Causa Ratten-Gedicht

24. April 2019 09:55; Akt: 24.04.2019 10:33 Print

Strache kassiert Standpauke bei VdB

Nun reagiert auch der Bundespräsident auf die Causa Ratten-Gedicht. Er hat mit Strache ein persönliches Gespräch geführt.

Heinz-Christian Strache und Alexander Van Der Bellen am Nationalfeiertag (Archivbild) (Bild: picturedesk.com)

Heinz-Christian Strache und Alexander Van Der Bellen am Nationalfeiertag (Archivbild) (Bild: picturedesk.com)

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Kurzfristiger Termin für den Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Er musste noch am Dienstag in der Präsidentschaftskanzlei vorsprechen und mit Alexander Van der Bellen über die Causa Ratten-Gedicht sprechen.

Worum geht's? Ein rassistisches Gedicht der FPÖ Braunau schlug in den letzten Tagen hohe Welle. Menschen werden darin mit Ratten verglichen, die "Vermischung" von Kulturen wird thematisiert. Nach dem Rücktritt des "Dichters" ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Lesen Sie hier alles darüber!

Van der Bellen bittet zum Gespräch

Nun hat sich also auch der Bundespräsident der Sache angenommen. Das hatte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gestern in einem offenen Brief gefordert. In einer Presseaussendung am Mittwoch gab Van der Bellen dann bekannt, bereits mit Strache gesprochen zu haben.

"Solche Aussagen führen zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas in unserem Land. Sie führen zur Spaltung statt zur Stärkung des Gemeinsamen in unserer Heimat", so Van der Bellen. Auch das Ansehen Österreichs in der Welt würde massiv beschädigt.

"Im persönlichen Gespräch in der Hofburg mit dem Vizekanzler habe ich festgehalten, dass alle Politikerinnen und Politiker, besonders aber die Funktionäre einer Regierungspartei Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft tragen und für ein Klima des Respekts zu sorgen haben", sagt er.

Aufpassen, was man sagt

Der Bundespräsident begrüßt die klare Reaktion von Bundeskanzler Sebastian Kurz und nimmt auch den Rücktritt des Gedichtverfassers zur Kenntnis.

Zum Schluss erinnert Van der Bellen nochmals an das, was er bei der Angelobung der Regierung im Dezember 2017 gesagt hat: Dass es besonderer Achtsamkeit beim Gebrauch der Sprache braucht.

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(csc)

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