Ö3-Sommergespräch

14. Juli 2019 13:10; Akt: 15.07.2019 07:28 Print

Fehlgeburt: Neos-Chefin Meinl-Reisinger verlor Kind

Im Ö3-Sommergespräch war NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zu Gast. Neben politischen Themen überraschte sie mit privaten Einblicken in ihr Leben.

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Für den vierten Teil der Ö3-Sommergespräche in "Frühstück bei mir" lud NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl ins Ausseerland ein, wo sie seit vielen Jahren Urlaub macht. Vor einem Jahr hat sie sich mit ihrem Mann auch ein Haus in Bad Aussee gekauft: "Es gibt auch Überlegungen, dass wir hierher ziehen. Bad Aussee ist unser Kraftort."

Im Gespräch mit Claudia Stöckl nahm die NEOS-Spitzenkandidatin zum neuen Parteienfinanzierungsgesetz und der Debatte um Parteienspenden Stellung: "Ich sehe da eine unfassbare Scheinheiligkeit und denke mir, NEOS legt seit Jahr und Tag Einnahmen wie Ausgaben offen, und dann können wir uns das noch vorhalten lassen. Weil wir die einzigen ‚Dodln‘ sind, die das machen – aber aus tiefer Überzeugung, dass man Rechenschaft ablegen muss. Das neue Gesetz bringt jedenfalls weder Transparenz noch Kontrolle."

Parteifinanzen offenlegen

Meinl-Reisinger erinnerte sich in diesem Zusammenhang auch an ihre Arbeit bei der ÖVP Wien im Jahr 2011: "Ich habe eine strukturelle Neuausrichtung vorgeschlagen und gesagt: ‚Legt doch die Parteifinanzen offen.‘ Ich bin dann wirklich fast mit einem nassen Fetzen durch das Büro gejagt worden, weil kein Mensch in der ÖVP daran Interesse hatte. Das sind so Momente, wo man denkt: ‚Okay, ich habe da nichts verloren.‘"

Als Bilanz ihres ersten Jahres als NEOS-Chefin meinte Meinl-Reisinger auf Ö3: "Es war gut, dass ich gleich nach meinem Antritt als Parteichefin die Berater aus dem Zimmer geschmissen und gesagt habe: ‚Ich werde das jetzt einfach so machen, wie es meinem Naturell entspricht‘. Das war eine richtige Entscheidung. Es rennen viel zu viele zu Tode gecoachte Zombies herum."

Privater Schicksalsschlag

Beim Ö3-Sommergespräch erinnerte sich die dreifache Mutter auch an die größte Krise in ihrem Leben, als sie 2007 ein Kind verloren hat. "Es war in der 12. Woche, bei der Untersuchung hatte der Arzt festgestellt, dass das Kind nicht mehr lebt. Das hat eine große Krise ausgelöst, auch in der Beziehung zu meinem zukünftigen Mann, ich habe alles hinterfragt, wir haben die Hochzeit abgeblasen. Doch nach einer Zeit wusste ich, dass es keinen Besseren gibt für mich. Viele Gespräche, und dass ich dem Kind einen Namen und einen Platz in unserer Familie gegeben habe, haben mir geholfen."

An mögliche Koalitionen denkt die NEOS-Spitzenkandidatin derzeit noch nicht. Aber die musikbegeisterte Politikerin, die auch eine Probe ihrer Jodelkünste gegeben hat, avisiert im Falle eines zweistelligen Wahlergebnisses für die NEOS: "Einen Juchizer gibt es dann auf jeden Fall."

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(Red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sorry frau reisnger am 14.07.2019 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    auch mit der mitleidsmasche

    werden sie relativ wenig 'reissen' - ihre und die anschauung der "ihren" sind einfach unwählbar und annähernd das schlechteste was sich österreich mit einer neos-regierungsbeteiligung antun würde. auch sie sind auschließlich an der zu erwartenden pfründe interessiert, eine veränderung oder verbesserung im österr. politchaos herbeizuführen ist für ihre vereinigung völlig ausgeschlossen. da kann haselsteiner noch so viele millionen locker machen. mit geld kann man bei den neos politik anscheinen doch kaufen. haselsteiner als orf-stiftungsrat hats bewiesen.

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  • rudi am 14.07.2019 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    reisinger

    tragiisch , aber nur mitleiderhaschen und andere schlechtmachen ist nicht hauptaufgabe von wählervertretern und führt nicht dazu dass man dann gut erscheint

  • Ehklar am 14.07.2019 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Das ist eben eine Erscheinung der "neuen Politik." Die neuen Macher wissen, dass der alte Politiker ausgedient hat. Deshalb werden privat durchaus sympathische Leute wie Kurz oder die NEOS-"Chefin?" in die erste Reihe gestellt und künstlich aufgebaut. Die Absichten dahinter bleiben im Dunkeln, die sollen die Leute nicht erfahren. Politik war früher Lüge, heute ist sie Täuschung.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bimbo am 15.07.2019 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Meinl-Reisinger, die Job Mutter

    Meine Mutter hatte auch eine Fehlgeburt, wie leider auch tausende Frauen auf dieser Welt. Sie war keine karrieresüchtige Frau sondern die beste Mutter aller Zeiten, weil sie immer für uns Kinder da war.

  • dirtsa am 15.07.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    unwählbare Partei, die Österreich an

    die EU verkaufen würde, wenn sie nur die Macht bekäme!!! Bei mir zählt die Mitleidstour sicher nicht, denn diese Person ist mit samt ihrer Partei UNWÄHLBAR! Es gibt zig tausende Frauen mit Fehlgeburten, also was bitte hat das mit ihrem EU-hörigen Wahlprogramm zu tun? Und Vorsicht, Kurz der Wendehals würde sofort, wenn es sich ausgeht mit genau dieser Partei regieren...Österreichs Untergang wäre vorprogrammiert!!!

  • fireone am 15.07.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Man muß sich nur vor Augen halten,

    wie diese kleinen Parteien (NEOS, Team Stronach) ins Parlament gekommen sind. Es war der Frust über die damals regierende, rot - schwarze Koalition. Wäre das Wahlvolk mit dieser Regierung zufrieden gewesen, hätten die keine Chance gehabt und würden gar nicht existieren. Das Team Stronach hat sich schon erledigt und die NEOS wären ohne Haselsteiner auch schon Geschichte.

  • Berger Dora am 15.07.2019 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gossip

    Ich hoffe nach der NR Wahl hat dann die Fr. Meinl Reisinger mehr Zeit sich um ihre verbliebenen Kinder zu kümmern und diese mit ihrem krachenden Naturell zu beglücken statt den Steuerzahlern auf der lieben Tasche zu liegen und sich von ihm ein Haus in Bad Aussee zu kaufen.

    • Gerhard am 15.07.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

      Karnickel

      Genau so soll es sein , als Wurfmaschine soll sie noch ein paar Kinder werfen. Karnickel am Werk.

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  • Hari am 14.07.2019 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Damit was weitergeht im Land

    Die parteiunabh. Expertenreg. unter Fr. Kanzlerin Dr. Bierlein soll für mein Dafürhalten bleiben...arbeiten im Stillen sachlich für die Bürger ohne Streitereien. Experten alle 5 Jahre gegen Neue tauschen u. die Bürger regieren direkt mit Volksabst. mit u. entscheiden selbst was gemacht wird ohne Vormund. Gleich könnte man abstimmen lassen: Gis Co2 Klima Plastiksteuer;Euroarmee;Abfangjäger;Werbeverbot Alkohol Glücksspiel;EU Beitrag; Holzheizungs- Gas- Heizölverbot;Palmölverbot...

    • Onkel am 14.07.2019 20:16 Report Diesen Beitrag melden

      Poldi

      @Hari; Um das zu erreichen, müsste zuerst der ÖXIT stattfinden!

    • Censorship am 15.07.2019 08:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Harih

      Bierlein ist eine Verwalterin, maximal eine Interims-Kanzlerin, aber sicher keine Kanzlerin, diese Position muss man sich durch eine demokratische Wahl erarbeiten! Ihr schleimen bringt werde der überbezahlten Beamtin etwas, noch fördert es ihr Ansehen.. Oder gaben sie die Demokratie abgeschafft, da sie Titel, Positionen, subjektiv vergeben??

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