"Kopf abschneiden"

24. April 2019 10:13; Akt: 24.04.2019 10:13 Print

So werden Asylbetreuer in Österreich bedroht

23 Straftaten gegen Asylbetreuer wurden im Jahr 2019 in Flüchtlingseinrichtungen verübt. Die Betreuer bekamen dabei einiges zu hören.

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Gefährliche Drohung, Körperverletzung, sexuelle Belästigung. 2019 wurden in Flüchtlingseinrichtungen 23 Straftaten gegen Betreuer verübt, zeigt die Beantwortung einer Anfrage des grünen Bundesrates David Stögmüller an Innenminister Herbert Kickl (FPÖ).

Umfrage
Härteres Vorgehen bei straffälligen Asylwerbern?
2 %
1 %
97 %
Insgesamt 8632 Teilnehmer

Ein Asylwerber bedroht das Betreuerteam in Mödling (NÖ) am 6. März 2018 mit dem "Kopfabschneiden". Elf Tage später versetzt ein anderer Bewohner einem Betreuer einen Faustschlag gegen die Brust. Auch in Greifenstein drohte ein Asylwerber im November 2018 damit, einer Betreuerin den Kopf abzuschneiden.

Drei Todesdrohungen in einer Woche

In Maria Enzersdorf (NÖ) nötigte ein Asylwerber einen Betreuer durch Drohung mit einer Eisenstange, um eine Verlegung in eine andere Betreuungsstelle zu erwirken. Innerhalb einer Woche im vergangenen August bedrohte ein Mann das Personal in Linz dreimal mit dem Tod.

Eine Betreuerin in Weibern (OÖ) wurde am Wegfahren mit ihrem Fahrzeug gehindert, als neun Asylwerber ein Feuer hinter dem Auto anzündeten. In Salzburg drohten Asylwerber mehrmals mit Gewalt, um Lebensmittel zu erhalten und ein Bleiberecht in der Betreuungsstelle zu erwirken.

In Bergheim (Sbg.) wiederum wollten zwei Asylwerber mit Todesdrohungen gegen einen Betreuer einen Internet-Zugang erzwingen.

Online-Belästigung

Auch vor sozialen Netzwerken machen die Übergriffe nicht Halt: Von April bis November Innsbruck (Vbg.) belästigte ein bereits 2017 wegen beharrlicher Verfolgung verurteilter Asylwerber belästigte online die Leiterin eines Frauenhauses.

Für Wien sind "nur" zwei Fälle erfasst: Im März 2018 bedrohte ein Asylwerber eine Betreuerin mit Vergewaltigung und anschließender Tötung, im Juli desselben Jahres bedrohte ein anderer Mann einen Mitarbeiter des Büros der Diakonie mit dem Tod, nachdem ihm die Unterkunft verweigert worden war.

In allen Fällen wurden die Verdächtigen ausgeforscht.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hari am 24.04.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    wie schaut das aus

    der Syrien Krieg ist lt. Zeitungsberichten seit Wochen zu Ende;Müssen jetzt eigentl. alle in Ö aufhältigen Syrer nach Hause zurückkehren, da der Fluchtgrund nicht mehr vorhanden ist.

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  • helmar am 24.04.2019 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Dunkelziffer

    Der nicht angezeigten Taten und Drohungen wird um vieles höher sein. Denn Wenn sagen wir eine Teilzeit an gestellte Betreuerin eine solche tat an zeigt, wird sie diesen Job nicht mehr lange haben,.

    einklappen einklappen
  • Nimmer Lang am 24.04.2019 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal muss es aus sein

    Raus aus Österreich und die NGOs Betreuungsverbot.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • J.Mario am 24.04.2019 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Also mein Mitleid hält sich mit solchen Betreuern in Grenzen, als ob die nicht schon wussten was auf sie zukommt,und jetzt brauchts a nimmer jammern.Ihr glaubt ja das alle soooo arm sind,also lebt jetzt damit aber Mitleid erhaltet ihr von den meisten nicht,selber schuld!!!!

  • Christian am 24.04.2019 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Man muss auf diesem Weg mal den Schöpfern dieses neuem Österreichs danken.Einem Willkommensbefürworter Kern zb. Der am Bahnhof stand mit einem Teddybär und Lle Willkommen hieß anschließend allerdings nach Israel geflüchtet ist oder einem VDB der sich nur meldet wenn einer seiner neuen Bürger angegriffen wird allerdings hörte man nichts von ihm als zahlreiche Österreichern das Leben genommen wurde ! Schon witzig jetzt braucht man sich nicht wundern über sowas

    • Hanni am 25.04.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Christian

      Die zuständige Innenministerin ist jetzt Landeshauptfrau von Niederösterreich und der Aussenminister ist jetzt Bundeskanzler.

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  • Maha am 24.04.2019 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hilft da noch

    Was mich wundert: dass es noch immer so viele freiwillige Helfer in dem Bereich gibt.

  • Andrea am 24.04.2019 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dankbar

    Das ist jetzt deren Dank für die übergroße Menschlichkeit der Gutleute und die Toleranz!

  • Desert Eagle am 24.04.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Handgreiflichkeiten

    sofortige Abschiebung, bei Verbalem eine deutliche Belehrung, im Wiederholungsfall ebenfalls sofort abschieben.