"Euer HC"

03. Dezember 2016 19:18; Akt: 08.12.2016 03:41 Print

Riesenwirbel um ungewollte FPÖ-SMS-Botschaften zur Wahl

Für große Aufregung sorgt eine Handynachricht, die am Vorwahlabend über die heimischen Smartphones flimmert. Im SMS wird vorgegeben, dass "HC", gemeint ist offenbar FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Wähler auffordert, Unentschlossene zu überzeugen - mutmaßlich für FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer bei der Bundespräsidentenwahl. Viele Nutzer ärgern sich über die Text-Belästigung.

 (Bild: Fotolia.com)

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Für große Aufregung sorgt eine Handynachricht, die am Vorwahlabend über die heimischen Smartphones flimmert. Im SMS wird vorgegeben, dass "HC", gemeint ist offenbar FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Wähler auffordert, Unentschlossene zu überzeugen - mutmaßlich für FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer . Viele Nutzer ärgern sich über die Text-Belästigung.


"Liebe Freunde! Morgen können wir Geschichte schreiben! Wir sind ganz knapp davor! Bitte geht raus, redet mit den Leuten, überzeugt die Unentschlossenen! Euer HC" - so lautet der Text der SMS-Nachricht, die offenbar an hunderte heimische Handynutzer verschickt wurde. "Eine Frechheit", wandten sich viele Nutzer an "heute.at". Sie beklagen, weder Fan der FPÖ zu sein, noch ihre Telefonnummer für solche Zwecke hergegeben zu haben.

Die Causa reiht sich ein in eine Abfolge solcher Vorfälle. Zur Wien-Wahl hatten , weil die Verantwortlichkeit auf die Bundespartei abgewälzt wurde.

Frage, wer wirklich dahintersteckt

Unklar ist im aktuellen SMS-Fall, ob die Nummern tatsächlich von einer FPÖ-Stelle ausgehen. Eine Anfrage bei der Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) ergab am Samstag, dass es sich um ein österreichisches SMS-Service handle. Weitere Details konnte man am Wochenende nicht klären. Die User, die sich an "heute.at" wandten, gaben ebenso wie jene, die sich im Netz beschwerten an, ihre Nummern nie für solche Zwecke zur Verfügung gestellt zu haben.

Allerdings zeigt eine Suche nach der 0828-Absende-Nummer, dass sich seit zumindest 2012 Nutzer über FPÖ-Nachrichten von diesem Absender ärgern. Dabei werde mit FPÖ-Newslettern und Parteiauftritten in TV-Sendungen geworben. Ein Nutzer gibt an, bei der FPÖ eine Löschung aus dem SMS-Verteiler beantragt zu haben, wo ihm dies bestätigt worden sei - später habe er aber wieder Nachrichten bekommen. Der Großteil der übrigen Nutzer gibt an, noch kein Mittel gegen die lästigen Nachrichten gefunden zu haben.

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