Koalitionsgespräche

28. November 2017 06:00; Akt: 28.11.2017 08:14 Print

"Schulnoten sind massiver Rückschritt"

Heute präsentiert VP-FP ihr Bildungspaket. Es beinhaltet eine Rückkehr zur Schulnoten-Beurteilung. Erst 2016 erhielten Volksschulen Wahlfreiheit.

Im Palais Epstein informierten H.C. Strache und Sebastian Kurz über den Fortschritt der Koalitionsverhandlungen. (Bild: Sabine Hertel)

Im Palais Epstein informierten H.C. Strache und Sebastian Kurz über den Fortschritt der Koalitionsverhandlungen. (Bild: Sabine Hertel)

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„Diese Wahlfreiheit zu beschneiden ist ein massiver bildungspolitischer Rückschritt“, sagt Noch-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SP) zu "Heute". Erst im Vorjahr wurde die Art der Beurteilung im Zuge des Bildungspakets für Volksschulen den Standorten selbst verantwortet.

Hunderte Schulen hätten davor schon im Rahmen von Schulversuchen mündliche oder schriftliche Beurteilungen der üblichen Notenskala vorgezogen, heißt es aus dem Ministerium.
„Eltern und Lehrer wissen am besten, was die Kinder brauchen. Sie können vor Ort gemeinsam entscheiden“, so Hammerschmid.

Heute, gegen 15 Uhr, werden die Chefverhandler von Türkis-Blau vorstellen, wie sie sich die bildungspolitische Zukunft vorstellen. VP-Obmann Sebastian Kurz und FP-Chef Heinz-Christian Strache informieren wieder die Öffentlichkeit.

Neben der Wiedereinführung von Schulnoten in Volksschulen geht es um eine Bildungsoffensive bereits ab dem Kindergarten: Der Fortschritt der Kinder soll durchgehend bis zu einem Bildungsabschluss digital dokumentiert werden. In höheren Schulen plane Türkis-Blau, Fächer wie Geschichte, Staatskunde und politische Bildung sowie Unterricht, der wirtschaftliches Denken fördert, auszuweiten.

Eindämmen wollen die möglichen Koalitionspartner hingegen die sogenannten Erlässe: Die Verordnungen seien ins Absurde angewachsen, alleine seit heurigem August habe es fünf zum Thema Gendern gegeben.

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(uha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maria am 28.11.2017 06:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schule kann so nicht funktioniere!

    Hammerschmied hat von nichts eine Ahnung und hat dafür gesorgt, dass die Bildung in unserem Land noch schlechter wird!

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  • dirtsa am 28.11.2017 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    besser klare Noten als schwammige

    Texte! Mit der Note weiß jeder genau, wie es mit den Leistungen bestellt ist! Schwammige Texte statt Benotungen sind kontraproduktiv! Über die Benotung können Lehrer dann im Elternsprechtag genauer aufklären, sodass Eltern und vor allem die Kinder selbst ihre Benotung auch verstehen können!

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  • monika am 28.11.2017 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frau

    vielleicht würden die Kinder endlich wieder eine Aufnahmeprüfung schaffen.dann gäbe es wieder Lehrlinge.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 29.11.2017 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Hey Bruder, ich mach dich Spital

    Mal ehrlich, die Schulnoten sagen zwar für das Leben nicht viel aus, aber es gibt schon einen gewissen Anhaltspunkt über die Intelligenz und Brauchbarkeit eines Kindes für das zukünftige Leben aus. Was jedes Individuum daraus macht ist eine andere Sache. Noten sind notwendig. Verbale Beschreibung ist zu schwammig und es hängt auch davon ab ob der Auswärter einer Bewertung auch zwischen den Zeilen oder überhaupt lesen kann.

  • DaOideKarl am 29.11.2017 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Was nützt die schriftliche Beurteilung

    Was nützt die schriftliche Beurteilung wenn sie (in manchen Klassen) 80% der Eltern NICHT LESEN können! Den Unterschied zwischen 1 und 5 erkennt selbst jemand der der deutschen Sprache nicht mächtig ist!

  • DoDo am 28.11.2017 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Veränderung ist Rückschritt

    Kurz und Strache fällt nicht wirklich viel zur Bildung ein. Die sogenannte Veränderung bewegt sich rückwärts bis in die 1960er Jahre. Gratulation an die schwarz / blauen VerhandlerInnen, diese sind wirklich fortschrittlich zurück.

    • Die neue Wasch am 29.11.2017 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      Masch is a Witz

      @Geflügel: Tja.. wie sagt man so schön: Das Rad braucht nicht nochmals erfunden werden.. es ist und bleibt eine runde Sache.. seit JahrTausenden ;)

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  • manuela am 28.11.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    man kann nur hoffen

    das die schulnoten wieder eingeführt werden was frau hammerschmied bis jetzt bei der schulbildung geleistet hat war nichts im gegenteil alles ist schlechter geworden wird zeit das sich da etwas ändert

  • Angelika. am 28.11.2017 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Schulnoten

    Ein Rückfall in die finstersten 60er und 70er Jahre! Schulnoten! Was kommt als nächstes? Nachsitzen? Oder gleich das Rohrstaberl? Das kann es ja wirklich nicht sein! Und von wem kommt das? Egal, türkis und blau sind ja nicht nur äußerlich sehr ähnliche Farben...

    • Kritischer Geist am 28.11.2017 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Angelika

      Also ich bin in den 70er-Jahren zur Schule gegangen. Damals lernte noch jeder Lesen und Schreiben. Unsere Klassen waren nicht voll von verhaltensauffälligen oder fremdsprachigen Schülern. Bei meiner Mathematik-Matura musste ich noch die Integralrechnung beherrschen während heute Schlussrechnen und einfache Trigonometrie reicht. So finster waren die Zahlen nicht. Vor allem nicht angesichts der weit niedrigeren Zahl verhaltensauffälliger und psychisch kranker Kinder.

    • herwigbully am 28.11.2017 17:29 Report Diesen Beitrag melden

      Rohrstaberl?

      Liebe Angelika, so finster waren die 60-er und 70-er auch wirklich nicht. Und ich hab mich gefreut wenn ich einen Einser herzeigen durfte. Und bei einer schlechten Note war mir klar, ich muss mich bemühen. Ich weiß nicht ob und wann sie in die Schule gegangen sind, aber etwas Objektivität könnte ihnen nicht schaden. Objektiv gesehen waren die letzten Bildungsministerinnen der Roten eine Schande und jede Reform eine Katastrophe.

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