Arbeitsbesuch in Kiew

04. September 2018 11:47; Akt: 04.09.2018 13:08 Print

Ukraine: Kurz muss Kneissl-Hochzeit ausbaden

Die Tatsache, dass Putin zur Hochzeit von Karin Kneissl kam, sorgt in der Ukraine für Missmut. Beim Besuch von Kurz in Kiew bekommt er das zu spüren.

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Am 4. September 2018 reiste Bundeskanzler Sebastian Kurz (r.) zu einem Arbeitsbesuch nach Kiew. Im Bild beim Empfang am Flughafen. Das traditionell bekleidete Empfangskomitee brachte ihm eine Art Kuchen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (l.) beim Treffen mit dem Außenminister Pawlo Klimkin (r.). Bundeskanzler Sebastian Kurz (l.) beim Treffen mit dem Außenminister Pawlo Klimkin (r.). Kurz mit dem Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko (r.). Bürgermeister Vitali Klitschko (r.) begrüßt Kurz vor dem Rathaus von Kiew. Im Inneren unterhielten sich die beiden im Stehen.. Die Unterredung fand zu zweit statt. Vitali Klitschko mit Sebastian Kurz. Nach dem Gespräch machten sich Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vitali Klitschko auf dem Weg zum Majdan-Platz, der nicht nur Zentrum des politischen Protestes im Jahr 2004 ("Orange Revolution") war, sondern auch von November 2013 bis Ende Februar 2014 Mittelpunkt der nach ihm benannten Euromaidan-Proteste war. Gemeinsam mit einer Delegation an weiteren Teilnehmern gingen Klitschko und Kurz zu Fuß zu dem geschichsträchtigen Ort. Kurz mit Bürgermeister Klitschko in Kiew. Verschiedene Gedenkstätten und Tafeln sind am Platz verteilt. Klitschko zeigte Kurz einige davon. Handschlag am Maidan. Und ein Selfie darf auch nicht fehlen. Danach traf Kurz den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko (r.). Sein Arbeitsbesuch in der Ukraine schließt natürlich auch ein Gespräch mit Poroschenko mit ein. Bundeskanzler Sebastian Kurz (li.) im Gespräch mit dem Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko (re.).

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Bundeskanzler Sebastian Kurz wusste schon bevor er am Dienstag in Kiew landete, dass er bei seinem Arbeitsbesuch in der Ukraine wohl einiges auszubügeln hat.

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Der ukrainische Botschafter und der Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kiew äußerten sich im Vorfeld kritisch über Wladimir Putins Besuch bei der Hochzeit von Österreichs Außenministerin Karin Kneissl im August. Das habe Kurz' Ansehen "geschadet", wurde kritisiert. Sein Besuch werde die Lage wohl nicht verbessern.

Traditioneller Empfang
Dennoch wurde Sebastian Kurz von einem traditionell gekleideten Empfangskomitee samt Kuchen am Flughafen begrüßt. Sein erster Termin führte ihn zum ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin.

"Sehr schwerer Fehler"
Dieser ließ im Vorfeld des Gespräches gegenüber der Zeitung "Kurier" durchblicken, dass auch er nicht begeistert über den Putin-Besuch in Österreich war.

Als Außenminister müsse er ja politisch korrekt bleiben, meinte Klimkin: "Dann sage ich, dass das für mich ein ganz großer Fehler war." Das Bild Österreichs bei der ukrainischen Bevölkerung sei nun verändert, zwei Wochen lang sei das hier ein Gesprächsthema gewesen.

"Ist Österreich noch unser Freund?"
Dabei gehe es um Vertrauen, so Klimkin. Die Wahrnehmung sei "katastrophal" gewesen und: "Die Leute fragen: Wieso? Ist Österreich noch unser Freund? Ist es noch neutral?"

"Sebastian kann viel"
Trotzdem vertraut Klimkin darauf, dass Kurz die Sache wieder hinbiegen kann. "Ich kenne Sebastian ganz gut. Er ist sehr geschickt, er kann viel", sagte er.

Video: Kneissl beim EU-Außenministertreffen am 31.August: "Hier gibt es nichts zu bereuen"


Mit Klitschko zum Maidan
Dann weiter zum Rathaus: Dort traf er den Bürgermeister von Kiew, Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko. Nach einem kurzen Gespräch besuchten sie gemeinsam den Maidan-Platz, bevor Kurz zum Treffen mit dem Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, weiterfuhr.

Hochzeit von Karin Kneissl im August 2018
Hochzeit von Karin Kneissl

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luna mit U am 04.09.2018 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Poroschenko Putsch

    Der Herr Kurz weiß aber schon das der neue Präsident der Ukraine Poroschenko nur durch einen Putsch durch die NATO ins Amt gebracht wurde und ständig gegen Russland hetzt und die russische Minderheit in der Ukraine schikaniert.

  • zimbo am 04.09.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Putschistenregierung

    Klitschko, Geschöpf der KAS, hatte vorher 14%, nach dem Putsch war er Bürgermeister.

  • Christian am 04.09.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    LEIDER ist Österreich ein Freund der Ukraine ! Schon deswegen, weil mit EU-Geldern der Krieg im Osten geführt bzw. mitfinanziert wurde !...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Peter Boos am 05.09.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Vielleicht ist es tatsächlich nicht so wichtig, was die Ukraine von Österreich hält - die Ukraine ist wichtig für die Welt, die Österreich nicht. Sollen die doch tun und lassen, was sie wollen, wen kümmert's...? Wenn ich die dümmlichen, ja ignoranten Kommentare lese, dann wäre es besser, die Ukraine würde Österreich völlig ignorieren. Doch die meisten Schreiberlinge dürften ja Russland-Trolle sein.

  • Max Mustermann am 05.09.2018 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    Alles wegen Kneissl

    Kurz muß das jetzt ausbaden - sonst dürfen (!) wir nicht weiter für die Ukraine zahlen. Wenn wir Glück haben, nehmen sie unsere Hilfe wieder einmal in Anspruch. Aber ob wir je wieder Freunde werden können.....?

  • Ehklar am 04.09.2018 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die Ukraine selbst ist das wirkliche Problem, nicht Österreich. Wir sehen eine "Demokratisierung", die auf die Ausbeutung des eigenen Volkes aufbaut, ein "Assozierungsabkommen" mit der EU, das die aktuellen Probleme zumindest gefördert hat und eine "Wertegemeinschaft", die ihre Werte im Gehorsam der NATO-Osterweiterung aufgegeben und verraten hat.

    • ehklar am 04.09.2018 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ehklar

      Ich bitte um sachliche Beiträge im DISKUSSIONSFORUM! Sogar unser allseits geschätzter Herr Altbundespräsident hat sich sehr kritisch über das Assozierungsabkommen geäußert. Tatsächlich hat die EU der Ukraine gesagt "WIR ODER RUSSLAND." Genau das ist der Stil, den wir die Urkatastrophe 1th WK verdanken! Die reden von "wir, uns... IN WIRKLICHKEIT meinen sie UNTERWERFUNG!

    • 17er am 05.09.2018 05:34 Report Diesen Beitrag melden

      Diskussion wozu?

      Das ist kein Diskussionsform sondern eine Meinungs- und Propagandaplattform von Rechtanhängern. Beitragsbewertungen erfolgen nach dem Motto entweder bist du für oder gegen uns. Wer hat da schon Lust auf eine Diskussion? Hier können Sie sich höchstens mit Gesinnungsgleichen gegenseitig beklatschen. Abgesehen davon vermute ich, dass bei vielen Lesern die tatsächliche politische Bildung und Information gerade mal für "Pizzaprinzessin","Giftpilz" oder "Ponyminister" ausreicht. Dies zu Diskussion auf wenn es sonst etwas off topic sein mag oder Ihren Wunsch nach Sachlichkeit nicht ganz entspricht.

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  • Rudi Rastlos am 04.09.2018 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kniefall

    Wieso hat er Kneissl nicht mitgenommen, sie kniet ja eh so gerne vor Staatsmännern.

  • Wolfgang am 04.09.2018 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Kontrolle

    Der Kurz soll uns nachher seine Knie zeigen.

    • Anne am 04.09.2018 19:22 Report Diesen Beitrag melden

      Kurz gaanz tief.

      Nicht nötig denn die Länge seiner Krawatte zeigt wie tief er denen in den Ar. kriecht.

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