Premier auf Wien-Besuch

05. Dezember 2018 17:55; Akt: 05.12.2018 17:55 Print

Slowenien wegen weiterer Grenzkontrollen beleidigt

Dass Österreich nach wie vor die Grenzen zu Slowenien kontrollieren lässt, wird von Premier Marjan Sarec bekrittelt.

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Im Rahmen seines Antrittsbesuchs in Wien hat der slowenische Premier Marjan Sarec am Mittwoch kritisiert, dass Österreich die Grenzkontrollen erneut verlängern lassen will. Das Thema sorgt schon seit geraumer Zeit für Unstimmigkeiten mit den Nachbarland.

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Die Grenzkontrollen zu Slowenien und Ungarn werden bis Mai 2019 verlängert...

Nach Ansicht von Sarec seien die Kontrollen unnötig, "weil Slowenien die Schengen-Grenze kontrolliert". Demnach könnten die Kontrollen im Inneren der EU ruhig aufgehoben werden. Dass Österreich aber nicht davon abrückt, wird von slowenischer Seite als Misstrauen gegen das Land interpretiert.

Sarec erklärte weiter: "Slowenien ist nicht gegen Grenzkontrollen, wenn diese notwendig sind". Das Land sei genauso wie Österreich dafür, dass die EU-Außengrenzen besser geschützt werden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz verteidigte angesichts der Kritik einmal mehr die Entscheidung zur erneuten Verlängerung der Kontrollen bis zumindest Mai 2019.

Mehr Unstimmigkeiten

Auch, was die umstrittene Indexierung der Familienbeihilfe betrifft, übt Slowenien scharfe Kritik. Immerhin sind von der Kürzung rund 10.000 Kinder aus dem Nachbarland betroffen. Slowenien ist einer jener sieben EU-Staaten, der wegen der österreichischen Reform bei der EU-Kommission Beschwerde eingereicht hat.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roni am 05.12.2018 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    Slowenien wegen weiterer Grenzkontrollen

    beleidigt ---- ja ok ist "wurscht"

  • Gikosch am 05.12.2018 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und

    Dann sollen sie halt beleidigt sein, wir haben die Neuankömmlinge da sitzen. In Slowenien bleiben sie ja nicht

  • Bertl Kral am 06.12.2018 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Bin froh

    das wir endlich eine Regierung haben, welche für statt gegen das eigene Volk Politik macht ! Unter roter Führung wären die Grenzen weit offen, und unser Steuergeld würde munter verschwendet werden. Über 60% des Volkes sehen das genau so :-)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 07.12.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Missverständnis...

    "weil Slowenien die Schengen-Grenze kontrolliert" Und da liegt das Problem, denn Italien gehört zu jenen EU Staaten, welche falsche Reisedokumente ausstellen. Sprich, die Asylbewerber überqueren unbehelligt die Grenze zu Slowenien und dann wollen sie nach Österreich... Nicht alles persönlich nehmen.

  • Knut Randauch am 06.12.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kurz sollte den

    Slowenen begreiflich machen, daß sich die Kontrollen nicht gegen sie richten, sondern gegen jene, die durch die Maschen der slowenischen Kontrollen schlüpfen.

  • Hans am 06.12.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kontrollen sind berschtigt

    Es mag ja sein, dass Slowenien die Schengen-Grenze kontrolliert. Allerdings wissen wir, welches Problem Kroatien gerade an der Bosnien-Grenze hat. Die Kroaten standen mehrfach kurz vor einem gewaltsamen Massendurchbruch. Außerdem dürften ständig Leute nach Kroatien einsickern, die dann nach Slowenien weiter ziehen. Zu Ungarn haben wir ja auch Kontrollen, obwohl die Ungarn, gar nicht zimperlich, illegale Grenzverletzer auch wirklich noch nach Recht und Gesetz bestrafen. Der SLO-Premier befürchtet offenbar, dass die Herren aus dem Morgenland irgendwann bei ihm hängen bleiben.

  • Bertl Kral am 06.12.2018 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Bin froh

    das wir endlich eine Regierung haben, welche für statt gegen das eigene Volk Politik macht ! Unter roter Führung wären die Grenzen weit offen, und unser Steuergeld würde munter verschwendet werden. Über 60% des Volkes sehen das genau so :-)

  • Gikosch am 05.12.2018 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und

    Dann sollen sie halt beleidigt sein, wir haben die Neuankömmlinge da sitzen. In Slowenien bleiben sie ja nicht