitlichen (SPÖ) und dem niederländischen PVV-Parteichef Geert Wilders (Partij voor de Vrijheid) die Regierungsbeteiligung Straches ein "historisches Ereignis". (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Einigung von VP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache zu einer neuen schwarz/türkis-blauen Regierungskoalition wurde nicht nur in Österreich mit Spannung verfolgt.

Zwar ging es bei dem Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der europäischen Rechtspopulisten in der tschechischen Hauptstadt Prag nicht zentral um Österreich, doch zeigten sich Marine Le Pen & Co. bei einer Pressekonferenz überschwänglich und voll des Lobs über die Einigung zwischen ÖVP und FPÖ. Es sei eine "sehr gute Nachricht für Europa" und ein "wahrlich historisches Ereignis", tönte die französische Front National-Chefin. Auch Geert Wilders, der Chef der islamfeindlichen PVV in den Niederlanden, sprach von einem "exzellentem" Ergebnis für den künftigen Vizekanzler Strache.

Geht FPÖ auf Distanz?

Die österreichischen Freiheitlichen blieben der ENF-Jahrestagung in Prag allerdings fern. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sei persönlich eingeladen worden, hätte jedoch aus terminlichen Gründen absagen müssen, berichtet die "APA". Ob die FPÖ weiterhin Mitglied der rechtpopulistischen Fraktion "Europa der Nationen und der Freiheit (ENF)" im EU-Parlament bleiben wollen, scheint derzeit offen.

Vilimsky hatte am Samstag vor der Sitzung des Parteivorstandes angedeutet, dass die Freiheitlichen als Regierungspartei auf Distanz zur ENF-Fraktion im EU-Parlament gehen könnten. Es gebe allerdings aktuell "keinen Anlass im reißenden Fluss die Pferde zu wechseln". Nach der nächsten EU-Wahl 2019 werden man überlegen, wie weiter vorzugehen ist. Es brauche aber "eine positive EU-Kritik", so Vilimsky. Durch den Austritt der Briten aus der Union werden im Parlament 73 Sitze frei, welche bei der Wahl neu verteilt werden.

Alle Regierungsmitglieder in der Übersicht (für weitere Details anklicken):

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(re)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • R. Dogan am 17.12.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    "Rechte" feiern, Linke heulen -

    Das geht runter wie Öl. Fühle mich nicht als Rechter, werde aber auch - wie die meisten Österreicher - ausgiebig feiern.

  • Korbi am 17.12.2017 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rechts

    Soviel zu den vielen Kommentaren, die meinten, es wäre eine Frechheit die FPÖ als Rechte Partei zu bezeichnen. Wenn einen die Rechten feiern und neben ihnen in der gleichen Fraktion sitzt, kann man nicht mehr sagen, man gehört nicht zu ihren.

  • Aufklärer am 17.12.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Düstere Zukunft Österreichs

    Na Super,jetzt haben wir Putin-Freunde in der Regierung und FPÖ-Leute die sich mit dem Serbischen Führer Dodik treffen und freundschaftliche Beziehungen pflegen obwohl er politisch verurteilte Serbische Kriegsverbrecher in Schutz nimmt. Hoffentlich machen wir uns mit dieser Regierung nicht die USA zum feind.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Josef Vouivre am 17.12.2017 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    die Faschistin Le Pen

    Das ist ja klar, dass sich die Faschistin Le Pen freut, wenn eine Partei, die ihre Gesinnung hat, an die Macht kommt. So kann man Europa besser kaputt machen, Arme ausbluten lassen und noch viel mehr.

  • R. Dogan am 17.12.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    "Rechte" feiern, Linke heulen -

    Das geht runter wie Öl. Fühle mich nicht als Rechter, werde aber auch - wie die meisten Österreicher - ausgiebig feiern.

  • Aufklärer am 17.12.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Düstere Zukunft Österreichs

    Na Super,jetzt haben wir Putin-Freunde in der Regierung und FPÖ-Leute die sich mit dem Serbischen Führer Dodik treffen und freundschaftliche Beziehungen pflegen obwohl er politisch verurteilte Serbische Kriegsverbrecher in Schutz nimmt. Hoffentlich machen wir uns mit dieser Regierung nicht die USA zum feind.

    • Ich am 18.12.2017 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aufklärer

      Sie wissen aber eh das die USA, die größten Verbrecher sind ... wo Krieg herrscht ist Amerika immer dabei und das sicher nicht um Frieden zu bringen ... was steht in der UN " ein Land darf nicht ein anderes Land zerbomben " tja Amerika interessiert sowas nicht obwohl sie auch bei der UN sind ...

    einklappen einklappen
  • Patriot am 17.12.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schande über die Blau-Wähler

    Wegen den Blau-Wählern muss man sich bald schämen Österreicher zu sein,wenn man von solchen Rechten Parteien lob bekommt wie Wilders oder Le Pen.

    • Patriot5611 am 17.12.2017 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Ist ihre Privatsache:

      Ist ja ihre Privatsache: Wenn es ihnen Spaß macht sich zu schämen, weil sie Österreicher sind, können sie das von mir aus 24 Stunden am Tag tun. Eine Alternative wäre auszuwandern...

    • Bertl Kral am 17.12.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      Schande über die Blau-Wähler

      Warum ?! Weil wir endlich längst nötige Veränderungen in diesem verkrustet-verfilzten System verlangen, über die natürlich die Linken nicht sonderlich erbaut sind, da die nun endlich um ihre zu hoch dotierten Jobs bangen müssen ? Wir sind nicht nur weit überbürokratisiert sondern auch steuerlich überbelastet, damit sich wenige weit mehr leisten können als die (bisher schweigende) Mehrheit, die all das bezahlen muss/te Kern nahm sich in der ÖBB mehr als das 4-fache an Lohnerhöhung heraus als er seinen Sklaven zugestand. Das nennt der "sozial" ?

    • Patriot am 17.12.2017 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Schande über die Blau-Wähler

      @Bertl Welche Veränderungen den? Auf einen 12 Stunden Arbeitstag kann ich gerne verzichten. Oder das eine Volksbefragung über einen EU-Austritt Österreichs die FPÖ per Gesetz verboten hat?

    • Bertl Kral am 17.12.2017 14:37 Report Diesen Beitrag melden

      12 Stunden Arbeitstage

      gab und gibt es doch schon lange ! NICHT die Fpö hat eine Volksbefragung über einen EU-Austritt Österreichs verboten, sondern musste auch diesen Kompromiss eingehen ! Deine SPö ging da weit schlimmere ein nur um drinn bleiben zu dürfen, und verzichtete sogar auf wichtige Ministerien.

    • Josef Vouivre am 17.12.2017 17:48 Report Diesen Beitrag melden

      mehr Korruption bitte ...

      Natürlich ist eine derartige Regierungspartei eine Schande für Österreich. Wir haben gesehen, welche Änderungen sie durchführt. die Pensionsreform, die den Pensionisten unglaublich viel gekostet hat. Oder die Mietrechtsreform, durch die diese unglaublichen Mietpreissteigerungen möglich sind. Lief unter dem Titel "vermieten muss sich wieder lohnen". Dann natürlich Buwogverkauf, diverseste Korruptionen. Davon will der österreichische Wähler natürlich mehr. Das will der Blauwähler.

    • Demokrat am 17.12.2017 23:06 Report Diesen Beitrag melden

      Blaue haben keinen Weitblick

      @Josef All diese Sachen interessieren den Blau-Wähler nicht,die Leute haben die FPÖ nur gewählt weil sie dachten den Migranten etwas schlechtes damit anzutun,ihr Leben verschlechtert sich durch diese Wahl auch und fliegt wie ein Bumerang zurück.

    • Erlkönigin am 18.12.2017 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      @ Patriot

      ..da hat aber einer Angst vor der Arbeit.....!

    • Tripplex am 19.12.2017 06:23 Report Diesen Beitrag melden

      Die große Frage

      Dürfen Leute jetz nicht mehr die FPÖ wählen ohne sich zu schämen oder wie sehe ich das?

    einklappen einklappen
  • Korbi am 17.12.2017 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rechts

    Soviel zu den vielen Kommentaren, die meinten, es wäre eine Frechheit die FPÖ als Rechte Partei zu bezeichnen. Wenn einen die Rechten feiern und neben ihnen in der gleichen Fraktion sitzt, kann man nicht mehr sagen, man gehört nicht zu ihren.