Schönborn zu UN-Migrationspakt

04. November 2018 15:28; Akt: 10.11.2018 13:02 Print

"Alleine werden wir nichts schaffen"

Kardinal Schönborn hat sich zum UN-Migrationspakt geäußert. Zu glauben, dass Österreich das Migrationsproblem im Alleingang lösen könne, sei "zumindest ein bisschen hinterfragbar".

Kardinal Christoph Schönborn  (Bild: Lisi Niesner, Reuters)

Kardinal Christoph Schönborn (Bild: Lisi Niesner, Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kardinal Christoph Schönborn bedauert den Ausstieg Österreichs aus dem UN-Migrationspakt, wie er in der ORF-Sendung "Hohes Haus" sagte. Das Migrationsproblem sei ein weltweites. "Zu glauben, dass man das Migrationsproblem in Österreich alleine lösen kann, ist zumindest ein bisschen hinterfragbar", sagte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz.

Zugleich zeigte sich Schönborn betroffen vom Schicksal der jungen Familie in Vorarlberg, die abgeschoben werden soll. Wenn eine Familie "bestens integriert" sei wie im vorliegenden Fall, dann sei es "ein Verlust für Österreich solche Menschen nicht hier zu behalten", so der Kardinal.

Humanitäres Bleiberecht als Länderkompetenz

Auch angesichts dieses Falles könne er dem Vorschlag, diese Kompetenz des humanitären Bleiberechts in die Hand der Länder zu geben, durchaus etwas abgewinnen. Unter anderem die Landeshauptleute von Vorarlberg und Kärnten, Markus Wallner (ÖVP) und Peter Kaiser (SPÖ) haben zuletzt dafür plädiert.

Schließlich mahnte Schönborn zu Achtsamkeit bei der Sprachwahl. Wenn Worte wie "Asyl" oder "Flüchtling" zu einem "Schimpfwort" würden, dann drohe "etwas auf die schiefe Ebene" zu geraten. "Sprache kann sehr leicht zur Tat werden", insofern sei mehr Behutsamkeit bei der Wortwahl notwendig.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heimatland am 04.11.2018 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sind nicht allein vernünftig

    sind eh nicht allein: Australien, USA, Polen, Kroatien, Tschechien... da kommen sicher noch mehr Staaten dazu!

    einklappen einklappen
  • Ernesto am 04.11.2018 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Herr Kardinal

    Wir müssen nichts schaffen,kümmern sie sich lieber um das spirituelle Wohlergehen ihrer Schäfchen.

  • Jasmin Weberhofer am 04.11.2018 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    geht die Kirche nichts an ...

    Wer will, dass sich die Kirche in die Politik einmischt? KEIN MENSCH!!! Bisher ist das auch noch nie gut gegangen!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bimbo am 05.11.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Austritt aus der Kirche

    Bei solchen unfassbaren Attacken auf die Politik, kann nur der Entzug vom Kirchenbeitrag helfen.

  • Patriot am 05.11.2018 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Schönborn sie sind der beste

    Herr Schönborn hat vollkommen recht,alleine schaffen wir gar nix in der heutigen Globalisierten Welt. Österreich kann nur mit täglicher Einwanderung überleben.

  • Luna mit U am 05.11.2018 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gott sei dank der Vergangenheit

    Das die Kirche Regierungen und Könige beraten hat oder sich politisch eingemischt haben gehört Gott sei dank der Vergangenheit an, man blicke aufs 16 und 17 Jahrhundert.

  • Nil am 05.11.2018 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und ihr selber ?

    Die Kirche ist die reichste Firma der Welt. Sie können alle aufnehmen und versorgen, denn sie besitzen genug Gebäude und haben Geld ohne Ende, also was hindert sie daran Herr Manager Schönborn.

  • Censorship am 05.11.2018 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Kollaboration mit Kriminellen, besser?

    "zumindest ein bisschen hinterfragbar" Hinterfragungswürdig ist die Kollaboration von diversen NGOs, mit mafiösen Gruppen zum Zwecke des Menschenschmuggels!