"Gefahr für Sicherheit"

15. März 2019 20:31; Akt: 16.03.2019 10:31 Print

Parteien warnen vor rechtem Terrornetzwerk

Angesichts des Attentats in Christchurch, Neuseeland, warnen Politiker auch hierzulande vor einem rechtsextremen Untergrund-Netzwerk, das auch nach Österreich deutet.

Rechtsextreme und Neonazis bei einer Kundgebung in Chemnitz am. Nach dem Tod eines jungen Mannes bei einer Messerstecherei waren Tausende Rechtsextreme und Neonazis aufmarschiert. Es ist nur einer vieler Fälle, die für Beunruhigung durch die rechtsextreme Szene sorgen.  (Bild: picturedesk.com)

Rechtsextreme und Neonazis bei einer Kundgebung in Chemnitz am. Nach dem Tod eines jungen Mannes bei einer Messerstecherei waren Tausende Rechtsextreme und Neonazis aufmarschiert. Es ist nur einer vieler Fälle, die für Beunruhigung durch die rechtsextreme Szene sorgen. (Bild: picturedesk.com)

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SPÖ, Neos und Jetzt warnen angesichts des Attentats in Neuseeland vor "einer Gefahr für unsere Sicherheit" durch ein rechtsextremes Untergrund-Netzwerk, das offenbar auch in Österreich Spuren hinterlässt. Dabei berufen sie sich auf einen Bericht des "Standard".

Staatliche Ordnung soll "zusammenbrechen"

In diesem geht es um deutsche Rechtsextreme und jenen Vorfall der versteckten Waffe am Flughafen Schwechat im Jahr 2017. Offenbar sei nach der damaligen Festnahme eines deutschen Bundeswehrsoldaten ein Netzwerk aus ehemaligen und aktiven Soldaten und Polizisten ans Licht gekommen. Die Mitglieder dieses Netzwerks sollen sich in Chatgruppen miteinander über den Tag austauschen, an dem die staatliche Ordnung zusammenbrechen soll.

Über diese Unterhaltungen und Chats hätten die Attentäter von Neuseeland scheinbar Bescheid gewusst - einer von ihnen habe zu zwei Artikeln des deutschen Auslandssenders zum Thema "Deutsche Welle" verlinkt.

Politiker schlagen Alarm

In einer Aussendung warnte die SPÖ daher vor einer Bedrohung durch das Netzwerk. Abgeordnete Sabine Schatz schlägt Alarm: "Wenn sich Rechtsextreme Waffen beschaffen, Todeslisten über unliebsame PolitikerInnen führen und Terroranschläge planen, müssen die Alarmglocken schrillen und ein deutliches Zeichen für Demokratie, Rechtsstaat und Sicherheit gesetzt werden", fordert sie.

"Wie den Meldungen zu entnehmen ist, gibt es hier eindeutige Kontakte und Austausch mit Wien", fährt Schatz fort. Einer der Beteiligten sei mehrmals in Österreich gewesen, unter anderem beim Akademikerball und dem Ball der Offiziere 2017.

Auch Neos und Jetzt schockiert

Stephanie Krisper, Neos-Sicherheitssprecherin bestätigt: "Auch wenn zum derzeitigen Zeitpunkt unklar ist, ob und in welchem Ausmaß sich auch in Österreich solche Strukturen bilden konnten, so gilt es hier jetzt rasch und lückenlos für umfassende Aufklärung zu sorgen", meinte sie.

Jetzt-Sicherheitssprecherin Alma Zadic zeigte sich vom "Standard"-Bericht geschockt und kündigte die Einberufung des Nationalen Sicherheitsrats an.

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(rfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manfred am 15.03.2019 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ablenkung

    Willkommene Gelegenheit, um daraus politisches Kleingeld zu schlagen.

    einklappen einklappen
  • Maral am 16.03.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Frieden für die Welt

    Wann wird die Menschheit verstehen , das es nicht um links oder rechts geht sondern um 1 Prozent oben gegen 99 unten !

    einklappen einklappen
  • Tiara am 16.03.2019 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    ich wünschte...

    ... die viel größere Gefahr von der anderen Seite würde genauso ernst genommen werden

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rosina am 18.03.2019 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Angst

    Von den Rechten hab ich keine Angst die Angst fängt bei den Linken und Gelb Westen an. Wo schon Städte brennen.

  • Stani am 17.03.2019 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Hofentlich ändert was.

    In 10 Wochen können wir Wahlkommentar abgeben.

  • GoalGatha am 17.03.2019 23:04 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr abstrus

    Neue Weltverschwörungstheorien. Diesmal einmal von der anderen Seite

  • Franz Absberg am 17.03.2019 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Reale Gefahren

    Jedes Opfer ist ein Opfer zu viel, aber der IS-Terror mit seinen vielen Anschlägen ist weit gefährlicher, von der Christenverfolgung mit vielen tausenden Opfern in islamischen Staaten gar nicht zu reden.

  • Eaglehawk am 17.03.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Radikale auf beiden Seiten

    Dieser Anschlag war zweifellos ein großes Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sp wie auch die Anschläge in Paris, Deutschland etc. Nicht jeder Moslem ist ein Attentäter aber auch nicht jeder Islam-Skeptiker. Man kann Menschen keine Toleranz verordnen. Politiker mit Ansichten, die wie die SPÖ Grüne jeder Gruppierung haben mitgeholfen, dass Parallelgesellschaften entstanden sind, die auf beiden Seiten Hass, Intoleranz und Angst nähren. Nicht jene, die auf die Probleme aufmerksam mahen sind die Täter -sondern jene, die sie erst haben entstehen lassen.