Nimmt er es an oder nicht?

27. Mai 2019 14:34; Akt: 27.05.2019 19:12 Print

Strache verwirrt mit Posting zu EU-Mandat

Der ehemalige FPÖ-Chef, der am letzten Listenplatz kandidierte, dürfte durch mehr als 37.000 Vorzugsstimmen ein Direktmandat im EU-Parlament erhalten. Wird er es annehmen?

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Der zurückgetretene Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der eigentlich nur pro forma auf dem letzten, 42. Platz, der FPÖ-Liste an der Wahl teilgenommen hatte, könnte nun einen Posten in Brüssel & Straßburg bekommen.

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Denn nach Informationen von ORF-Journalist Martin Thür soll Strache bisher 37.448 Vorzugsstimmen, aus sieben Bundesländern, bekommen haben. Damit hätte er die 5-Prozent-Hürde eindeutig geknackt. Rund 33.000 Vorzugsstimmen braucht ein Kandidat auf den hinteren Listenplätzen in Österreich, um per Direktmandat fix in das EU-Parlament einziehen zu können.

Strache in der Hofburg, Archivbild 2017 (Bild: picturedesk.com)

In Folge der Ibiza-Affäre hatten unter anderem die Identitäre Bewegung Österreichs dafür geworben, Strache doch per Vorzugsstimme den Wechsel ins EU-Parlament zu ermöglichen.

Ob Strache, der erst am 18. Mai von allen politischen Ämtern zurückgetreten war, das Mandat auch annimmt, ist derzeit aber noch unklar.

In den sozialen Medien tauchte kurz nach 17 Uhr ein Screenshot eines Facebook-Postings auf, das genau das suggeriert. "Ich bin über die große Unterstützung der Bürger, welche mir mit ihren Vorzugsstimmen eindrucksvoll ihr Vertrauen ausgesprochen haben, erfreut und zutiefst dankbar. Diesem großen Vertrauen der Bürger fühle ich mich demokratiepolitisch verpflichtet und werde daher das EU-Mandat annehmen", soll Strache am frühen Nachmittag auf seiner persönlichen Facebook-Seite geschrieben haben. Der Beitrag dürfte mindestens 20 Minuten online gewesen sein, bevor er wieder von der Seite gelöscht wurde.

Allerdings wurde der betreffende Beitrag offenbar kurze Zeit später offline genommen. Was wird Strache also tun?

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • helmar am 27.05.2019 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Viele dieser Stimmen

    werden wohl ein Zeichen für Protest sein. Für Protest dagegen dass die Koalition gesprengt wurde. Dagegen dass irgendwelche deutsche Medien es geschafft haben in Österreich Politik zu machen und vieles mehr.

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  • Nico am 27.05.2019 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The King is dead, long live the King

    Totgesagte leben bekanntlich länger.

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  • Besserwisser am 27.05.2019 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, wenn es der Wählerwille ist, dann

    soll Strache das Mandat annehmen!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rudolf Varga am 06.06.2019 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drogen

    Und ich hoffe sehr, klärt man alles auf. Ich bin nach wie vor Überzeugt, es waren Drogen im Spiel ( ohne Wissen verabreicht) und es gab einen vorbeter,( ja gibt so he Reaktionen nach Drogen Verabreichung) den man dann herausgeschnitten hat und so den Strache fertig machte. Und ja, ihr werdet euch noch wundern, wer die eigentlichen Auftraggeber waren. PS. Und hört, hört, wer am lautesten schreit, ist meistens der Täter.

  • Rudolf Varga am 06.06.2019 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freunde

    Hallo Herr Strache, nimm nicht auf deine Parteifreunde Rücksicht, denn das sind keine Freunde mehr. Allen voran Hofer und Kickl.

  • fair am 28.05.2019 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strache holt sich den Feinschlief in Brüssel

    Der nimmt sicher das Amtl an, hat ja so wie alle im Geldtopfer Brüssel kein Rückrat. Da sitzen dann die richtigen beisammen und das eine oder andere kurruptes Gschäfterl wird er in Brüssel noch lernen. So quasi den Feinschlief.

  • Leser am 28.05.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    44.000 Vorzugsstimmen

    Warum können die wenigsten lesen? Stattdessen interpretieren sie etwas rein, was nicht ist. Zur Übersetzung: Strache bedankt sich. Er nimmt diesen Wählerauftrag an. EU als Vorsilbe nur deswegen, weil er ja kein anderes Mandat mehr inne hat. Das bezog er aber nicht auf die EU, sondern auf den Zuspruch der Wähler weiterzumachen. Laut ORF erhielt Strache über 40.000 Vorzugsstimmen. Das offizielle Ergebnis wird erst am Mi verlautbart. Aber es ist soundso hinfällig, weil er sich aus allen politischen Ämtern zurückzog. Die Liste konnte so kurz vor der Wahl nicht mehr geändert werden.

  • manola am 28.05.2019 01:52 Report Diesen Beitrag melden

    absurd

    Wäre mehr als absurd und auch der gesamte Untergang der FPÖ wenn er dies macht.

    • Rudolf Varga am 06.06.2019 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @manola

      Halli hallo, willst nicht die ganze Aufklärung abwarten ?

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