Von Großparteien "gefressen"?

29. September 2017 09:04; Akt: 29.09.2017 18:59 Print

Nationalrat bald ohne Grüne, Neos und Pilz?

Die "Heute"-Umfrage zeigt, dass die Kleinparteien an der Vier-Prozent-Hürde scheitern könnten. Alle Infos hier!

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- Die große "Heute"-Umfrage zum Nachlesen
- So sehen die Wähler Kern, Kurz und Strache
- Noch unentschlossen? Hier geht's zum Wahl-O-Mat

Grüne, Neos und Liste Pilz geraten laut "Heute"-Umfrage in schwere See. Derzeit schrammen alle drei Kleinparteien ganz knapp an der Vier-Prozent-Klippe. "Arschknapp", würde Bundespräsident Alexander Van der Bellen sagen. Bleiben die drei Parteien unter dieser Hürde, können sie nicht in den Nationalrat einziehen.

Die Kleinparteien grundeln, weil der Dreikampf zwischen ÖVP, SPÖ und FPÖ die Wähler polarisiert und sie zu den Großparteien zieht. Offenbar fürchten viele Wähler, dass eine Stimme für eine Kleinpartei eine verlorene Stimme sein könnte.

Aber es gibt noch Hoffnung für Grüne, Liste Pilz und Neos: "Die Potenziale sprechen für einen Verbleib der kleineren Parteien im Parlament", so Meinungsforscher Peter Hajek von "Unique Research", der die Umfrage durchführte.

Kurz baut Führung aus

Hier die Daten der "Heute"-Umfrage im Detail: Wären am kommenden Sonntag Wahlen, hieße der klare Sieger Sebastian Kurz. Er konnte sein Ergebnis der letzten "Heute"-Umfrage vom 2. September sogar noch leicht ausbauen und legt von 33 auf 34 Prozent zu.

SPÖ legt stetig zu

Überraschend: Die SPÖ von Bundeskanzler Christian Kern holt langsam und stetig auf. Sie wuchs im Vergleich zur August-Umfrage um solide drei Prozentpunkte und hält nun bei 27 Prozent. Allerdings: Die SPÖ kann maximal 30 Prozent erreichen, Kurz liegt damit (im Moment) nicht in Schlagweite.

FPÖ gewinnt dazu

Auch die FPÖ klettert nach oben und erzielt nun 25 Prozent nach zuletzt 23 Prozent. Heinz-Christian Strache hat alle Chancen, er kann also durchaus noch Zweiter werden.

Kanzlerfrage: Kern holt auf

Auch das virtuelle Rennen um die Kanzlerschaft wird wieder knapper, je länger der Wahlkampf dauert. Nach dem enormen Höhenflug von Sebastian Kurz, der im Mai Reinhold Mitterlehner als VP-Chef ablöste, holt Amtsinhaber Christian Kern (SP) seit August deutlich auf.

Zwischen den beiden Spitzenkandidaten liegen laut Umfrage rund zwei Wochen vor der Wahl nur mehr zwei Prozentpunkte. Im August waren es noch neun (!) gewesen. Damit rangiert Kern wieder auf dem Niveau vom Mai des heurigen Jahres.

Die Umfrage

Rund zwei Wochen vor der Nationalratswahl präsentierte "Heute" gemeinsam mit dem TV-Sender ATV die bisher größte Umfrage zur Stimmungslage in Österreich. 1.500 repräsentativ ausgewählte Österreicher und Österreicherinnen wurden befragt. Die Feldarbeit leisteten Jaksch & Partner und meinungsraum. Wichtig zu wissen: Die Umfrage ist eine Momentaufnahme und noch keine Prognose des Wahlergebnisses.


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(Red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • genug am 29.09.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    wie soll man ?

    ich verstehe es nicht, nach welchen kriterien die menschen wählen. ist jung schon ausreichend ? es waren rot-schwarz die uns jene zustände beschert haben, über die sich jetzt alle aufregen und dann nochmal ?

  • Raphael am 29.09.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Passt schon so.

    Keiner braucht weltfremde Grüne, einen selbstverliebten Pilz oder einen völlig realitätsfremden Strolz. Wir benötigen, intelligente, vernünftige Politiker mit Herz und Hausverstand.

  • Hubert am 29.09.2017 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Keiner von denen wird was ändern

    Es ist im Prinzip egal wen von den Parlamentsparteien man wählt, es wird sich nicht viel ändern. Wohin uns die Spö gebracht hat sehen wir ja schon. Unter Kurz wird auch nix anders, der is ja Schützling von Schüssel und Pröll. Die Fpö kann zwar gut aufzeigen, was alles schief läuft in diesem Land, hat aber auch keine wirklichen Lösungen. Grüne demontieren sich sowieso selbst und die Neos wollen die EU, der wir einen großen Teil der misere zu verdanken haben noch weiter zentralisieren. Egal ob schwarz rot oder schwarz blau, es bleiben die selben Leute im Parlament, da müssen mal neue rein

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bertl Kral am 30.09.2017 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Um keine der Kleinen ist schade,

    da sie allesamt nicht das Volk vertreten, sondern allein sich selbst und die eigene Börse ! Bin schon gespannt, welch neue "Bewegung" der Haselsteiner als nächste aus dem Boden stamft, nur um die FPÖ verhindern zu wollen, bzw wie er es diesmal anstellen wird, viele Länder incl EU erneut für einen Boykott gegen ÖSterreich (!) überzeugen zu können ? Aus Brüssel vernimmt man bereits die "Sorge", daß die Freiheitlichen in einer Regierung sein könnten..... und spinnt wohl bereits so manches erneut ! Darum: Jetzt erst recht, damit wir wieder freier werden !

  • MMeier am 30.09.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    die hoffnung stirbt zuletzt

    TS ist sowieso geschichte, grüne hoffentlich detto und ob's die neos oder der pilz schaffen werden wir sehen. wünschenswert ist es auf keinen fall.

    • MMeier am 30.09.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      ooops vertippselt hab'

      es sollte natürlich heissen: wünschenswert wäre es auf JEDEN fall. vor allem können wir auf die völlig sinnentleerten vorträge der abgeordneten aller kleinstparteien gerne verzichten und das parlament könnte um diese sitze verkleinert werden. sprich unzählige millionen und künftige politpensionen würden wir uns ersparen.

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  • krag jörgensen am 29.09.2017 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Grünfan stimmt für Strache?

    der beste Witz ist, dass es Wähler von Grün, pilz und neos "ZU DEN GROSSPARTEIEN" ziehen könnte. --------- na, diese Magneten für linke Wähler werden ganz bestimmt die ÖVP und die FPÖ sein ... und nicht zu 99,99% die Roten.

  • Boletus edulis am 29.09.2017 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WBS

    Na schauen wir, ob es besser wird mit dem Kurz. Als Waldbesitzer, Beamter mit selbständiger Hauptbeschäftigung brauche ich mir keine Sorgen zu machen.

  • Grüne Verweigerer am 29.09.2017 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird

    Die letzten Grünen wird es wegputzen, die Neos auch, Kern wird fix dritter, Platz 1 und 2 sind sehr unsicher. Die vielfache Anbiederung von Kurz an den Islam hat viele ÖVP Wähler verschreckt. Das ist nicht mehr gut zu machen.

    • krag örgensen am 29.09.2017 20:31 Report Diesen Beitrag melden

      Verweigerer

      Sehr gut durchdacht! Hoffentlich lassen sich die Wähler von der Propagandawalze der linken Medien nicht niederführen. Am wichtigsten ist es, dass die FPÖ mehr als 1/3 der Parlamentssitze erreicht. Rot und Schwarz werden sich nach der Wahl eh wieder in die Arme fallen und ihe Linksregierung fortsetzen.

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